
Neues Frankfurt neu gedacht: FarbDesignStudio setzt Farbimpulse
Ober-Ramstadt, 26. Juni 2026 – Am 2. Juli öffnet das Ernst-May-Haus in Frankfurt seine Türen für ein besonderes Experiment: Mit dem Projekt ‚New Neues Frankfurt‘ wird das historische Musterhaus zum Labor für neues, ressourcenschonendes Wohnen. Das vom Studio Jonathan Radetz gemeinsam mit der ernst-may-gesellschaft e.V. umgesetzte Konzept für zeitgemäßes, Wohnen wird an diesem Tag um 18 Uhr im Rahmen einer Finissage öffentlich erlebbar und kann noch bis zum 5. Juli besichtigt werden. Im Zentrum steht das historische Musterhaus im Frankfurter Nordwesten, das als temporäres Designlabor neu interpretiert wurde. Aufbauend auf den Ideen des „Neuen Frankfurt“ wurden hier Raumkonzepte, Möbelentwürfe und Materiallösungen entwickelt, die auf heutige Anforderungen an Suffizienz, Flexibilität und Zirkularität reagieren.
Caparol Farbkonzept als verbindendes Gestaltungselement
Das Farbkonzept wurde in Zusammenarbeit des Studios Jonathan Radetz mit dem Caparol FarbDesignStudio entwickelt. Innerhalb des Projektes wurde ein Farbfächer als praxisnahes Gestaltungswerkzeug zur farbigen Raumgestaltung für die alltagstaugliche Anwendung aufgesetzt. Das Farbkonzept verbindet historische Bezüge aus dem Erstbezug des heute als Musterhaus dienenden Mayhauses mit zeitgemäßen Kombinationen für kompaktes Wohnen. Ziel war eine klar strukturierte und flexibel anwendbare Farbauswahl für kleine Grundrisse, die Räume gliedert und eine hohe räumliche Qualität schafft. Anhand des Farbfächers wird das entwickelte Farbkonzept vielen Menschen im Wohn- und Einrichtungsbereich zugänglich gemacht. Das Ergebnis sind 55 Farbtöne für zeitgemäßes Wohnen. Die Farbkonzepte kombinieren jeweils Grundfarbtöne für große Flächen mit passenden Akzenttönen.
„Die Zusammenarbeit mit Caparol hat unser Farbkonzept entscheidend vorangebracht. Die Impulse aus dem FarbDesignStudio haben geholfen, historische Bezüge mit heutigen Anforderungen überzeugend zu verbinden“, betont der Designer und Initiator des Projekts Jonathan Radetz.
Neue Perspektiven für das Wohnen im Bestand
Für Caparol ist die Kooperation mehr als ein Einzelprojekt, sondern ein gezielter Beitrag zur aktuellen Architekturdebatte: „Das Projekt ‚New Neues Frankfurt‘ ist für uns ein besonderer Anlass, uns im Rahmen der World Design Capital Reihe aktiv einzubringen. Wir verstehen Farbe als verbindendes Element, wenn es darum geht, bestehende Architektur weiterzudenken und neu zu nutzen. Sie schafft Orientierung und prägt die Atmosphäre eines Raums entscheidend. Damit wird sie zu einem wichtigen Faktor für die Akzeptanz von Veränderungen im Bestand. Als Impulsgeber für Architekten wollen wir zeigen, welches Potenzial in durchdachten Farbkonzepten für zirkuläres und ressourcenschonendes Bauen liegt“, erklärt Margit Vollmert, Leiterin des Caparol FarbDesignStudios.
Das Projekt knüpft an die Tradition des „Neuen Frankfurt“ an, das in den 1920er Jahren neue Maßstäbe im Wohnungsbau setzte. Heute wird dieser Ansatz weitergedacht: Wie kann Wohnen auf kleinem Raum funktionieren, ohne an Qualität zu verlieren? Welche Rolle spielen Materialien, Oberflächen und insbesondere Farbe für Orientierung, Atmosphäre und Nutzung?
Antworten liefert das öffentlich zugängliche Musterhaus, das im Rahmen der Ausstellung besichtigt werden kann. Ergänzend machen der Farbfächer sowie begleitende Gestaltungsansätze die Konzepte auch für Planerinnen und Planer praktisch anwendbar. Die Finissage am 2. Juli um 18 Uhr bietet die Gelegenheit, das neu gestaltete Ernst-May-Haus im Rahmen einer Führung zu erleben; die Ausstellung kann noch bis zum 5. Juli besichtigt werden.
Über das Projekt „New Neues Frankfurt“
Das Projekt wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des „Neuen Frankfurt“ initiiert und untersucht neue Formen des suffizienten Wohnens. Es wurde mit dem GFB-Zukunftspreis 2024 ausgezeichnet und durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt gefördert. Das Projekt ist Teil des Programms der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
