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Klimaschutz mit ganzheitlichem Ansatz

DAW siegt beim diesjährigen Responsible-Care-Preis des VCI Hessen

Welchen Beitrag leistet die chemisch-pharmazeutische Branche zum Klimaschutz? Eine ganze Menge – so das Fazit der Jury des hessischen Responsible Care-Landeswettbewerbs. Das umfängliche Konzept der DAW SE überzeugte die Jury und kürte den südhessischen Baufarbenhersteller (Caparol, Alpina) zum Sieger des diesjährigen Wettbewerbs.  

Die Klimaschutzstrategie 2025 findet sich in allen Bereichen des Unternehmens wieder, so die Begründung der Jury: Die verschiedenen Maßnahmen firmenintern und in der Produktpalette verdeutlichen, dass Klimaschutz bei der DAW gelebt wird. Laudatorin Birgit Heitland (MdL/CDU) hob hierbei den ganzheitlichen Ansatz hervor, nicht nur einzelne Produktionsschritte nachhaltig zu gestalten, sondern die gesamte Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit auszulegen. Beeindruckt hatte die Jury besonders die bereits 2018 verabschiedete Klimastrategie des Unternehmens sowie die seit 2017 klimaneutrale Produktion an allen deutschen Standorten.

Nachhaltig erfolgreich

„Wir freuen uns sehr, dass unser Beitrag zum Klimaschutz von der Jury des Responsible Care Preises erneut honoriert wurde“, sagt Bettina Klump-Bickert, Leiterin des DAW Nachhaltigkeitsmanagements.

Die DAW wurde nach erfolgreichen Bewerbungen 2016, 2018 und 2019 nun bereits zum vierten Mal zum Sieger des Responsible-Care-Preises des VCI Hessen gekürt. 2021 konnte sich das Familienunternehmen gegen hochkarätige Konkurrenz aus der Branche durchsetzen: Den zweiten Platz sicherte sich Infraserv Höchst, gefolgt vom Darmstädter Unternehmen Merck. Der Jury gehörten MdL Martina Feldmayer (Die Grünen), MdL Birgit Heitland (CDU), Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen und Dr. Christian Hey vom Hessischen Umweltministerium an.

DAW unterstützt verschärftes Klimaziel der Vereinten Nationen

Bedingt durch den weltweit spürbaren Wandel des Klimas setzen sich viele Akteure, von Regierungen über Verbände bis hin zu Unternehmen, Ziele zur Verminderung von Treibhausgasemissionen. Die DAW unterstützt mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie die Agenda 2030 mit ihren 17 globalen Zielen (SDGs) entlang der gesamten Wertschöpfungskette. „Als Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Branche war es unser Ziel, die von IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) 2018 veröffentlichte Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu unterstützen. Die DAW Klimastrategie 2025 orientiert sich daher an diesen Vorgaben“, erklärt Bettina Klump-Bickert.

Mit Klimastrategie, ganzheitlichem Mobilitätsmanagement sowie klimaneutralen Produktionsstandorten Verantwortung übernehmen

Unseren Beitrag für den Klimaschutz (SDG 13) verstehen wir umfassend und ganzheitlich im Sinne des Greenhouse Gas Protocols,“ so Klump-Bickert. So sollen die eigenen Treibhausgas-Emissionen an den deutschen Produktionsstandorten und im Fuhrpark bis 2025 um 67 Prozent gesenkt werden. Im gleichen Zeitraum strebt die DAW in beiden Bereichen eine Reduktion der eingesetzten Energie um 15 Prozent an. Referenzjahr ist dabei 2015. Darüber hinaus wird der Strombezug an den deutschen Produktionsstandorten auch weiterhin durch 100 % Grünstrom abgedeckt. Die verbleibenden Restemissionen aus der Wärmeversorgung werden über den Kauf von zertifizierten Emissionszertifikaten (Goldstandard) kompensiert. Damit produziert das Unternehmen bereits seit 2017 klimaneutral. Die Klimastrategie 2025 wird durch vielfältige Aktivitäten und Maßnahmen umgesetzt. Das Energiemanagementsystem, zertifiziert nach ISO 50001, ist ein elementarer Baustein. Um Verbräuche transparent zu machen und gezielt einsparen zu können, wurde ein Energieleitsystem installiert. Zusätzlich wurden die konsequente Nutzung von Kompressorabwärme und eine sukzessive Umstellung der Leuchtmittel auf LEDs realisiert. Im Rahmen einer nachhaltigeren Ausrichtung des Fuhrparks werden Fahrertrainings durchgeführt, vermehrt auf Elektromobilität gesetzt sowie das Thema Brennstoffzelle weiterverfolgt.  

Nachhaltige Lieferkette

Über die klimaneutrale Produktion hinaus haben wir mit Blick auf Scope 3, d. h. die Emissionen, die in der vor- und nachgelagerten Lieferkette entstehen, diese genau analysiert und wissen, wo die maßgeblichen „Treiber“ liegen“, hebt Klump-Bickert hervor. In der vorgelagerten Lieferkette betrifft dies vor allem die qualitativ hochwertigen Rohstoffe. Im stetigen Austausch mit ihren Lieferanten arbeitet das Unternehmen intensiv an Konzepten, die die Emissionen in diesem Bereich senken. So ist es beispielsweise in dem Produktsegment CapaGeo der Profimarke Caparol gelungen, erdölbasierte Bindemittel durch erneuerbare, biogene Stoffe zu ersetzen. Dabei kommen vor allem Pflanzenöle, Abfallfette und Biogas zum Einsatz. Bei der Herstellung der Pflanzenöle (z. B. Bio-Naphta aus organischen Reststoffen und Biogas aus Küchenabfällen) wird darauf geachtet, dass sie aus nachhaltigen und nach International Sustainability & Carbon Certification (ISSC) zertifizierten Quellen stammen. Sie gewährleisten eine messbare Treibhausgasreduzierung, nachhaltige Flächennutzung beim Anbau ölhaltiger Pflanzen, den Schutz des natürlichen Lebensraums sowie soziale Nachhaltigkeitskomponenten, die den Pflanzenproduzenten ein einträgliches Auskommen garantieren. Insgesamt führte der Einsatz von biogenen Rohstoffen zu einer 35 %igen CO2-Einsparung in der CapaGeo-Reihe. Auch können auf diese Weise bei einem 12,5 Liter Farb-Eimer IndekoGeo rund 3 Liter Erdöl eingespart werden. In der nachgelagerten Lieferkette (Scope 3) setzt das Unternehmen insbesondere auf die Optimierung der Logistik. Daher ist die DAW aktiver Partner des ELISA-Feldversuches zur Erprobung elektrischer Antriebe bei schweren Nutzfahrzeugen und deren Versorgung über Oberleitung, der auf der A5 von Darmstadt bis Frankfurt realisiert wird. Die DAW unterstützt das Projekt, indem Waren vom Hauptproduktionsstandort Ober-Ramstadt (nahe Darmstadt) zu einem Warenlager nahe Frankfurt gebracht werden. Die LKW verfügen über Hybrid-Technologie und können sich auf dem Autobahn-Teilstück in eine Oberleitung einklinken. Auch die Investition in ein neues Hochregallager an dem größten Produktionsstandort in Ober-Ramstadt zahlt auf eine ressourceneffiziente Logistik ein.

Bettina Klump-Bickert ergänzt, dass über die klimaneutrale Produktion hinaus auch die gängigsten Fassadenfarben und Putze über den Kauf von zertifizierten Emissionszertifikaten (Goldstandard) CO2-neutral gestellt (Scope 3) wurden: „Damit kompensieren wir jährlich rund 4500 t CO2.“.Mit Blick auf den EU Green Deal und die Möglichkeiten von CO2-Einsparungen im Gebäudebereich leisten – die von der DAW 1957 mitentwickelten – Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) mit einer Lebensdauer von über 40 Jahren einen großen Beitrag zur Energieeffizienz von Immobilien. Mit rund 30 Mio. m3 verbauten WDVS zeigt die DAW in den letzten 5 Jahren eine stabile Entwicklung in einem rückläufigen Markt. Jährlich wurde zu einer Einsparung von rund 2,6 Mio. t CO2 allein in Deutschland beigetragen. „Darüber hinaus bieten wir Fassadensysteme an, die zur Produktion von Solar-Energie mittels Photovoltaik genutzt werden können und/oder zu einer Verbesserung der Luftqualität durch lebende Moospflanzen (AeroCare Moosfassade) beitragen“, so die Nachhaltigkeitsmanagerin und ergänzt: „Um den Schutz des Klimas erfolgreich voranzutreiben, bedarf es vieler Akteure. Daher tauschen wir uns mit Stakeholdern aktiv aus und engagieren uns in entsprechenden Partnerschaften, wie z. B. als Netzwerk-Partner im Projekt „Klimaneutrales Hessen“ des Landes Hessen“.

Chance auf bundesweite Auszeichnung

Die Erstplatzierte des Landeswettbewerbs nimmt am Responsible Care-Bundeswettbewerb des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI) teil. Die Sieger des Bundeswettbewerbs werden am 3. September 2021 im Rahmen der VCI-Mitgliederversammlung bekannt gegeben.

Pressemitteilung