Ressourcen

Unsere Produkte schützen die Substanz von Gebäuden und machen sie so langlebiger - ob an Fassaden, auf Holz oder auf Metall. Damit verlängern sich Renovierungs- und Sanierungszyklen. Eingesetzt bei der Sanierung, leisten unsere Produkte einen Beitrag, die Lebensdauer von Gebäuden zu verlängern und den Materialwert zu erhalten. In beiden Fällen werden Ressourcen eingespart.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Durch unsere Geschäftstätigkeit werden Ressourcen verbraucht – beispielsweise in Form von Rohstoffen, Materialien, Betriebsstoffen und Verpackungen - im eigenen Betrieb und in der Lieferkette. Deshalb arbeiten wir daran, den Verbrauch von Ressourcen zu verringern, den Anteil nachwachsender bzw. recycelter Stoffe und Materialien zu erhöhen und unsere Produkte in Richtung Zirkularität zu entwickeln.

Weniger ist mehr: Ziel für Abfallreduktion an den Produktionsstandorten

- 2,5%

Abfall pro Produktionsmenge pro Jahr an den Produktionsstandorten

Um unser gruppenweites Ziel zu erreichen, stellen wir unsere Produktionsprozesse jährlich auf den Prüfstand und arbeiten kontinuierlich daran, sie zu optimieren.

Steigerung des Einsatzes von Recyclinggebinden

> 35%

Prozentualer Anteil PCR-Gebinde am Kunststoffgebinde bis 2030

Wir setzen bereits Gebinde aus bis zu 70 % Post-Consumer-Rezyklat (PCR) für eine Vielzahl von Produkten ein, erkennbar an der grauen Eimerfarbe. Bis 2030 werden wir diesen Anteil weiter steigern.

Unsere Gebinde sind vollständig recyclingfähig. Voraussetzung dafür ist, dass sie wieder in den Kreislauf gelangen. Das unterstützen wir in Deutschland indem wir unseren Kunden die kostenlose Entsorgung über den Wertstoffkreislauf ermöglichen - beispielsweise durch Abholung auf der Baustelle bei Caparol.

In Richtung Kreislaufwirtschaft bei Rohstoffen und Produkten

Unsere Wirtschaft funktioniert linear: Rohstoffe werden gewonnen, Produkte hergestellt, verbraucht und nach ihrer Lebensdauer entsorgt – mit den entsprechenden Folgen für Mensch und Natur.

Kreislaufwirtschaft heißt, dass Produkte und Verpackungen so gestaltet sind, dass sie länger halten, repariert, wiederverwendet oder recycelt werden können – mit dem Ziel, primäre Ressourcen zu schonen, Abfall zu vermeiden und Umweltauswirkungen zu verringern. Gerade in der Baubranche stellt das eine Herausforderung dar. Die Lebensdauer von Gebäuden erstreckt sich über Jahrzehnte und Materialien sind fest miteinander verbunden. Das macht die Trennung von Materialien als Voraussetzung für Recycling schwierig. Wir nehmen uns des Themas dennoch an. Mittelfristig ist unser Ansatz, Produktlösungen für zirkuläres Bauen zu entwickeln.

Kurzfristig verfolgen wir verschiedene Ansätze, um den Ressourcenbedarf zu reduzieren:

Verwendung nachwachsender Rohstoffe

In einigen unserer Produkte sowohl bei Caparol als auch Alpina setzen wir nachwachsende Rohstoffe ein – beispielsweise Leindotteröl im Bindemittel. Beim Anbau von Leindotter werden bestehende, reine Erbsenfelder in Erbsen-Leindotter-Mischfelder umgewandelt, ohne dass zusätzliches Ackerland benötigt wird. Die Natur profitiert davon: Leindotter dient zum Beispiel Wildbienen als wertvolle Nahrungsquelle.

Recycling von Dämmstoff-Abschnitten

Die Dämmung von Fassaden trägt dazu bei, im Gebäude Energie einzusparen. Bei der Verarbeitung der Dämmstoffe entstehen Abschnitte aus Materialien wie Mineralwolle, Polysterol oder Polyurethan. Die Menge kann zwischen 2,5 und 10% des eingesetzten Materials variieren. Wir setzen uns in Deutschland und Österreich dafür ein, diese unversehrten noch verwendbaren Abschnitte von unseren Kunden zurück zum Hersteller zu transportieren und sie dem Produktionskreislauf wieder zurückzuführen. 

Mehr zum Recycling von Dämmplatten

Der Fassade ein zweites Leben schenken

Im Vergleich zu Abriss und Neubau spart die Sanierung von Gebäuden Ressourcen ein. War bislang an der Fassade ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) vorhanden, musste sie oft aufwändig erneuert werden, wenn keine Standfestigkeit gegeben war. Unser neues Injektionsverfahren ermöglicht es, diese Standfestigkeit wiederherzustellen. Vereinfacht gesagt, wird Mörtel zwischen Wand und Dämmstoff injiziert, sodass das WDVS seine Haftung an der Wand zurückgewinnt und weiter genutzt werden kann. So wird verhindert, dass die Systeme aufwändig zurückgebaut und entsorgt werden müssen – ein Plus für Ressourcenschonung, Kosten-(Effizienz) und CO₂-Reduktion.

Mehr zum Injektionsverfahren

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