Klimaschutz

Die globale Erderwärmung ist bereits spürbar. Umso wichtiger ist gemeinsames Engagement für Klimaschutz – für eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen. Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und arbeiten aktiv an der Reduktion unseres eigenen CO₂-Fußabdrucks und bieten Produktlösungen an, die einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors leisten.

Gruppenweite Klimaziele: Unser Wegweiser zur Dekarbonisierung

Um unseren eigenen CO₂-Fußabdruck zu verringern, haben wir uns ein kurzfristiges und ein mittelfristiges Ziel gesetzt, welche seit 2024 für die gesamte DAW-Gruppe und damit für alle Tochtergesellschaften und Standorte gelten. Wir stehen hinter dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens und haben uns das Ziel gesetzt, langfristig Net Zero zu erreichen.

Kurzfristig konzentrieren wir uns auf Bereiche, wo wir einen direkten Einfluss auf CO₂-Emissionen haben und gleichzeitig den größten Beitrag leisten können: Bei unseren direkten Emissionen und denjenigen, die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette durch Rohstoffe, Verpackungen und Handelswaren entstehen. Unser mittelfristiges Ziel schließt alle Scope-3-Kategorien ein.

Wie wir unsere Scope 1 und 2 Emissionen senken

Die Treibhausgasemissionen, auf die wir direkt Einfluss nehmen können (Scope 1 und 2), entstehen durch Verbrennung von Treibstoffen für Mobilität und Wärme sowie bei der Stromerzeugung. Unsere Ansätze zur Reduktion sind vielfältig: Von einer teilweisen Umstellung auf E-Mobilität, über die Nutzung von (noch) mehr erneuerbarem Strom bis hin zur Optimierung von Herstellungsprozessen.

Als Unternehmensgruppe haben wir schon früh angefangen, erneuerbare Energie zu beziehen. In unseren deutschen Werken und in der Verwaltung liegt der Anteil bereits bei 100 %. Betrachet man unsere Produktionswerke gruppenweit, liegt der Anteil bei ca. 80 %. Den eingeschlagenen Weg gehen wir in Zukunft weiter.

Um unsere Mobilitäts-Emissionen zu senken, starten wir mit einer teilweisen Umstellung auf E-Mobilität unseres unternehmenseigenen Fuhrparks in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Im Vereinigten Königreich, in Schweden und den Niederlanden liegt der Anteil an rein elektrischen Fahrzeugen bereits bei mehr als 50 %.

Als Teil unseres aktiven Energiemanagements nutzen wir Energie, die bei Produktionsprozessen als Abwärme entsteht, um Gebäude zu beheizen und Wasser zu erhitzen. Unsere deutschen Produktionsstandorte sind 50001 zertifziert, an den österreichischen nutzen wir flächendeckend EMAS. Mittelfristig ist unser Ziel, ISO 50001 an allen Standorten zu etablieren.

Die Dekarbonisierung unserer Produkte vorantreiben

Der größte Teil unserer CO₂-Emissionen entsteht in der vorgelagerten Lieferkette, bei der Produktion von Rohstoffen, Handelswaren und Verpackungen (Scope 3.1) und ist damit direkt mit unseren Produkten verbunden. Den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte optimieren wir schrittweise: Wir setzen CO₂-reduzierte Rohstoffe ein und denken bei der Produktentwicklung sowohl an Performance als auch an Klimaschutz. Dabei bauen wir auf bestehende Innovationen auf:

Nachwachsende Rohstoffe im Bindemittel

In einigen unserer Produkte wie zum Beispiel Alpina Sensitiv Wohnweiß und Caparol Indeko-plus setzen wir Bindemittel aus 100 % nachwachsenden Rohstoffen (nach dem Massen-Bilanzverfahren) ein. Mit dem Biomassenbilanzverfahren können wir schon früh in der Wertschöpfungskette Biomasse anstelle von fossilen Ressourcen als Rohstoff für unser Bindemittel nutzen. Diese Biomasse wird dann quantitativ der Innenfarbe zugeordnet. Dadurch sparen wir 62 % der auf das Bindemittel entfallenden CO₂-Emissionen ein – und das bei gleichbleibender Qualität.

Einsatz CO₂-reduzierter Zemente

Der größte Anteil des CO₂-Fußabdrucks von Trockenmörteln entsteht bei der Herstellung von Zement, genauer gesagt bei der Herstellung des Zementklinker. Die CO₂-Emissionen entstehen nicht im Hauptteil durch den hohen Energieverbrauch beim Brennprozess des Zements selbst, sondern zu fast zwei Dritteln aus seinen Rohstoffen, da diese beim Brennen entgasen. Im Bereich von Trockenmörteln sind inzwischen 2/3 der eingesetzten Bindemittel auf innovative, leistungseffizientere Zemente umgestellt, die einen geringeren Klinkeranteil aufweisen und damit weniger CO₂ in der Herstellung emittieren.

Wie eine starke Fassade zu Klimaschutz und Klimaanpassung im Gebäude beiträgt

Als Hersteller von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Wärmeverlusten im Gebäude. Die resultierende Energieeinsparung trägt erheblich zum Klimaschutz im Gebäudesektor bei.  

Diejenigen Treibhausgasemissionen, die durch die Herstellung von WDVS entstehen, werden binnen weniger Jahre durch die Effizienzsteigerung im Gebäude wieder eingespart. Die exakte Dauer der CO₂-Amortisation ist von vielen Faktoren wie zum Beispiel Dämmstoff, Wandbildner und Heizungsart abhängig. Eines ist jedoch klar: Dämmen lohnt sich im Sinne des Klimaschutz. Der Effekt von Wärmedämmung funktioniert in beide Richtungen: Da eine gedämmte Fassade weniger Wärme hindurch lässt, bleiben Innenräume im Sommer länger kühl und schützen so ihre Nutzer und Bewohner vor Hitze. Damit tragen WDVS gleichermaßen zur Anpassung an wie zur Vermeidung des Klimawandel bei.

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