Allgemeine Hinweise:
Der Untergrund muß eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden bzw. haftmindernden Rückständen oder Substanzen sein.
Fensterbänke und Anbauteile abkleben. Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte und eloxierte Flächen sorgfältig abdecken.
Armierungsschicht:
Eventuell vorhandene Versätze an den Stößen von Polystyrol-Dämmplatten planeben abschleifen. Schleifstaub restlos entfernen.
Renoviermörtel:
Mineralische Untergründe (Putz der Mörtelgruppe PII oder PIII) nötigenfalls reinigen, um eine tragfähige Oberfläche zu erzielen.
Mineralische Untergründe (Putz der Mörtelgruppe PII oder PIII) mit leicht sandender Oberfläche reinigen und grundieren mit Sylitol-Konzentrat 111.
Altanstriche, festhaftend und nicht kreidend, z. B. mittels Hochdruckwasserstrahlen reinigen.
Altanstriche, festhaftend mit leicht kreidender Oberfläche, z. B. mittels Hochdruckwasserstrahlen reinigen und grundieren mit Sylitol-Konzentrat 111.
Altanstriche, nicht tragfähig oder abblätternd, sind zu entfernen.
Flächen mit Putzrissen können nur dann sicher überarbeitet werden, wenn keine Rißbewegungen mehr zu erwarten sind.
Armierungsschicht:
Ca. 1,3–1,5 kg/m2 pro mm Schichtdicke
Renoviermörtel:
Ca. 1,3–1,5 kg/m2 pro mm Schichtdicke
Oberputz gefilzt:
Ca. 4,0–4,5 kg/m2 bei 3 mm Schichtdicke
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte; objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen. Exakte Werte sind sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.
Verarbeitungstemperatur:
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C absinken und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt „Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen“ vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Bei 20° C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit ist die Putzbeschichtung nach 24 Stunden oberflächentrocken.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Capatect-ArmaReno Sockel kann mit allen gängigen Durchlaufmischern verarbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden.
Das angeteigte Material ca. 5 Minuten reifen lassen und nochmals kurz durchrühren. Falls erforderlich ist die Konsistenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen. Wasserbedarf ca. 4,5–5,5 l je 25 kg-Sack.
Nicht mehr Material anmischen, als in 1,5 Stunden verarbeitet werden kann. Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.
Beispiel für Maschinenausrüstung
Durchlaufmischer Berö Calypso 15 mit Standard-Dosier- bzw. Mischwelle.
Armierungsschicht: Nach dem Anbringen des Kantenschutzes an Fensterlaibungen und Kanten, sowie der Diagonalarmierung an den Ecken von Fassadenöffnungen ist der Capatet-ArmaReno Sockel jeweils in Breite der Gewebebahnen aufzutragen und das Capatect-Gewebe 650 mit mind. 10 cm Überlappung einzudrücken. Nachfolgend naß in naß überspachteln, so daß eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist. Die Armierungsschicht ist in gleichmäßiger Schichtdicke herzustellen. Das Gewebe muß mittig, bzw. im oberen Drittel der Schicht angeordnet werden. Die Schichtdicke kann wahlweise bestimmt werden:
auf Polystyrol-Dämmplatten: 3–5 mm
auf Mineralwolle-Dämmplatten: 4–5 mm
Renoviermörtel:
Je nach Objektgegebenheiten kann Capatect-ArmaReno Sockel verwendet werden zum:
Beiarbeiten partieller Fehlstellen
Abspachteln und Einebnen alter Strukturputze
ganzflächigen Überarbeiten renovierungsbedürftiger Putz- oder Mauerwerksflächen im Sockelbereich. Hierbei wird eine Gewebeeinlage empfohlen.
Oberputz: Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes und den Witterungsbedingungen bei der Verarbeitung, ist ggf. eine Grundierung mit Sylitol-Konzentrat 111 vorzunehmen. Zur Herstellung eines gefilzten Oberputzes ist Capatect-ArmaReno Sockel auf den vorhandenen Untergrund in ca. 2–3 mm Dicke aufzuziehen.
Im Ansteifungsprozeß des Mörtels kann die Oberfläche mit einer nassen Filz- oder Schwammscheibe überarbeitet werden.
Hinweis: Soll ein Wärmedämm-Verbundsystem mit Capatect-MW-Fassadendämmplatten 119 DUO plus, Capatect-MW-Fassadendämmplatte 149 EXTRA, Capatect-LS-Fassadendämmplatten VB 101 oder elastifizierten Capatect-PS-Fassadendämmplatten mit einer gefilzten Oberfläche erstellt werden, muß neben der Armierungsschicht auch der Oberputz armiert werden. Als Oberputz zunächst 2–3 mm Capatect-ArmaReno Sockel aufziehen und das Capatect-Gewebe eindrücken. Nach Verfestigung dieser Schicht nochmals ca. 2 mm Capatect-ArmaReno Sockel aufziehen und im Ansteifungsprozeß filzen.
Es ist unbedingt zu beachten, daß bei gefilzten Flächen infolge oberflächiger Bindemittelanreicherung (Sinterschicht) eine feine Schwundrißbildung nie gänzlich ausgeschlossen werden kann. Dies stellt keinen zu beanstandenden Mangel dar.
Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z. B. beeinflußt durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Ausblühungen, so daß bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen die Schlußbeschichtung mit 2 Anstrichen ThermoSan oder AmphiSilan erfolgen kann.