Carbon-Beschichtungen für Böden, Fassaden und Innenwände Carbon-Beschichtungen für Böden, Fassaden und Innenwände

Carbon- bzw. Kohlenstofffasern optimieren in qualitativ hochwertigen Bautenschutzprodukten das Abriebverhalten, erhöhen die Schlagfestigkeit und minimieren zugleich den Verschleiß.

Mit Carbonfasern wird der Abrieb von Bodenbeschichtungen in verschiedenen räumlichen Umgebungen optimiert – etwa in Garagen, Kellern, Fluren, Loggien, Feuchträumen und Balkonen, in Waschküchen, Ölkellern, Aufzugsschächten oder auch in Krankenhäusern, Schulen sowie Kindergärten.

Hausfassaden, die ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) vor Transmissionswärmeverlusten schützt, halten dank innovativer Carbonfaser-Armierungen mechanischen Beanspruchungen erheblich länger stand. Der Lenker eines Fahrrads, das gegen die Hauswand fällt, hinterlässt an der Fassade somit keine Spuren. Selbst Hagelkörner prallen ab, ohne Schäden anzurichten.

Appliziert auf Innenwänden wie etwa im Wartezimmer einer Arztpraxis oder in Treppenhäusern, kann die ernorme Widerstandskraft carbonfaserverstärkter Beschichtungen gegen Abnutzung und Verschleiß mehr und mehr Auftraggeber überzeugen.

Gründe genug, sich mit diesen veredelten Beschichtungen näher zu befassen. Caparol setzt seit 2007 auf Carbon. Bildlich gesprochen, kann man sich die Kohlenstofffaserverstärkung in Boden-, Fassaden- und Wandbeschichtungen als netzartige Struktur vorstellen. Genau genommen handelt es sich um eine Matrix, die zumeist aus mehreren Lagen besteht. Sie wirkt stabilisierend und wird in das jeweilige Trägerprodukt anwendungsspezifisch eingebunden. Dabei gilt:
Je höher der Faservolumenanteil, desto größer die Widerstandskraft gegen Abrieb, Schlageinwirkungen, mechanische Stöße und Verschleiß. Der qualitative Unterschied zu herkömmlichen Vergleichsprodukten ist beträchtlich, wie folgende Beispiele zeigen:

Carbon für Böden

Zur Anwendung in privat genutzten Räumen sind carbonfaserverstärkte Beschichtungen erst seit relativ kurzer Zeit verfügbar. Es handelt sich also um eine echte Neueinführung, die es erlaubt, Böden in ohnehin stark beanspruchten Funktionsräumen (etwa im Hobbykeller, auf dem Speicher, in Abstellkammern oder auf Balkonen) wesentlich intensiver und länger als üblich zu belasten. Sogar in Ölkellern – unter Öltanks oder in Ölauffangwannen – sind carbonfaserverstärkte Beschichtungen in ihrem Element, ebenso in Waschküchen und Garagen.
Der wesentliche Fortschritt besteht darin, dass entsprechend ausgerüstete Produkte wie Disbon 404 Acryl-BodenSiegel und Disbopox 442 GaragenSiegel die mechanische Widerstandskraft des Bodens maximieren, ohne die Raumluft mit Emissionen zu belasten. Der TÜV Nord überwacht die Herstellung nach den Kriterien des AgBB (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten).
„Die Einhaltung beziehungsweise deutliche Unterschreitung aller Grenzwerte bestätigt, dass die emissionsminimierten Beschichtungen von Caparol voll familientauglich sind“, betont Produktmanager Axel Kröning. Ein im wahrsten Sinn des Wortes „unschlagbares“ Argument, das carbonfaserverstärkte Bodenbeschichtungen für alle denkbaren Applikationen qualifiziert. Das Spektrum reicht von Privathaushalten über dauerbeanspruchte Bodenbeschichtungen in Kindertagesstätten oder Kindergärten bis hin zu gewerblichen Nutzbereichen.

Carbon für Fassaden

Spielende Kinder funktionieren Hauswände allzu gern zur Torwand um. Was aber, wenn die Außenwand von einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) umhüllt wird? Auf weichen Untergründen wie herkömmlichen Dämmplatten hätte jede klassische WDVS-Beschichtung eher früher als später das Nachsehen – vor allem bei kräftigen Schüssen. Caparol nutzt deshalb Carbonfasern, um die Widerstandskraft von Wärmedämm-Verbundsystem Fassaden gegenüber punktuellen mechanischen Belastungen deutlich zu erhöhen: Der eigens dafür entwickelte CarbonSpachtel sorgt ab einer Schichtdicke von 3 mm für mustergültige Schlagfestigkeit, die 15 Joule deutlich übersteigt. Der Effekt: Zieht ein Nachwuchskicker unter solchen Bedingungen mit seinem Lederfußball ab, hinterlässt der Aufprall im Normalfall keine Spuren.

Hellbezugswert? 15!
Die Frage nach der passenden Farbe für den Putz hat schon so manchem Architekten wie auch Generationen von Hauseigentümern Kopfzerbrechen bereitet. Gilt es doch, bei der Entscheidung für den einen oder anderen Farbton persönliche Vorlieben gegen bauphysikalische Risiken abzuwägen. Das heißt: Je dunkler und damit intensiver der Farbton, desto stärkere Spannungen hat die Außenhülle zu verkraften, umso unempfindlicher muss das Putzsystem auf Temperaturgefälle reagieren. Dunkelblaue, kaffeebraune, tannengrüne oder tiefrote Häuser sieht man daher nur selten. Denn diese potentiellen Spannungen, die ein dunkler Deckputz infolge verstärkter Aufheizung aushalten muss, können bei sehr dunklen Fassadenfarben zu Rissen führen; erst sind sie meist mikroskopisch klein, werden allmählich aber immer größer. Ein solches Schadensbild lässt sich jedoch vermeiden: „Mit CarbonSpachtel gelingt erstmalig die Grenzunterschreitung des Hellbezugswertes! Während in allen gängigen Regelwerken wie Richtlinien und Merkblättern seit Jahren eine „magische Grenze“ von 20 festgelegt war, ist es bei Verwendung von CarbonSpachtel nunmehr möglich, den Hellbezugswert bis auf 15 zu unterschreiten“, betont Dipl.-Ing. Oliver Berg, Technischer Leiter für Fassaden- und Dämmtechnik bei Caparol in Ober-Ramstadt. Was das für die Farbauswahl bedeutet, kann man sich mühelos vorstellen. Der Trend der Zukunft könnte also sein: Dunkle, carbonfaserverstärkte Putzfassaden sind im Kommen! 

Ultrahart mit CarboNit
Es geht sogar noch robuster, wenn CarboNit verwendet wird. Diese Neuentwicklung aus dem Hause Caparol gilt aktuell als Optimum an Schlagfestigkeit. CarboNit nennt man nicht von ungefähr die „Wandschutzplatte aus dem Eimer“. Mit Fug und Recht, denn: „CarboNit lässt den Fachhandwerker endlich wieder die bewährte und beliebte Kelle schwingen“, bringt Berg die Vorteile für professionelle Verarbeiter auf den Punkt. Der erhöhte Carbonfaseranteil sorgt derweil dafür, dass die Fassade auf Sockelhöhe nahezu „unzerstörbar“ ist: Bis auf 50 Joule lässt sich die Schlagfestigkeit der Außenhülle steigern.
Gut zu wissen: „Wie hoch diese schlagfeste Fläche sein muss oder darf, ist nirgends verbindlich definiert. Der Planer hat also freie Hand, nach eigenem Ermessen eine Höhe von 80 cm oder auch im Einzelfall von 2,80 m vorzugeben“, erläutert Oliver Berg. Hinzu kommt, dass CarboNit gegenüber „normalen“ mechanisch höher beanspruchbaren WDV-Systemen, wie z.B. durch eine Verstärkung mittels Panzergewebe oder speziellen Wandschutzplatten, unterm Strich rund ein Drittel preisgünstiger ist, wenn man sämtliche Komponenten, die erforderlichen Arbeitsschritte und die Zeiten der Verarbeitung einkalkuliert. Derartige Wirtschaftlichkeitsvergleiche hat CarboNit eigentlich gar nicht nötig, meint Oliver Berg. Denn dafür, dass das Produkt ein Selbstläufer wird, spricht bereits kurz nach der Markteinführung die hohe Nachfrage.

Carbon für Innenwände 

Die aktuellen Farbtrends für Innenwände bieten viele Möglichkeiten, individuelle Vorstellungen zu verwirklichen. Die Farben- und Lackindustrie bietet dazu passende Wandfarben, die in unterschiedlichsten Farbtönen und Glanzstufen geliefert werden können. Leuchtende und kräftige Farben lassen ehemals langweilige Wände jetzt zu einem besonderen Blickfang werden.
Die zunehmende Anfrage nach kräftigen Farbtönen stellt den Verarbeiter oft vor eine Reihe von Problemen die es zu lösen gilt. Dazu gehört unter anderem die Deckkraft, Farbbrillanz und Ausbesserungsfähigkeit getönter Ware sowie deren Strapazierfähigkeit. Insbesondere der sogenannte Schreibeffekt, auch bekannt als Weißbruch, ist bei dunklen Farbtönen matter Innenwandfarben besonders stark ausgeprägt. Sogar Beschichtungen der Naßabriebbeständigkeitsklasse 1 und 2 stoßen bei diesem Thema schnell an ihre Grenzen.

Bereits eine geringe mechanische Beanspruchung der Oberfläche, z. B. Kratzen mit dem Fingernagel, sorgt für die Entstehung von hellem Abrieb, der im Streiflicht glänzend erscheint. Dieses Phänomen bewirkt eine unerwünschte optische Einschränkung der Wandoberfläche und führt nicht selten zu einer Beanstandung durch den Kunden. Der Grund für die Streifenbildung ist folgender: Jede deckende Farbe enthält bekanntlich neben Pigmenten auch Füllstoffe. Diese werden bei farbigen Beschichtungen von Pigmenten überlagert. Bei glänzenden Anstrichen werden die Pigmente durch das Bindemittel umhüllt, bei matten liegen sie hingegen an der Oberfläche frei. Bei Berührung oder Reibung matter Oberflächen werden die Pigmente sozusagen zur Seite geschoben – die hellen Füllstoffe treten zu Tage. Dadurch erscheint die Stelle jetzt heller. Gleichzeitig entstehen an den betroffenen Stellen glatte Oberflächen, wodurch das auftreffende Licht in Richtung des menschlichen Auges reflektiert. Bislang konnte der Schreibeffekt nur durch den Einsatz glänzender, bindemittelreicher Beschichtungen wie Latex Satin 20 vermieden werden. Eine seidenglänzende Oberfläche ist jedoch bei Auftraggebern sowie Architekten und Planern nicht immer erwünscht. So musste immer ein Kompromiss in Kauf genommen werden.

Dieser Problematik hat sich Caparol angenommen und nach intensiver Forschungsarbeit eine matte Innenfarbe mit dem Namen PremiumColor entwickelt. Die Beschichtung ist selbst bei kräftigsten Farbtönen gegen den Schreibeffekt weitgehend beständig. Ermöglicht wird diese, bisher einzigartige Eigenschaft durch den Einsatz spezieller Bindemittel und Füllstoffe auf Carbonbasis. „Die verwendeten Rohstoffe ermöglichen eine hohe Strapazierfähigkeit bei gleichzeitiger Farbtonvielfalt der Beschichtung. Die carbonhaltigen Füllstoffe schützen durch ihre extreme Härte die im Bindemittel verankerten Pigmente vor dem Abrieb und verhindern die Entstehung der für den Schreibeffekt charakteristischen Streifen. Gleichzeitig ermöglichen die verwendeten Füllstoffe, aufgrund ihrer geringen Eigenfärbung, eine hohe Farbintensität und Brillanz einzelner Farbtöne“, erklärt Rudolf Kolb von der Caparol-Technik.
Bei PremiumColor handelt es sich um eine Beschichtung der Naßabriebbeständigkeitsklasse 1, die als farbtongleicher Schutz-Finish auf bereits mit Indeko-plus im gewünschten Farbton gestrichenen Oberflächen eingesetzt werden kann. Durch den Einsatz von PremiumColor wird die Strapazierfähigkeit einer Innenwandoberfläche erhöht und vor dem Schreibeffekt geschützt. Trotz stumpfmatter Oberfläche lassen sich mit PremiumColor gute Reinigungsergebnisse erzielen. Das Einsatzgebiet dieser Farbe ist sehr breit gefächert. Sie kann problemlos in hoch frequentierten Treppenhäusern, Aufenthaltsräumen, Industrie- und Produktionshallen und aufgrund der Desinfektionsmittelbeständigkeit auch in Kliniken und Krankenhäusern eingesetzt werden. Das Produkt ist emissionsminimiert und lösemittelfrei und kann somit selbst in Kinderzimmern und Kindergärten bedenkenlos verwendet werden. PremiumColor ist zur Zeit ausschließlich als Basismaterial erhältlich und muss vor der Verarbeitung im gewünschten Farbton über das ColorExpress-System abgetönt werden.