Ein zusätzlicher Vorteil dieser neuen Technologie ist durch ein sehr klar auftrocknendes und wasserfestes Bindemittel gegeben. Aufgrund der geringen Quellfähigkeit verändern sich dunkle bzw. kräftige Farbtöne nicht. Dadurch ist einerseits eine Vergrauung der Farbtöne durch das Bindemittel und andererseits ein Weißanlaufen bei Feuchte nicht mehr gegeben. Hierdurch wirken Farbtöne bei gleicher Pigmentzugabe deutlich brillanter. Gerade in der heutigen Fassadengestaltung ist diese Eigenschaft ein entscheidender Vorteil.
Fazit
Die neue Bindemittelgeneration wird in Zukunft die Dispersionstechnologie grundlegend ändern. Verschmutzungen werden deutlich gesenkt. Gerade in der vorteilhaften und seit Jahrzehnten erfolgreich bewährten Verbindung innerhalb der Siliconharztechnologie ergeben sich bauphysikalisch optimale, verschmutzungsresistente und farbkräftigere Beschichtungen. Dieser Vorteil wurde in Kombination mit den bestehenden, positiven Eigenschaften des Caparol-Clean-Conceptes wie der Nanotechnologie in Verbindung mit der Photokatalyse in den Produkten AmphiSilan und ThermoSan umgesetzt. Noch langlebigere, weniger verschmutzungsanfälligere und damit nachhaltige Beschichtungen werden den Kunden in leuchtenden Farben überzeugen. Die Verschiebung der Überarbeitungsintervalle um einige Jahre dankt der Hausbesitzer schließlich seinem Malerbetrieb durch Kundentreue.
In der Diskussion um wirkstofffreie Beschichtungen gegenüber Algen und Pilzen wird gerade die Bauphysik als entscheidender Einflußfaktor angesehen. Dieses ist in gewissem Umfang auch richtig und gilt sowohl für Silikat- als auch für Siliconharzfarben. Durch die Nano-Quarz-Gitter Technologie wird das nochmals positiv beeinflußt. Jedoch treten auch bei optimaler Verbesserung der bauphysikalischen Gegebenheiten auf der Gebäudeoberfläche Veralgungen und Verpilzungen auf, da Grenzen bei der Trockenhaltung von Fassaden gegeben sind. Fassaden, die lange genug Oberflächenfeuchte durch Regen oder Tau ausgesetzt sind, können durch rein bauphysikalische Verbesserungen nicht dauerhaft geschützt werden. Hier ist entsprechend dem heutigen Wissensstand nur durch biozide Wirkstoffe eine ausreichende Sicherheit in der temporären Verhinderung möglich. Viele Fassaden, die nicht zu lange der Feuchte ausgesetzt sind, können durch bauphysikalische Optimierung dauerhaft vor Befall geschützt werden. Es obliegt jedoch dem Handwerker, die jeweilige Situation vor Ort einzuschätzen und abzuwägen, ob dieses auch in den nächsten Jahren für einen sicheren Schutz ausreichend ist. Rechtliche Ansprüche von Bauherren gegenüber bauphysikalisch optimalen, aber nicht ausgerüsteten und damit auch nicht für den Einsatz gegen Algen- und Schimmelbefall ausgelobten Produkten werden dagegen nicht möglich werden. Hier bleibt zur Sicherheit nur die vom Hersteller gewährleistete Ausrüstung bei den entsprechend ausgelobten Fassadenfarben.
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