Wie wird Schimmelbefall professionell saniert?
Bevor Maßnahmen zur Sanierung getroffen werden, muß geklärt werden, woher die Feuchtigkeit stammt, die zum Schimmelpilzbefall geführt hat.
Um dem Schimmel die Lebensgrundlage zu entziehen, muß die Feuchtigkeitsursache durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden. Je nach Ursache kann dies sehr aufwendig und kostenintensiv sein, insbesondere wenn bauliche Maßnahmen am oder im Gebäude durchgeführt werden müssen. Dazu gehören z.B. Horizontal- oder Vertikalabdichtungen, wasserabweisende Beschichtungen an der Fassade und nicht selten wärmedämmende Maßnahmen.
Eine technische Beratung wird in diesen Fällen dringend empfohlen, um Folgeschäden zu vermeiden.
Wann ist der Einsatz von Anti-Schimmel-Farben sinnvoll? Anti-Schimmelfarben mit fungiziden Wirkstoffen dienen der Verhinderung eines (erneuten) Schimmelbefalls durch den Farbauftrag an schimmelgefährdeten Stellen. Eine anstrichtechnische Sanierung eines Schimmelpilzbefalls sollte jedoch erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn bauliche Sanierungsmaßnahmen aus wirtschaftlichen Gründen wie einem hohen baulichen Aufwand u.ä. nicht realisiert werden können.
Wie führt man eine Vorbehandlung und Beschichtung schimmelbefallener Flächen durch? Zwingend notwendig bei der Sanierung ist das gewissenhafte Beseitigen des vorhandenen Befalls und das Vermeiden eines vorzeitigen Neubefalls. Die Vorbehandlung darf dabei weder den Raumnutzer noch den Verarbeiter zusätzlich belasten.
- Gründliche Naßreinigung der befallenen Flächen.
- Gründliche Behandlung der Fläche mit einem bioziden Mittel wie Capatox oder FungiGrund zur Beseitigung von Restsporen in den Vertiefungen.
- Auftrag einer Anti-Schimmel-Innenfarbe nach ausreichender Trocknung des bioziden Mittels (üblicherweise am nächsten Tag). Ob dabei der Einsatz einer wirkstoffhaltigen Farbe notwendig ist, richtet sich nach der erwarteten Feuchtigkeitsbelastung auf der Fläche.
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