Was tun gegen Schimmelpilze in Innenräumen? Was tun gegen Schimmelpilze in Innenräumen?
Was ist Schimmel?
Was sind die Ursachen?

Wie können Sie Schimmelbefall vorbeugen?
Woran erkennen Sie Schimmelbefall?
Wie wird Schimmelbefall professionell saniert?
Was ist Schimmel?

Pilze sind allgegenwärtig vorkommende Mikroorganismen und halten zusammen mit anderen Kleinstlebewesen die globalen Stoffkreisläufe am Leben, indem sie tote Materie zersetzen und erneut als Nährstoffe für andere Lebewesen bereitstellen.
Ein unerwünschter Effekt ist dabei das Wachstum von Schimmelpilzen in Innenräumen, wo sie massive Probleme für die Bewohner verursachen können, denn sie stellen ein gesundheitliches Risiko dar. Vor allem Kinder und ältere oder kranke Menschen können mit toxischen bzw. allergischen Reaktionen auf Pilze reagieren.

Eine fachgerechte Sanierung pilzbefallener Flächen ist daher unumgänglich.


Was sind die Ursachen?

Pilze benötigen wie alle Lebewesen Wasser als Voraussetzung für ihre elementaren Lebensvorgänge wie Sporenbildung und Myzelwachstum. Daher ist die Grundvoraussetzung für einen Schimmelpilzbefall das Vorhandensein von Wasser bzw. erhöhter Feuchtigkeit.

Die Ursachen der Entstehung von Feuchtigkeit lassen sich in zwei wesentliche Gruppen einteilen, die auch sehr häufig in Kombination auftreten:

  • Konstruktionsbedingte Ursachen
  • Nutzerbedingte Ursachen 

Häufigste Ursachen für Feuchtigkeit und Schimmelpilzbefall:

Konstruktionsbedingte Ursachen
Schwachstellen an Gebäuden durch mangelnde Planung, Ausführung oder Verschleiß
Nutzerbedingte Ursachen
Meist unbewußtes Fehlverhalten der Raumnutzer
  • Fehlende Drainagen
  • Unzureichender Wärmeschutz der Außenwände
  • Wärmebrücken (konstruktive und geometrische Wärmebrücken)
  • Neubaufeuchte bei nicht ausreichender Trocknungsphase
  • Fehlende oder defekte Luftdichtung in sämtlichen Anschlußbereichen
  • Fehlende oder defekte Abdichtungen im erdberührenden Bereich
  • Preßfeuchtigkeit durch Leckagen in Wasserleitungen
  • Hangwasser (staut sich bei Regenfällen an der Gebäudemauer)
  • Ungedämmte Kaltwasserleitungen können Oberflächenkondensation erzeugen
  • Niederschlagsfeuchte an Fassaden ohne wasserabweisende Beschichtung
  • Defekte Terrassen- und Balkonanschlüsse
  • Rohrbrüche
  • Mangelnde Luftzirkulation hinter Einrichtungsgegenständen (z.B. Schränken)
  • Feuchtigkeitsanfall aufgrund von Wasserschäden
  • Unzureichendes bzw. falsches Lüften
  • Falsches Heizverhalten
  • Zu hohe Raumluftfeuchtigkeit
  • Falsches Lüften der Kellerräume
  • Plötzliche Nutzungsänderung der Räume

Wie können Sie Schimmelbefall vorbeugen?

Zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Schimmelpilzbefall gehört das richtige Lüften und Heizen. Durch regelmäßiges Lüften wird die feuchte Raumluft durch trockene, frische Außenluft ausgetauscht. Somit kann die relative Luftfeuchtigkeit innerhalb der Räume dauerhaft in einem unkritischen Bereich stabilisiert werden.

Lüftung durch Kippstellung der Fenster

Dauerlüften durch Kippstellung der Fenster ist nicht effizient und wenn überhaupt nur in der warmen Jahreszeit zu empfehlen.
In der kalten Jahreszeit führt die Kippstellung zu einem Auskühlen der Außenwände. Während die Frischluft in einige Wohnbereiche kaum vordringt, kühlen Wand-, Boden- und Deckenflächen in Fensternähe bedenklich aus. An diesen Stellen ist mit Kondenswasserbildung bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit zu rechnen. Zudem geht auf diese Weise viel Heizenergie verloren.

Stoß- und Querlüftung

Die beste Art zu lüften, ist die so genannte Stoßlüftung – bei weit geöffnetem Fenster und möglichst auch mit Durchzug von einem Fenster zum anderen quer durch die ganze Wohnung.
Je kälter dabei die Außentemperatur ist, desto kürzer kann die Lüftungszeit sein. Bei kalten Außentemperaturen sollte die Stoßlüftung nicht zu lange dauern, um ein zu starkes Auskühlen zu vermeiden.
In der nebenstehenden Tabelle ist eine Faustregel für die Lüftungszeit im Laufe eines Jahres dargestellt. Erfahrungsgemäß sollte ein Raum mindestens 3 – 4 mal täglich durch Stoßlüftung gelüftet werden.


Richtiges Heizen


Heizen hat großen Einfluß auf die Entstehung von Feuchtigkeit und die damit verbundene Schimmelpilzbildung in Innenräumen. Zum einen kann erwärmte Raumluft mehr Feuchtigkeit aufnehmen, zum anderen wird die Gefahr von Kondenswasserbildung an temperierten Außenwänden minimiert.
Wichtige Grundregel beim Heizen ist, daß alle Räume ausreichend und vor allem kontinuierlich geheizt werden. In allen Räumen sollte die Heizung auf niedriger Stufe ständig in Betrieb sein. Empfehlenswert sind Raumtemperaturen um 20°C, in Bad und Wohnzimmer etwas mehr, im Schlafzimmer eher etwas weniger. Eine Kombination aus richtigem Lüften und Heizen kann die Schimmelbildung in Innenräumen verhindern.

Woran erkennen Sie Schimmelbefall?

Schimmelpilze entwickeln sich oft im Verborgenen. Erste Hinweise sind ein modriger, muffiger Geruch oder dunkle Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar.

An bunten oder verschmutzten Oberflächen werden diese Flecken nicht immer sofort erkannt. Andererseits können auch herkömmliche Verschmutzungen oder Verfärbungen fälschlicherweise für Schimmelflecken gehalten werden.

Um in diesen Fällen Gewißheit zu erlangen, sollte ein Gutachter oder ein sachkundiger Fachunternehmer herangezogen werden. Diese Spezialisten können den Schimmelpilz und die davon ausgehende Gefahr erkennen und beurteilen. Ein geeignetes Hilfsmittel um festzustellen, ob Schimmelpilzbefall vorliegt oder nicht, stellt dabei das Schimmeltestpaket dar.

Mehr zum Schimmeltestpaket
Wie wird Schimmelbefall professionell saniert?

Bevor Maßnahmen zur Sanierung getroffen werden, muß geklärt werden, woher die Feuchtigkeit stammt, die zum Schimmelpilzbefall geführt hat.

Um dem Schimmel die Lebensgrundlage zu entziehen, muß die Feuchtigkeitsursache durch geeignete Maßnahmen beseitigt  werden. Je nach Ursache kann dies sehr aufwendig und kostenintensiv sein, insbesondere wenn bauliche Maßnahmen am oder im Gebäude durchgeführt werden müssen. Dazu gehören z.B. Horizontal- oder Vertikalabdichtungen, wasserabweisende Beschichtungen an der Fassade und nicht selten wärmedämmende Maßnahmen.

Eine technische Beratung wird in diesen Fällen dringend empfohlen, um Folgeschäden zu vermeiden.

Wann ist der Einsatz von Anti-Schimmel-Farben sinnvoll?
Anti-Schimmelfarben mit fungiziden Wirkstoffen dienen der Verhinderung eines (erneuten) Schimmelbefalls durch den Farbauftrag an schimmelgefährdeten Stellen. Eine anstrichtechnische Sanierung eines Schimmelpilzbefalls sollte jedoch erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn bauliche Sanierungsmaßnahmen aus wirtschaftlichen Gründen wie einem hohen baulichen Aufwand u.ä. nicht realisiert werden können.

Wie führt man eine Vorbehandlung und Beschichtung schimmelbefallener Flächen durch?
Zwingend notwendig bei der Sanierung ist das gewissenhafte Beseitigen des vorhandenen Befalls und das Vermeiden eines vorzeitigen Neubefalls. Die Vorbehandlung darf dabei weder den Raumnutzer noch den Verarbeiter zusätzlich belasten.
  1. Gründliche Naßreinigung der befallenen Flächen.
  2. Gründliche Behandlung der Fläche mit einem bioziden Mittel wie Capatox oder FungiGrund zur Beseitigung von Restsporen in den Vertiefungen.
  3. Auftrag einer Anti-Schimmel-Innenfarbe nach ausreichender Trocknung des bioziden Mittels (üblicherweise am nächsten Tag). Ob dabei der Einsatz einer wirkstoffhaltigen Farbe notwendig ist, richtet sich nach der erwarteten Feuchtigkeitsbelastung auf der Fläche.

Capatox

Verarbeitungsfertige Mikrobiozid-Lösung zum Entfernen von Algen-, Moos- und Schimmelbefall.
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FungiGrund

Desinfizierender Tiefgrund zur Reinigung von Algen-, Pilz- und Schimmelbefall auf porösen, saugfähigen Untergründen.

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Indeko-W

Matte Kunstharz-Innenfarbe für hochwertige Sanierungsanstriche auf schimmelbefallenen und schimmelgefährdeten Flächen sowie zur Unterstützung der Raumhygiene.
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Fungitex-W

Spezielle seidenmatte Latexfarbe mit fungizider und bakterizider Langzeitwirkung.





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Malerit-W

Lösemittelfreie matte Innenfarbe für Sanierungsanstriche mit fungizider und bakterizider Wirkung.





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