Architekturpreis Farbe-Struktur-Oberfläche Architekturpreis Farbe-Struktur-Oberfläche
Die zugehörige Pressemitteilung zum Architekturpreis 2008 finden Sie
Für die Sanierung des Hessischen Staatstheaters in Darmstadt wurde das Stuttgarter Büro Lederer+Ragnarsdóttir+Oei mit dem Architekturpreis Farbe – Struktur – Oberfläche ausgezeichnet. Verspielt gibt sich die Galerie zum Großen Haus: Die Beleuchtung besteht aus schwebenden, subtil farbigen Deckensegeln, die den Raum illuminieren. Die tiefschwarze Decke darüber gibt dem großen Raum Halt und eine eigenartige Weite.
Foto: Roland Halbe/Caparol Farben Lacke Bautenschutz
Weiße Flächen und goldene Akzente finden sich auch an den geöffneten Tageskassen – und erzeugen eine, dem Staatstheater angemessene Erhabenheit des Raumes. Wände und Decken sind mit den Dispersionsfarben Indeko-plus und Amphibolin beschichtet; außerdem kamen hoch- und seidenglänzende Capalac-Produkte zum Einsatz.
Foto: Roland Halbe

Für das Stadthaus Zurlindenstraße in Zürich erhielten huggen_berger architekten (Zürich) den Caparol-Architekturpreis. Der Baukörper nimmt in hohem Maße die Bezüge zur Nachbarbebauung auf. Mit großer Sorgfalt wurde die Fassade gestaltet, die Keramikplatten wurden eigens für dieses Projekt produziert und lassen den Baukörper wie in einem rohseidenen Anzug erscheinen.
Foto: Beat Bühler

Für die Interiorgestaltung des „Hair Studio Andreas K“ in Wien bekam Denis Kosutic den Architekturpreis. Die Veränderung eines Raumes mit nur wenigen Mitteln und insbesondere die Vervielfältigung des Raumes durch unterschiedliche Spiegel beeindruckten. Die Jury würdigte insbesondere die Vielschichtigkeit, mit der die Arbeit ausgeführt wurde.
Foto: Lea Titz

Mit dem M-Preis Feinkostladen in der Innenstadt von Imst realisierten die Architekten Julia Fügenschuh und Christof Hrdlovics einen herausragenden Ladentypus, für den die Jury eine lobende Erwähnung aussprach. Das dominierende Gestaltungselement ist die messingfarbene Decke. Sie gibt dem Laden und den Waren eine Wertigkeit, die meilenweit weg ist von der ‚Geiz ist Geil’-Mentalität.
Foto: Günter R. Wett

Die Werkerweiterung der Fensterfabrik Baumgartner in Hagendorn der Architekten Graber und Steiger erhielt ebenfalls eine lobende Erwähnung. Das Gebäude befindet sich an der Schnittstelle zwischen Siedlungsgebiet und Landschaftsraum. Farbe, Struktur und Oberfläche werden bei dieser Arbeit in einen subtilen Zusammenhang zu Architektur, Landschaft und den Jahreszeiten gesetzt. „Transparenz, Transluzenz in Verbindung mit der sanften Reflexion der Fassaden geben dem Gebäudeensemble“, so die Jury, „eine fast geheimnisvolle Ausstrahlung.“
Foto: Dominique Marc Wehrli

Beim Architekturpreis Farbe – Struktur – Oberfläche erhielten Lischer Partner Architekten Planer gemeinsam mit Truecolour eine lobende Erwähnung. Mit dem Wohnpark Schönegg nahmen sie sich des vorstädtischen Wildwuchses an. Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei wurden vier Wohnhäuser in subtil nuancierten Grün- und Violett-Tönen mit einer tarnenden Farbigkeit überzogen, welche die Gebäude mit geringem Aufwand verorten.
Foto: Andri Stadler

Für die Realisierung eines außergewöhnlichen orientalischen Bades in einem denkmalgeschützten Trafo-Gebäude bekam das Planungsteam um Ushi Tamborriello eine lobende Erwähnung. Das klassische Vorbild des Hamams wurde bewußt immer wieder gebrochen und am industriellen Umfeld und der Moderne reflektiert. Entstanden sind mystische Räume, die um dasselbe Thema kreisen: Das Zelebrieren eines Baderituals, das Körper und Seele reinigt.
Foto: Jochen Splett