Alle mineralischen und keramischen Untergründe sowie starre 2K-Beschichtungen im Innenbereich. Der Untergrund muß tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb oder sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein. Zementöse, kunststoffvergütete Ausgleichsmassen sind auf ihre Beschichtungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen. Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muß im Mittel mindestens 1,5 N/mm2 betragen, der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten.
Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben.
Beton und Zementestrich: max. 4 Gew.-%
Anhydritestrich: max. 0,5 Gew.-%
Magnesitestrich: 2–4 Gew.-%
Steinholzestrich: 4–8 Gew.-%
Untergrund durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. Kugelstrahlen oder Fräsen so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforderungen erfüllt. Glänzende keramische Oberflächen und starre 2K-Beschichtungen anschleifen bzw. matt strahlen. Ausbruch- und Fehlstellen im Untergrund mit den Disbocret® PCC-Mörteln oder den Disboxid EP-Mörteln verfüllen.
Disbopox 453 VerlaufschichtZunächst Härter und Grundmasse separat aufrühren. Anschließend Härter der Grundmasse zugeben und mit einem langsam laufenden Rührwerk (400 U/min.) intensiv mischen, bis eine homogene, schlierenfreie Masse entsteht. Das angemischte Material in ein Mischgefäß geben (umtopfen) und unter gründlichem Rühren die erforderliche Sand- bzw. Wassermenge zugeben und mischen, bis eine klumpenfreie, homogene Mischung entsteht.
| Mischungsverhältnis |
Grundmasse Härter |
9 Gew.-Teile 1 Gew.-Teil |
Grundbeschichtung Streichauftrag Disbopox 453 Verlaufschicht ungefüllt |
ungefüllt * |
Kratzspachtelung und Verlaufmörtel Disbopox 453 Verlaufschicht Wasser Disboxid 942 Mischquarz |
100 Gew.-Teile max. 2 Gew.-Teile 20 Gew.-Teile |
Reparaturmörtel Disbopox 453 Verlaufmörtel Disboxid 946 Mörtelquarz |
1 Gew.-Teil 5 Gew.-Teile |
* Das Material kann zur Einstellung der Verarbeitungskonsistenz mit max. 2 Gew.-% Wasser verdünnt werden.
Disboxid 958 StoneColor:
Das Material ist gebrauchsfertig. Für zusammenhängende Flächen nur Schiefersplitt einer Produktionscharge verwenden.
Disbopur 458 PU-AquaSiegel:
Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen.
Grundbeschichtung
Mineralische Untergründe:Disbopox 453 Verlaufschicht mit der Versiegelerbürste gleichmäßig satt auftragen und einarbeiten.
Verbrauch*:
Disbopox 453 Verlaufschicht ca. 500–800 g/m
2Alternativ kann Disbopox 443 EP-Imprägnierung flutend mit einer glatten Gummirakel aufgetragen werden. Evtl. entstehende Materialpfützen mit einer mittelflorigen Walze oder Versiegelerbürste nacharbeiten. Detaillierte Informationen siehe TI 443.
Keramische Untergründe:Disbopox 453 Verlaufschicht mit einer Bürste auftragen.
Hinweis: Keramische Beläge weisen sehr unterschiedliche Oberflächen auf, deshalb muß die Haftung der Grundierung durch eine Musterlegung überprüft werden. Vor dem Auftragen der Beschichtung müssen die Belagsfugen vorgespachtelt werden.
Verbrauch*:
Disbopox 453 Verlaufschicht ca. 500–800 g/m
2Kratzspachtelung (Bedarfsposition)Rauhe, porige Untergründe nach der Grundierung mit einer Kratzspachtelung egalisieren. Bei mechanisch vorbehandelten Magnesit-Estrichen (Steinholzböden) eine Kratzspachtelung aufbringen, da sie extrem offenporig sind.
Verbrauch**:
Disbopox 453 Verlaufschicht ca. 1.040–1.200 g/mm/m
2Disboxid 942 Mischquarz ca. 210–240 g/mm/m
2Zwischenbeschichtung mit FarbgestaltungDen angemischten Verlaufmörtel aus Disbopox 453 Verlaufschicht und Disboxid 942 Mischquarz auf die grundierte und ggf. gespachtelte Fläche gießen und mit einer Hartgummi-Zahnrakel (Dreieckzahnung 8 mm)** gleichmäßig verteilen. Anschließend mit einer Entlüftungswalze im Kreuzgang nacharbeiten.
Verbrauch*:
Disbopox 453 Verlaufschicht ca. 1.600 g/mm/m
2Disboxid 942 Mischquarz ca. 320 g/mm/m
2
| Hinweis: Ein Mindestverbrauch von 3,5 kg/m2 darf nicht unterschritten werden, da sonst Verlaufstörungen auftreten können. |
In die frisch entlüftete Beschichtung Disboxid 958 StoneColor mit einer Trichterpistole (Flüstertüte, Fa. Putzmeister), ca. 2 bar Arbeitsdruck, Düsengröße 6 mm, einblasen. Die frische Beschichtung kann dazu mit Nagelschuhen begangen werden. Der Schiefersplitt ist gleichmäßig, nicht im Überschuß, in einem Arbeitsgang aufzubringen. Abgegrenzte Flächen sollten immer in einem Zug bearbeitet werden, um Ansätze zu vermeiden. An aufgehenden Bauteilen parallel dazu einspritzen. In Ecken Druck reduzieren, um Anhäufungen des Schiefersplittes zu vermeiden.
Verbrauch*:
Disboxid 958 StoneColor ca. 700–900 g/m
2VersiegelungLosen Schiefersplitt durch Abkehren und Absaugen entfernen, hochstehenden Schiefersplitt mit Spachtel abstoßen, anschließend Disbopur 458 PU-AquaSiegel gleichmäßig im Kreuzgang mit einer mittelflorigen Walze auf die Zwischenbeschichtung auftragen. Je nach Abstreuung kann ein zweiter Arbeitsgang zur vollständigen Einbindung / Kuppenabdeckung des Schiefersplitts erforderlich sein.
Verbrauch*:
Disbopur 458 PU-AquaSiegel ca. 130 g/m
2 je Auftrag
* ** |
Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln. Hierbei handelt es sich um eine Empfehlung. Die Zahngröße ist abhängig von der Verschleißfestigkeit der Rakel, Temperatur, Füllgrad und Untergrundgegebenheiten. |
Disbopox 453 Verlaufschicht:
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur mind. 10 °C, max. 25 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit muß zwischen 40 % und max. 80 % liegen. Werte außerhalb dieses Bereiches können evtl. zu optischen Beeinträchtigungen der Oberfläche führen. Die Untergrundtemperatur sollte immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Disbopur 458 PU-AquaSiegel:
Produkt nicht unter 10 °C oder unterhalb der Taupunkttemperatur verarbeiten, da sonst dauerhaft weiße Verfärbungen auftreten.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit sind die Systemprodukte nach 16–24 Std. überarbeitbar. Die Versiegelung ist nach 1 Tag begehbar, nach 3 Tagen mechanisch belastbar und nach 7 Tagen völlig ausgehärtet. Sie ist nach Auftrag mindestens 24 Std. vor Feuchtigkeit zu schützen, da ansonsten dauerhafte weiße Verfärbungen auftreten.
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser oder warmem Seifenwasser.