Mineralischen und keramischen Untergründe sowie verträgliche 2K-Beschichtungen. Der Untergrund muß tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb oder sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Fliesen und zementöse, kunststoffvergütete Ausgleichsmassen sind auf ihre Beschichtungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen.
Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muß mindestens 1,5 N/mm2 betragen. Der Feuchtigkeitsgehalt von zementgebundenen Untergründen darf 4 Gew.-% nicht überschreiten (dies gilt auch für Estriche unter vorhandenen Fliesen). Eine Hinterfeuchtung ist auszuschließen.
Untergrund durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. Kugelstrahlen oder Fräsen so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforderungen erfüllt. 1K-Altanstriche prinzipiell entfernen.
Glasierte Untergründe und 2K-Beschichtungen anschleifen bzw. matt strahlen. Ausbruch- und Fehlstellen im Untergrund mit den Disbocret® PCC-Mörteln oder den Disboxid EP-Mörteln verfüllen.
Disboxid 420 E.MI Primer:
Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals mischen, bis ein schlierenfreier, gleichmäßiger Farbton entsteht.
Disboxid 448 Elastikschicht:
Grundmasse aufrühren und Härter zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals mischen, bis ein schlierenfreier, gleichmäßiger Farbton entsteht. Notwendige Menge Disboxid 942 Mischquarz zugeben und mischen, bis eine homogene Masse entsteht.
Disboxid 958 StoneColor:
Das Material ist gebrauchsfertig. Für zusammenhängende Flächen nur Schiefersplitt einer Produktionscharge verwenden.
Disbopur 458 PU-AquaSiegel:
Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen.
GrundbeschichtungSaugfähige, mineralische Untergründe Mit Disboxid 420 E.MI Primer flutend grundieren.
Verbrauch*: Disboxid 420 E.MI Primer: ca. 200–400 g/m
2Die frische Grundierung vollflächig mit Disboxid 942 Mischquarz absanden.
Verbrauch*: Disboxid 942 Mischquarz: ca. 1.500–2.000 g/m
2Keramische Untergründe
Mit Disboxid 448 Elastikschicht unter Zusatz von ca. 2 Gew.-% Disboxid 952 Stellmittel zum Ausgleich der Fliesenfugen vorspachteln.
Verbrauch*: ca. 500–1.000 g/m
2 je nach Fugenart
Hinweis: Keramische Beläge weisen sehr unterschiedliche Oberflächen auf, deshalb muß die Haftung durch eine Musterlegung überprüft werden.
Kratzspachtelung (Bedarfsposition)Rauhe, porige mineralische Untergründe nach der Grundierung mit einer Kratzspachtelung egalisieren.
Verbrauch*:
Disboxid 420 E.MI Primer: ca. 660 g/m
2/mm
Disboxid 942 Mischquarz: ca. 1.000 g/m
2/mm
Die frische Kratzspachtelung vollflächig mit Disboxid 942 Mischquarz absanden.
Verbrauch*: Disboxid 942 Mischquarz: ca. 1.500–2.000 g/m
2Zwischenbeschichtung mit FarbgestaltungDie mit Disboxid 942 Mischquarz gefüllte Disboxid 448 Elastikschicht (Farbton Mittelgrau) auf die grundierte Fläche giessen und mit der Glättkelle oder einer Zahnkelle (Dreieckzahnung 4 mm)** gleichmäßig verteilen. Nach einer Wartezeit von ca. 10 Minuten gleichmäßig mit einer Stachelwalze im Kreuzgang entlüften.
Verbrauch*:
Disboxid 448 Elastikschicht: ca. 2.000 g/m
2Disboxid 942 Mischquarz: ca. 400 g/m
2
In die frisch entlüftete Beschichtung Disboxid 958 StoneColor mit einer Trichterpistole (Flüstertüte, Fa. Putzmeister), ca. 2 bar Arbeitsdruck, Düsengröße 6 mm, einblasen. Die frische Beschichtung kann dazu mit Nagelschuhen begangen werden. Der Schiefersplitt ist gleichmäßig, nicht im Überschuß, in einem Arbeitsgang aufzubringen. Abgegrenzte Flächen sollten immer in einem Zug bearbeitet werden, um Ansätze zu vermeiden. An aufgehenden Bauteilen parallel dazu einspritzen. In Ecken Druck reduzieren, um Anhäufungen des Schiefersplittes zu vermeiden. Nicht bei starkem Wind arbeiten. Nicht auf vertikalen Flächen applizierbar.
Verbrauch*: Disboxid 958 StoneColor: ca. 700–900 g/m2
Versiegelung
Losen Schiefersplitt durch Abkehren und Absaugen entfernen, hochstehenden Schiefersplitt mit Spachtel abstoßen, anschließend Disbopur 458 PU-AquaSiegel gleichmäßig im Kreuzgang mit einer mittelflorigen Walze auf die Zwischenbeschichtung auftragen. Je nach Abstreuung kann ein zweiter Arbeitsgang zur vollständigen Einbindung des Schiefersplitts erforderlich sein.
Verbrauch*: Disbopur 458 PU-AquaSiegel: ca. 130 g/m2 je Auftrag
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Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln. |
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Hierbei handelt es sich um eine Empfehlung. Die Zahngröße ist abhängig von der Verschleißfestigkeit der Rakel, Temperatur, Füllgrad und Untergrundgegebenheiten. |
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 10 °C, max. 30 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur sollte immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit sind die Systemprodukte nach 16–24 Std. überarbeitbar. Die Versiegelung ist nach 1 Tag begehbar, nach 3 Tagen mechanisch belastbar und nach 7 Tagen völlig ausgehärtet. Sie ist nach Auftrag mindestens 24 Std. vor Feuchtigkeit zu schützen, da ansonsten dauerhafte weiße Verfärbungen auftreten.
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen Geräte mit geeigneten Mitteln (siehe Tabelle) reinigen.
| Produkt |
Verdünner |
Disboxid 420 E.MI Primer Disboxid 448 Elastikschicht |
Disboxid 419 Verdünner |
| Disbopur 458 PU-AquaSiegel |
Wasser oder warmes Seifenwasser |