Beton, Zementestrich sowie keramische Beläge.
Der Untergrund muß tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Zementöse, kunststoffvergütete Ausgleichsmassen sind auf ihre Beschichtungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen.
Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muß im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten. Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben (Beton und Zementestrich max. 4 Gew.-%). Aufsteigende Feuchtigkeit ist auszuschließen.
Mineralische UntergründeUntergrund durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Kugelstrahlen oder Fräsen so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforderungen erfüllt. 1K-Altanstriche und lose 2K-Beschichtungen sind prinzipiell zu entfernen. Glasartige Oberflächen und starre 2K-Beschichtungen reinigen, anschleifen bzw. matt strahlen oder mit Disbon 481 EP-Uniprimer grundieren.
| Hinweis: Zur Beurteilung der Haftung auf Polyesterbeschichtungen sind vor Ausführung der Beschichtungsarbeiten prinzipiell Musterflächen anzulegen. |
Ausbruch- und Fehlstellen im Untergrund mit den Disbocret®-PCC-Mörteln oder den Disboxid EP-Mörteln oberflächenbündig verfüllen.
Keramische Untergründe
Untergrund gründlich reinigen und durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Schleifen oder Kugelstrahlen so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforderungen erfüllt.
Grundmasse aufrühren und Härter zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen.
Grundmasse : Härter = 4 : 1 Gewichtsteile
Mit Glättkelle oder Hartgummi-Zahnrakel.
Grundbeschichtung
Saugfähige mineralische Untergründe:
Mit Disboxid 420 E.MI Primer flutend grundieren. Bei sehr rauhen Untergründen ist eine zusätzliche Kratzspachtelung erforderlich mit
Disboxid 420 E.MI Primer: 100 Gew.-%
Disboxid 942 Mischquarz: 150 Gew.-%
Die frische Grundierung bzw. Kratzspachtelung sofort vollflächig und deckend mit Disboxid 942 Mischquarz absanden.
Keramische Untergründe:
Mit Disboxid 448 Elastikschicht unter Zusatz von ca. 2 Gew.-% Disboxid 952 Stellmittel zum Ausgleich der Fliesenfugen vorspachteln.
Gerissene Untergründe:
Angemischtes Material auftragen und in die frische Beschichtung ein geeignetes Gewebe (z.B. Firma Kobau, Glasgittergewebe 5/5) mind. 5 cm überlappend einbetten. An senkrechten Flächen ist Disboxid 448 Elastikschicht mit ca. 3–4 Gew.-% Disboxid 952 Stellmittel spachtelfähig einzustellen.
Beschichtung
Angemischtes Material auf die Fläche gießen. Mit der Glättkelle gleichmäßig verteilen. Zur vollständigen Entlüftung nach ca. 10 Min. mit der Stachelwalze abrollen. Mindestschichtdicke: 1 mm. Je nach vorhandener Rißbreite können höhere Schichtdicken erforderlich sein.
Beschichtung unter Fliesen
Auf die Beschichtung zusätzlich innerhalb von 20 bis 24 Stunden Disboxid 448 Elastikschicht mit einer Glättkelle gleichmäßig auftragen, mit der Stachelwalze entlüften und anschließend vollflächig im Überschuß mit Disboxid 943 Einstreuquarz absanden. Vor Verlegung der Fliesen den überflüssigen Sand abkehren.
Alternative Oberflächengestaltungen
Chipseinstreuung:
Disboxid 948 Color-Chips in die frische Beschichtung einstreuen und die Oberfläche glatt oder rutschhemmend mit Disbothan 446 PU-Klarschicht (siehe TI 446) versiegeln.
Multicolor-System:
Aufbau des Multicolor-Systems für Balkone, Terrassen und Laubengänge siehe System-Merkblatt.
Stonecolor-System:
Aufbau des Stonecolor-Systems für Balkone, Terrassen und Laubengänge siehe System-Merkblatt.
| Fliesenfugenspachtelung |
Disboxid 448 Elastikschicht Disboxid 952 Stellmittel |
ca. 500–1.000 g/m2 ca. 10–20 g/m2 |
| Beschichtung |
| Disboxid 448 Elastikschicht |
ca. 1,34 kg/mm/m2 |
| Beschichtung unter Fliesen |
Disboxid 448 Elastikschicht Disboxid 943 Einstreuquarz |
ca. 1,0 kg/m2 ca. 2–3 kg/m2 |
| Oberflächengestaltungen |
1. Chipseinstreuung Disboxid 948 Color-Chips |
ca. 30 g/m2 |
Rutschhemmende Versiegelung Disbothan 446 PU-Klarschicht Disbon 947 SlideStop Rough Disbocolor 499 Verdünner |
ca. 150 ml/m2 ca. 15 g/m2 ca. 8–15 ml/m2 |
3. Glatte Versiegelung Disbothan 446 PU-Klarschicht |
ca. 150 ml/m2 |
Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 1 Stunde.
Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 10 °C, max. 30 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur sollte immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Die Wartezeiten zwischen den Arbeitsgängen sollten bei 20 °C mind. 16 und max. 24 Stunden betragen.
Bei längeren Wartezeiten muß die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges angeschliffen werden, wenn sie nicht abgesandet wurde. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt und durch niedrigere verlängert.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 16 Stunden begehbar, nach ca. 3 Tagen mechanisch belastbar, nach ca. 7 Tagen völlig ausgehärtet.
Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozesses (ca. 16 Stunden bei 20 °C) aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Disboxid 419 Verdünner.