Alle mineralischen Untergründe.
Der Untergrund muß tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Zementöse, kunststoffvergütete Ausgleichsmassen sind auf ihre Beschichtungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen. Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muß im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unterschreiten.Die Untergründe müssen ihre Ausgleichsfeuchte erreicht haben:
Beton und Zementestrich: max. 4 Gew.-%
Anhydritestrich: max. 0,5 Gew.-%
Magnesitestrich: 2–4 Gew.-%
Steinholzestrich: 4–8 Gew.-%
Aufsteigende Feuchtigkeit ist auszuschließen, bei Anhydrit- und Magnesitestrich ist eine Abdichtung gegen Erdreich zwingend erforderlich.
Untergrund durch geeignete Maßnahmen wie z.B. Kugelstrahlen oder Fräsen so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforderungen erfüllt. Ausbruch- und Fehlstellen im Untergrund mit den Disbocret®-PCC-Mörteln oder den Disboxid EP-Mörteln oberflächenbündig verfüllen.
Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen (Umtopfen).
Wenn das Material pigmentiert werden soll, wird zuerst der Grundmasse die Farbpaste (1 Folienbeutel Disboxid 980 NEFA®POX-Farbpaste auf 20 kg Disboxid 461 EP-Grund TS) zugegeben und aufgerührt.
Grundmasse : Härter = 2 : 1 Gewichtsteile
Je nach Anwendung mit Gummirakel, Versiegelerbürste, Walze oder Glättkelle.
GrundbeschichtungAngemischtes Material auf die Fläche gießen und mit dem Gummirakel gleichmäßig verteilen. Zur Vermeidung von Glanzstellen das verteilte Material mit einer mittelflorigen Walze oder einer Versiegelerbürste nacharbeiten. Bei schwach saugenden Untergründen oder bei tiefen Temperaturen kann das Material bis max. 15 Gew.-% mit Disboxid 419 Verdünner verdünnt werden. In diesem Fall ist für ausreichende Be- und Entlüftung zu sorgen.
KratzspachtelungEbene, feinrauhe UntergründeSpachtelmasse herstellen aus
Disboxid 461 EP-Grund TS, 1 Gew.-Teil
Disboxid 942 Mischquarz, 1,5 Gew.-Teilen
Unebene, rauhe UntergründeSpachtelmasse herstellen aus
Disboxid 461 EP-Grund TS, 1 Gew.-Teil
Quarzsand 1,5 Gew.-Teilen
(Disboxid 942 Mischquarz + Disboxid 943 Einstreuquarz 1 : 1 gemischt)
Spachtelmasse auf die grundierte Fläche gießen. Mit der Glättkelle gleichmäßig verteilen. Anschließend mit der Stachelwalze entlüften. Sehr porige und rauhe Untergründe vor dem Auftragen der Spachtelung mit Disboxid 461 EP-Grund TS grundieren.
| Hinweis: Die frische Grundierung oder Kratzspachtelung muß generell im Überschuß abgesandet werden, um aufgrund der schnellen Härtung sicheren Haftverbund zu nachfolgenden Schichten zu erhalten. |
| Deckbeschichtung |
Abstreuquarz für Disboxid 461 EP-Grund TS |
| Rollbeschichtung, glatt 1) |
Disboxid 942 Mischquarz |
| Rollbeschichtung, rutschhemmend 2) |
Disboxid 943/944 Einstreuquarz |
| Verlaufbeschichtung, Verlaufmörtel, Einstreubelag |
Disboxid 942 Mischquarz |
1) Deckbeschichtung in 2 Arbeitsgängen mit insgesamt mind. 800 g/m2 aufbringen.
2) Deckbeschichtung je nach gewünschter Griffigkeit in 1–2 Arbeitsgängen auftragen.
Mörtel für Ausbruchstellen
Bodenflächen mit Disboxid 461 EP-Grund TS grundieren. Mörtel herstellen aus
Disboxid 461 EP-Grund TS, 1 Gew.-Teil
Disboxid 946 Mörtelquarz, 10 Gew.-Teilen
Den Mörtelquarz in einen Zwangsmischer füllen und das angemischte Bindemittel bei laufendem Mischer zugeben. Material intensiv mischen.
Den Mörtel naß in naß auf die frische Grundierung auftragen, verdichten und anschließend mit der Kunststoff- oder Edelstahlkelle glätten.
Vor einer evtl. Überarbeitung den Mörtel mit Disboxid 461 EP-Grund TS unter Zugabe von ca. 2 Gew.-% Disboxid 952 Stellmittel abporen bzw. grundieren.
| Hinweis: Grundbeschichtung und Mörtel müssen grundsätzlich im Überschuß abgesandet werden. |
| Grundbeschichtung |
ca. 200–400 g/m2 |
Kratzspachtelung für feinrauhe, ebene Untergründe |
Disboxid 461 EP-Grund TS Disboxid 942 Mischquarz |
ca. 660 g/mm/m2 ca. 1 kg/mm/m2 |
| für rauhe, unebene Untergründe |
Disboxid 461 EP-Grund TS Disboxid 942 Mischquarz Disboxid 943 Einstreuquarz |
ca. 660 g/mm/m2 ca. 500 g/mm/m2 ca. 500 g/mm/m2 |
| Mörtel für Ausbruchstellen |
Disboxid 461 EP-Grund TS Disboxid 946 Mörtelquarz |
ca. 190 g/mm/m2 ca. 1,9 kg/mm/m2 |
| Absandung |
| Disboxid 942 Mischquarz |
ca. 1,5–2 kg/m2 |
Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 15 Minuten. Bei 5 °C ca. 40 Minuten.
Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 3 °C, max. 25 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur sollte immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Die Wartezeiten zwischen den Arbeitsgängen sollten bei 20 °C mind. 5 Stunden betragen. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt und durch niedrigere verlängert.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 5–6 Stunden begeh-/überarbeitbar, nach ca. 1 Tag mechanisch belastbar, nach ca. 2 Tagen völlig ausgehärtet.
Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozesses (ca. 5 Std. bei 20 °C) aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Disboxid 419 Verdünner.