Festhaftende, harte bis zähharte PUR- und EP-Beschichtungen und -Beläge mit eingestreuten Chips sowie die Disboxid MultiColor-, StoneColor- und ArteFloor-Systeme.
Der Untergrund muß trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Auf Wandflächen auch auf Caparol-SeidenLatex ELF und Caparol Latex Satin 20 bei hellen Farbtönen mit einem Hellbezugswert von ca. 100 – 60. Auf Capaver® Glasgewebe werden besonders robuste Oberflächen erreicht. Der Einsatz auf Glasgewebe anderer Hersteller kann zur leichten Vergilbung führen.
Untergrund durch geeignete Maßnahmen wie z.B. gründliches Abkehren und Absaugen (insbesondere bei abgechipsten Flächen) so vorbereiten, daß er die aufgeführten Anforderungen erfüllt.
Altbeschichtungen sind so anzuschleifen, daß eine matte Oberfläche entsteht. Keine groben Schleifmittel verwenden, um Kratzer zu vermeiden. Neu aufgetragene Reaktionsharz-Beschichtungen am nächsten Tag versiegeln.
Bei kühleren Temperaturen unbedingt die Überarbeitungszeiten beachten! Bei längeren Wartezeiten muß die Beschichtung leicht, mit feiner Körnung, angeschliffen werden. Bei niedrigen Temperaturen kann entsprechend länger gewartet werden. Wasserverdünnbare Reaktionsharzsysteme müssen ausreichend abgetrocknet sein.
| Bitte beachten: Bei Anwendung als Deckversiegelung auf Disboxid 437 EP-Klarschicht muß eine Grundreinigung mit Grundreiniger R*, Dr. Schutz oder GR-S*, TANA Chemie, unverdünnt erfolgen. Für die Grundreinigung von Disboxid 437 EP-Klarschicht sind die Trockenzeiten zu beachten. |
Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/ min.) intensiv mischen, bis ein schlierenfreier und gleichmäßiger Farbton entsteht. In ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen.
Grundmasse : Härter = 5 : 1 Gewichtsteile
Das Material kann gestrichen oder gerollt werden (mit texturiertem Poyamid-Roller, z.B. Rotanyl Maler-Walze 8 mm, Florhöhe 11 mm, Fa. Rotaplast).
Für eine gleichmäßige Optik immer frisch in frisch arbeiten. Beim Rollen des Materials ist darauf zu achten, daß in gleichmäßigen Bahnen gearbeitet wird, um Rollspuren zu vermeiden.
Glatte Oberfläche
Das Material einfach gleichmäßig im Kreuzgang dünnschichtig auftragen. Zusammenhängende Flächen in einem Zug versiegeln, um sichtbare Ansätze zu vermeiden.
Rutschhemmende Oberfläche
Dem Material 2–3 Gew.-% Disbon 947 SlideStop Fine zufügen, gründlich untermischen und wie unter Glatte Oberfläche beschrieben versiegeln. Bei längeren Standzeiten Material zwischendurch aufrühren.
| Glatte Oberfläche |
| Disbopur 458 PU-AquaSiegel |
80–120 g/m2 * je Arbeitsgang |
| Rutschhemmende Oberfläche |
Disbopur 458 U-AquaSiegel Disbon 947 SlideStop Fine |
ca. 130 g/m2 ca. 4 g/m2 |
* bei rauhen Untergründen, wie z. B. Disboxid StoneColor-System außen/innen sind zwei Arbeitsgänge für eine porenfreie Versiegelung nötig. Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 90 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
| Hinweis: Das Ende der Topfzeit ist optisch nicht erkennbar. Ein Überschreiten führt zu Glanzgradveränderungen sowie zu niedrigeren Festigkeiten und Haftungsverlusten mit dem Untergrund. Bei ungleichmäßigem Materialauftrag sind Glanzunterschiede sowie Spuren im Streiflicht unvermeidlich, insbesondere bei sehr dunklen Farbtönen. Zu große Schichtdicken (Mehrverbrauch > 200 g/m2) vermeiden, sonst entsteht eine Reaktionsblasenbildung im Beschichtungsfilm. Während der Trocknungs- und Erhärtungsphase für gute Be- und Entlüftung sorgen. |
Produkt nicht unter 10 °C oder unterhalb der Taupunkttemperatur verarbeiten, da sonst dauerhaft weiße Verfärbungen auftreten.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur mind. 10 °C, max. 25 °C.
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur sollte immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 1 Tag begeh-/überarbeitbar, nach ca. 3 Tagen mechanisch belastbar, nach ca. 7 Tagen völlig ausgehärtet.
Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger.
Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser oder warmen Seifenwasser.