Faserzementplatten sowie mindestens 1 Jahr bewitterte Bitumen-Dachdichtungs- und -Schweißbahnen. Faserzementschindeln nur an senkrechten Dachflächen.
Defekte Bedachungsmaterialien und defekte An- und Abschlüsse durch Fachfirmen austauschen bzw. instandsetzen lassen. Die Dachdeckung muß ausreichend hinterlüftet sein.
1. Faserzementplatten und -schindeln:
Moose, Algen und Schmutz durch Druckwasserstrahlen in Ablaufrichtung entfernen. Flächen mit Capatox durchwaschen und gut trocknen lassen.
2. Bitumen-Dachdichtungs- und -Schweißbahnen:
Moose, Algen und Schmutz durch Druckwasserstrahlen entfernen. Evtl. vorhandene Blasen kreuzweise aufschneiden, trocknen und mit Disboroof 412 Dachschicht vollflächig verkleben. Es muß sichergestellt sein, daß im Bedachungsmaterial und in der Unterkonstruktion keine Feuchtigkeit vorhanden ist.
3. Dehnfugen an Gebäude- und Bauteilfugen:
Fugengewebe auf vorbereitetem Untergrund mittig auf die Dehnfuge auslegen und je nach Einsatzgebiet mit Disboroof 412 Dachschicht oder Disbothan 449 PU-Deckschicht überarbeiten. Oberflächenbündige Dehnfugen sind aus der Wasserebene herauszuheben und durch ein Schaumstoffhohlprofil (nicht wassersaugend) zu unterstützen (siehe Abb.).
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4. Überbrückung von Rissen und Fugen an Kopfstößen, Dachrändern, aufgehenden Bauteilen, Lichtkuppeln etc.:
Fugengewebe auf vorbereitetem Untergrund mittig über die Fuge bzw. den Riß auslegen, durch seitliches Zusammenschieben leichte Bewegungsschlaufe herstellen und wie unter Punkt 3 beschrieben überarbeiten.
Vor der Verarbeitung gründlich aufrühren.
Zur Grundierung unbeschichteter Wellfaserzementplatten je nach Saugfähigkeit des Untergrundes mit max. 15 % Wasser verdünnen. Für die Beschichtung im Spritzverfahren mit max. 2 % Wasser verdünnen.
Disboroof 412 Dachschicht wird gespritzt (Airless ca. 160 bar, Düsengröße für Faserzement 0,015–0,021 inch, für Bitumen 0,025–0,027 inch) unter Verwendung einer Spritzlanze.
Faserzementplatten und -schindeln:
Untergrund mit Wasser vornässen, dann die mattfeuchte Oberfläche mit Disboroof 412 Dachschicht je nach Saugfähigkeit des Untergrundes mit max. 15 % Wasser verdünnt grundieren. Nach einer Wartezeit von 24 Stunden die unverdünnte Schlußbeschichtung aufbringen.
Bitumen-Dachdichtungs- und -Schweißbahnen:
Disboroof 412 Dachschicht in Bahnenbreite satt auftragen und in die frische Schicht Armierungsvlies* faltenfrei 10 cm überlappend einbetten. Nach ausreichender Trockenzeit eine Zwischen- und eine Schlußbeschichtung aufbringen. Wasserführende Bereiche bzw. Flächen auf denen zeitweilig mit stehendem Wasser zu rechnen ist, zusätzlich 1 x mit Disbothan 449 PU-Deckschicht versiegeln.
* z.B. Paramoll N 260/150 Fa. TWE Dierdorf GmbH & CoKG, Poststraße 29, 56269 Dierdorf, Tel.: 02689 - 920, Fax: 02689 - 926663
| Faserzementplatten und -schindeln |
| Grundbeschichtung |
1 x 200–300 ml/m2 Disboroof 412 Dachschicht, max. 15 % wasserverdünnt |
| Schlußbeschichtung |
1 x 200–300 ml/m2 Disboroof 412 Dachschicht |
| Bitumen-Dachdichtungs- und -Schweißbahnen |
| Grundbeschichtung |
Ca. 600 ml/m2 Disboroof 412 Dachschicht |
| Zwischenbeschichtung |
Ca. 900 ml/m2 Disboroof 412 Dachschicht |
| Schlußbeschichtung |
Ca. 600 ml/m2 Disboroof 412 Dachschicht |
Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 8 °C, max. 35 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht übersteigen. Nicht verarbeiten bei Regen- und Frostgefahr und auf stark aufgeheizten Flächen.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 2 Stunden regenbelastbar.
Überarbeitbar nach 24 Stunden. Bei Vlieseinbettung aufgrund des hohen Materialauftrages frühestens nach 36 Stunden überarbeitbar.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.