Leicht-, Normal- und Schwerbeton, Disbocret®-Spachtelmassen, mineralische Putze und Altbeschichtungen. Zementöse, kunststoffvergütete Ausgleichsmassen sind auf ihre Beschichtungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen.
Die Abreißfestigkeit des Untergrundes muß i.M.≥ 1,0 N/mm2 betragen, kleinster Einzelwert 0,5 N/mm2.
Mineralische Untergründe:
Der Untergrund muß sauber und frei von losen Teilen sein. Trennend wirkende Substanzen (z.B. Öl, Fett) und Verunreinigungen durch geeignete Verfahren entfernen.
Starke Verschmutzungen z.B. Moos- und Algenbewuchs und glasartigen, nicht tragfähigen Zementstein, durch z.B. Strahlen mit festen Strahlmitteln entfernen. Der Untergrund muß frei von korrosionsfördernden Bestandteilen (z.B. Chloriden) sein.
Beschichtete Untergründe:
Altanstriche auf ausreichende Haftung zum Untergrund prüfen.
Nicht festhaftende Altanstriche durch z.B. Strahlen mit geeignetem Strahlgut entfernen.
Tragfähige, festhaftende, nicht kreidende Altanstriche durch z.B. Wasser- oder Dampfstrahlen reinigen. Da in der Praxis unterschiedliche Altbeschichtungen vorkommen können, muß der geplante Beschichtungsaufbau vorab auf Funktionsfähigkeit durch Musterlegung geprüft werden.
Ausbruchstellen, Poren und Lunker:
Damit eine gleichmäßige und ausreichend dicke Schutzbeschichtung erzielt wird, müssen Ausbruchstellen, kleinere Risse, große Unebenheiten und Rauhtiefen mit Materialien des Disbocret®-Systems gemäß Werksvorschrift bearbeitet und ausgebessert werden.
Risse:
Wenn erforderlich Risse (≥ 0,3 mm) nach DIN 18 540 als Fuge ausbilden.
Das Material ist gebrauchsfertig. Vor der Verarbeitung aufrühren.
Je nach Auftragsverfahren, Untergrund und Witterung mit max. 5 % Wasser verdünnbar. Zur Spritzapplikation nach Bedarf mit max. 1–2 % Wasser spritzfähig einstellen.
Das Material kann gestrichen, gerollt oder gespritzt werden.
Beim Airless-Gerät müssen ggf. die Filter entfernt werden, um Verstopfungen zu vermeiden, Düsengröße 0,021–0,026 inch.
Das Material soll u.a. nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, Regen, starkem Wind, auf aufgeheizten Untergründen usw. aufgetragen werden. Falls erforderlich Schutzplanen einsetzen.
Die VOB Teil C, DIN 18 363 Abs. 3 ist zu beachten.
Für einen wirksamen Oberfächenschutz sind mindestens 200 µm Trockenschichtdicke erforderlich.
Wenn ein Oberflächenschutzsystem nach der ZTV-ING appliziert wird, sind mind. 300 µm erforderlich.
Eine Trockenschichtdicke von 300 µm kann wie mit allen üblichen Beschichtungsstoffen unter praxisgerechten Bedingungen nur durch einen 3-fachen Auftrag erreicht werden.
| Untergrund |
Grundbeschichtung |
| Saugfähige, mineralische Untergründe (z.B. Beton, Putz) |
Disboxan 450 Fassadenschutz |
| Partielle Spachtelung mit Disbocret® 506 Planspachtel |
CapaSol LF Konzentrat 1 : 2 mit Wasser verdünnt
|
| Partielle Spachtelung mit Disbocret® 505 Feinspachtel |
entfällt |
| Spachtelung mit Disbocret® 510 Füllschicht |
entfällt |
| Festhaftender, harter Anstrich |
Capagrund Universal |
| Festhaftender Lackanstrich |
Disbon 481 EP-Uniprimer |
Horizontale, unbeschichtete Aufsichtsflächen mit Disboxid 420 E.MI Primer grundieren und mit Disboxid 942 Mischquarz absanden. Anschließend erfolgt eine Zwischen- und Deckbeschichtung.
Ca. 200–250 ml/m2 je Auftrag.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 5 °C, max. 40 °C
Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach ca. 12 Stunden staubtrocken und regenbelastbar und nach ca. 24 Stunden überstreichbar.
Beachten:
Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witterungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfsstoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelblich/transparente, leicht glänzende und klebrige Ablaufspuren entstehen.
Diese Hilfsstoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regenfällen selbständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflußt. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal ist auszuführen.
Bei Ausführung der Beschichtung unter geeigneten klimatischen Bedingungen treten diese Ablaufspuren nicht auf.
Nach Gebrauch mit Wasser.