Normal- und Schwerbeton, Disbocret®-Spachtelmassen, mineralische Putze. Zementöse, kunststoffvergütete Ausgleichsmassen sind auf ihre Beschichtungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen.
Die Abreißfestigkeit des Untergrundes muß i.M. ≥ 1,0 N/mm2 betragen, kleinster Einzelwert
0,5 N/mm2.
Der Untergrund muß sauber und frei von losen Teilen sein. Trennend wirkende Substanzen (z.B. Öl, Fett) durch geeignete Verfahren entfernen. Starke Verschmutzungen, z.B. Moos- und Algenbewuchs und glasartigen, nicht tragfähigen Zementstein, durch z.B. Strahlen mit festen Strahlmitteln entfernen. Der Untergrund muß frei von korrosionsfördernden Bestandteilen (z.B. Chloriden) sein.
Damit eine gleichmäßige und ausreichend dicke Schutzbeschichtung erzielt wird, müssen Ausbruchstellen, Risse, Unebenheiten, Rauhtiefen, Poren und Lunker mit Materialien des Disbocret-Systems gemäß Werksvorschrift bearbeitet und ausgebessert werden. Die Ausbesserungsstellen können nach dem Beschichten, je nach Ausführung der Ausbesserung, optisch mehr oder weniger wahrgenommen werden.
Das Material für den Grundanstrich mit 20 % Wasser verdünnen. Verdünntes Material mischen bis eine gleichmäßige Masse entsteht.
Zwischen- und Schlußanstrich
Disbocret® 535 BetonLasur ist gebrauchsfertig. Vor der Verarbeitung aufrühren. Zur Herstellung einer lasierenden Betonschutzbeschichtung auf ColorExpress-Stationen abtönen.
Das Material kann gestrichen oder gerollt werden.
Wir empfehlen, die Lasur mit weichen Bürstenwerkzeugen (z.B. Ovalbürste bzw. Flächenstreicher) vollflächig aufzutragen. Die Bürste wird dabei im kurzen Kreuzschlag geführt. Nach kurzer Wartezeit das aufgetragene Material mit einem Wischer nacharbeiten, um einen gleichmäßigen Lasureffekt zu erzielen und Auftragssteifigkeiten zu vermeiden. Das Material soll u.a. nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, Regen, starkem Wind, auf aufgeheizten Untergründen usw. aufgetragen werden. Falls erforderlich Schutzplanen einsetzen.
Die VOB Teil C DIN 18 363 Abs. 3 ist zu beachten.
Für einen wirksamen Oberfächenschutz sind mindestens 80 µm Trockenschichtdicke erforderlich.
Grundanstrich
Normal saugende Struktur- und Waschbetonflächen einmal mit Disbocret® 535 BetonLasur, mit 20 % Wasser verdünnt, grundieren.
Sehr stark oder unterschiedlich saugende Untergründe sollten zur Angleichung des Saugverhaltens vor dem Auftragen des Grundanstriches mit CapaSol LF Konzentrat (1 : 2 wasserverdünnt) zusätzlich vorbehandelt werden.
Zur Erhöhung des Frost-Tausalz-Widerstandes kann auch Disboxan 450 Fassadenschutz als imprägnierende Grundierung verwendet werden.
Horizontale unbeschichtete Aufsichtsflächen mit Disboxid 420 E.Mi Primer grundieren und mit Disboxid 942 Mischquarz absanden.
Zwischen- und Schlußanstrich
Disbocret® 535 BetonLasur unverdünnt auftragen.
Je nach Untergrundhelligkeit können transparente Schutzanstriche leicht farbtonvertiefend wirken.
Bei Betonbauteilen, insbesondere aus Weißzement oder mit weißen Marmorzuschlägen, sind Probeanstriche durchzuführen, da eventuell Farbtonänderungen auftreten können.
Der Farbton von lasierenden Anstrichen sollte generell an den Farbton des Untergrundes angeglichen werden, um eine ungleichmäßige Farbigkeit der lasierten Fläche zu verhindern.
Bei der Verarbeitung von Disbocret® 535 BetonLasur zügig naß-in-naß arbeiten. Um Ansätze zu vermeiden, sollte mit mindestens 2 Personen gearbeitet werden.
Gestaltungshinweis
Wandlasuren sind Werkstoffe, die den Farbton und die Struktur des Untergrundes durchscheinen lassen. Sie werden entscheidend beeinflußt durch Farbton, Saugvermögen und Beschaffenheit des Untergrundes, Schichtdicke der Lasur, das verwendete Werkzeug sowie die individuelle Handschrift des Verarbeiters.
Die Erstellung von Musterflächen ist aus diesen Gründen erforderlich.
| Grundierung |
ca. 110–220 ml/m2 verdünntes Material |
| Zwischen- und Schlußanstrich |
| bei rauhem Waschbeton bzw. grob strukturierten Flächen |
ca. 110–220 ml/m2 unverdünntes Material je Auftrag |
| glatte bzw. fein strukturierte Flächen |
ca. 90–220 ml/m2 unverdünntes Material je Auftrag |
Die Verbrauchswerte sind sehr stark abhängig vom Saugverhalten und der Struktur des Untergrundes; sie sollten vor Arbeitsbeginn durch eine Musterlegung überprüft werden.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 5 °C, max. 40 °C
Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit nach ca. 1 Stunde staubtrocken, nach ca. 6 Stunden regenbelastbar und nach ca. 12 Stunden überstreichbar.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.