Innenflächen aus mineralischen Putzen der Mörtelgruppe PI, PII und PIII, Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV, Gipskarton, Gipsbauplatten, Betonflächen
Der Untergrund muß fest, trocken, tragfähig, sauber, eben und frei von trennenden Substanzen sein. Dabei VOB, Teil C, DIN 18366, Abs. 3. sowie unsere Technische Information Nr. 860 beachten. Die untere Temperaturgrenze für die Verarbeitung beträgt +5 °C für Luft und Untergrund.
Kleber auftragen
Rollenauftrag:
- Capacoll GK gleichmäßig mit einer 18-mm-Floor-Rolle auftragen und je nach örtlichen Temperaturverhältnissen 1–2 Bahnen vorlegen.
- Achtung! Achten Sie besonders darauf, dass der Kleber möglichst gleichmäßig verteilt ist, da Anhäufungen von Kleber unter dem Gewebe das abschließende Oberflächenbild negativ beeinflussen können.
Spritzverarbeitung:
- Das Spritzverfahren eignet sich nur beim Einsatz von mindestens 3 Personen.
- Capacoll GK kann als Airfix-Variante direkt mit leistungsfähigen Airlessgeräten auf die Wand gebracht werden.
- Achtung! Standard-Gebinde sollten je nach örtlicher Gegebenheit mit 20% Wasser verdünnt werden.
- Wichtig! Beim Spritzverfahren ist besonders auf den empfohlenen Materialverbrauch und die gleichmäßige Verteilung zu achten, so dass nicht zu viel Kleber auf den Untergrund gebracht wird.
- Tipp! Für detaillierte Informationen zum Spritzen von Capacoll GK beachten Sie unser „Handbuch der Spritztechnologie“.
Tapeziergerät:
- Capacoll GK ist hervorragend für Tapeziergeräte geeignet. Hierzu ist eine Verdünnung der Standardware mit Wasser von 20% notwendig.
- Achtung! Sehr feine Gewebestrukturen (1142 K und 1152 K)sind für das Tapeziergerät nicht geeignet. Es empfiehlt sich eine der oben genannten Klebetechniken.
Einbettung/Verklebung von Glasgeweben
- Achten Sie darauf, dass die Rückseitenmarkierung beim Verkleben zur Wand hin zeigt. Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals gestürzt oder seitenverkehrt verkleben.
- Capaver Glasgewebe sind auf Stoß zu verkleben.
- Achtung! Die Bahnen müssen im Nahtbereich dicht gestoßen sein. Dies darf aber nicht dazu führen, dass es im Stoßbereich zu einer Aufwölbung und damit einem schlechten Nahtbild kommt.
- Wichtig! Auf Augenhöhe ist zwingend darauf zu achten, dass der horizontale Garnverlauf (Schussgarn) benachbarter Bahnen aufeinander abgestimmt ist sonst entsteht ein ungewollter Reißverschlusseffekt.
- Einige Gewebetypen besitzen einen Rapport, auf den bei der Verklebung besonders zu achten ist.
- Die verklebten Bahnen werden dann mit einem Tapezierspachtel oder einer Andrückwalze unter ausreichendem Druck vollflächig und blasenfrei an den Untergrund angedrückt. Überstände werden unter Fixierung der Kanten mit dem Tapezierspachtel abgeschnitten.
- Tipp! Bei der Verklebung um Außenecken ist darauf zu achten, dass die Bahn mindestens 10 cm um diese Ecke herumgeführt wird. Um bei sehr stabilen Glasgeweben/-vliesen ein Anschmiegen an die Kante zu begünstigen, können mit einen Nassschleifpad vom Typ P320 die Fasern auf der Kante leicht angeschliffen (nicht durchschleifen!) und festgedrückt werden.
Zwischenbeschichtung:
Die Zwischenbeschichtung bildet die Basis für eine einwandfreie Schlußbeschichtung. Nach Trocknung des verlegten Wandbelages wird die Zwischenbeschichtung im Farbton der Schlußbeschichtung abgetönt ausgeführt.
Schlußbeschichtungen:
Die Auswahl der geeigneten Schlußbeschichtungen richtet sich nach dem geforderten Beanspruchungs- und Glanzgrad. In der unten aufgeführten Tabelle „Beschichtungsaufbau“ sind je nach Belastung die geeigneten Werkstoffe systematisch aufgeführt.
| Beanspruchung |
Schluß- beschichtung |
Arbeitsgänge |
Glanzgrad |
Belastbarkeit |
| NORMAL |
CapaTrend Malerit E.L.F. Sylitol Bio-Innenfarbe |
2 |
MATT |
- Nassabriebklasse 3 nach DIN EN 13 300
|
NORMAL– MITTEL |
CapaMaXX MattLatex CapaSilan NespriSilan |
2 |
MATT |
- Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13 300 |
| Indeko-plus |
2 |
MATT |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 |
MITTEL– HOCH
|
Amphibolin Latex Samt 10 |
2 |
SM |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
| SeidenLatex |
2 |
SGL |
- Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
| HOCH |
Premium Clean |
2 |
SM |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
Latex Satin 20 Latex 201 SG |
2 |
SGL |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
| Latex Gloss 60 |
2 |
GL |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
| EXTREM |
Disbopox 447 E.MI Wasserepoxid |
2 |
SGL |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Erhöht kratz- und schlagfest - Desinfektionsmittelbeständig - Chemikalienbeständig - Dekontaminierbar nach DIN 25 415 |
Verklebte Bahnen vor Beschichtung durchtrocknen lassen.
Capaver Wandbeläge werden stets vor Verlassen des Werks sorgfältig geprüft. Vereinzelte produktionsbedingte Fehler können vorkommen. Diese sind an den Schnittkanten gekennzeichnet und durch entsprechende Zugaben ausgeglichen. Solche Fehler berechtigen nicht zu einer Reklamation. Grundsätzlich ist während des Zuschneidens der Bahnen auf Fehlerfreiheit des Wandbelages zu achten.
Beanstandungen nach erfolgter Verklebung von mehr als 10 Bahnen können nicht anerkannt werden.
Grundsätzlich soll die gekennzeichnete Innenseite einer Rolle zur Wand hin geklebt werden. Die spätere Sichtseite ist auf der Rolle nach außen gewickelt. Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals auf einer Fläche gestürzt oder seitenverkehrt verkleben. Im Falle von möglichen Reklamationen müssen die Chargen-/Kontrollnummer und Artikelnummer/-bezeichnung bereitgehalten werden