Innenflächen aus mineralischen Putzen der Mörtelgruppe PI, PII und PIII, Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV, Gipskarton, Gipsbauplatten, Betonflächen
Der Untergrund muß fest, trocken, tragfähig, sauber, eben und frei von trennenden Substanzen sein. Dabei VOB, Teil C, DIN 18366, Abs. 3 sowie unsere Technische Information Nr. 860 beachten. Die untere Temperaturgrenze für die Verarbeitung beträgt +5 °C für Luft und Untergrund.
Bei den AquaAktiv Glasgeweben wird kein Kleber auf den Untergrund aufgetragen! Die Verarbeitung erfolgt in einem Wasserbadgerät oder geeigneten Kleistergerät mit Umrüstsatz:
- Füllen Sie das Gerät bis zur Markierung mit sauberem Leitungswasser.
- Legen Sie dann die Rolle entsprechend der Gerätbeschreibung ein und stellen Sie, so weit vorhanden, das Zählwerk auf 0.
- Das Gewebe wird durch das Gerät gezogen und anschließend im 2/3- 1/3-Verfahren je Bahn und zusammengelegt.
- Der Kleber aktiviert sich in kurzer Zeit und entwickelt die optimale Klebkraft je nach Struktur nach ca. 1-3 Minuten. Je nach Objektbegebenheiten (Temperatur und Luftfeuchte) kann sich dieser Zeitwert verschieben.
- Für Arbeiten im Deckenbereich empfehlen wir eine Einwirkzeit von min. 2–3 Minuten.
- Achtung! Überschrittene Einwirkzeiten können dazu führen, dass das Öffnen der Bahnen schwerfällt und die Nahtbereiche verkleben.
- Wichtig! So lange der Kleber nicht mit dem Untergrund in Verbindung kommt, kann dieser auch nach Trocknung mehrmalig wieder mit Wasser aktiviert werden.
Einbettung/Verklebung von Glasgeweben und Vliesen
- Achten Sie darauf, dass die Rückseitenmarkierung beim Verkleben zur Wand hin zeigt. Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals gestürzt oder seitenverkehrt verkleben.
- Wir empfehlen Glasgewebe auf Stoß zu verkleben.
- Achtung! Die Bahnen müssen im Nahtbereich dicht gestoßen sein. Dies darf aber nicht dazu führen, dass es im Stoßbereich zu einer Aufwölbung und damit einem schlechten Nahtbild kommt.
- Wichtig! Auf Augenhöhe ist zwingend darauf zu achten, dass der horizontale Garnverlauf (Schussgarn) benachbarter Bahnen aufeinander abgestimmt ist sonst entsteht ein ungewollter Reißverschlusseffekt.
- Einige Gewebetypen besitzen einen Rapport, auf den bei der Verklebung besonders zu achten ist.
- Die verklebten Bahnen werden dann mit einem Tapezierspachtel oder einer Andrückwalze unter ausreichendem Druck vollflächig und blasenfrei an den Untergrund angedrückt. Überstände werden unter Fixierung der Kanten mit dem Tapezierspachtel abgeschnitten.
- Tipp! Bei der Verklebung um Außenecken ist darauf zu achten, dass die Bahn mindestens 10 cm um diese Ecke herumgeführt wird. Um bei sehr stabilen Glasgeweben/-vliesen ein Anschmiegen an die Kante zu begünstigen, können mit einen Nassschleifpad vom Typ P320 die Fasern auf der Kante leicht angeschliffen (nicht durchschleifen!) und festgedrückt werden.
Zwischenbeschichtung:
Die Zwischenbeschichtung bildet die Basis für eine einwandfreie Schlußbeschichtung. Nach Trocknung des verlegten Wandbelages wird die Zwischenbeschichtung im Farbton der Schlußbeschichtung abgetönt ausgeführt. Aufgrund der Vorbeschichtung des Gewebes, kann bei matten, weißen Anstrichen ggf. auf die Zwischenbeschichtung verzichtet werden. Dies ist vorab durch eine Probebeschichtung zu prüfen.
Schlußbeschichtungen:
Die Auswahl der geeigneten Schlußbeschichtungen richtet sich nach dem geforderten Beanspruchungs- und Glanzgrad. In der unten aufgeführten Tabelle „Beschichtungsaufbau“ sind je nach Belastung die geeigneten Werkstoffe systematisch aufgeführt.
| Beanspruchung |
Schluß- beschichtung |
Arbeitsgänge |
Glanzgrad |
Belastbarkeit |
| NORMAL |
CapaTrend
Malerit E.L.F.
Sylitol Bio-Innenfarbe
|
1 |
MATT |
- Nassabriebklasse 3 nach DIN EN 13 300 |
NORMAL- MITTEL |
CapaMaXX
MattLatex
CapaSilan
NespriSilan
|
1 |
MATT |
- Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13 300 |
| Indeko-plus |
1 |
MATT |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 |
MITTEL- HOCH |
Amphibolin
Latex Samt 10
|
2 |
SM |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
|
SeidenLatex
|
2 |
SGL |
- Nassabriebklasse 2 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
| HOCH |
Premium Clean
|
2 |
SM |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
|
Latex Satin 20
Latex 201 SG
|
2 |
SGL |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
|
Latex Gloss 60
|
2 |
GL |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Beständig gegen wässrige Desinfektionsmittel |
| EXTREM |
Disbopox 447 E.MI Wasserepoxid
|
2 |
SGL |
- Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13 300 - Erhöht kratzfest - Desinfektionsmittelbeständig - Dekontaminierbar nach DIN 25 415 |
Bei der Verwendung von Wasserbadgeräten ist auf die ordnungsgemäße Verwendung des Wasserabstreifers zu achten. Zu viel Wasser auf der Gewebebahn kann zu übermäßigem Anquillen des Klebstoffes führen und setzt die Klebkraft herab.
Verklebte Bahnen vor Beschichtung durchtrocknen lassen.
Capaver Wandbeläge werden stets vor Verlassen des Werks sorgfältig geprüft. Vereinzelte produktionsbedingte Fehler können vorkommen. Diese sind an den Schnittkanten gekennzeichnet und durch entsprechende Zugaben ausgeglichen. Solche Fehler berechtigen nicht zu einer Reklamation. Grundsätzlich ist während des Zuschneidens der Bahnen auf Fehlerfreiheit des Wandbelages zu achten.
Beanstandungen nach erfolgter Verklebung von mehr als 10 Bahnen können nicht anerkannt werden.
Grundsätzlich soll die gekennzeichnete Innenseite einer Rolle zur Wand hin geklebt werden. Die spätere Sichtseite ist auf der Rolle nach außen gewickelt. Zur Vermeidung von Strukturunterschieden niemals auf einer Fläche gestürzt oder seitenverkehrt verkleben. Im Falle von möglichen Reklamationen müssen die Chargen-/Kontrollnummer und Artikelnummer/-bezeichnung bereitgehalten werden.´