Die Untergründe müssen fest, sauber, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Putze der Mörtelgruppen PII und PIII:
Feste, normal saugende Putze ohne Vorbehandlung beschichten. Auf grob porösen, saugenden Putzen ein Grundanstrich mit CapaSol LF.
Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppen PIV:
Ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund. Gipsputze mit Sinterhaut schleifen, entstauben, Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB oder AmphiSilan-Putzfestiger.
Gipsbauplatten:
Auf saugenden Platten ein Grundanstrich mit CapaSol LF, Caparol-Tiefgrund TB oder AmphiSilan-Putzfestiger. Auf stark verdichteten, glatten Platten ein haftvermittelnder Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund.
Gipskartonplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Weiche und geschliffene Gipsspachtelstellen mit Caparol-Tiefgrund TB oder AmphiSilan-Putzfestiger festigen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen ein Grundanstrich mit Caparol-Filtergrund grob. BFS-Merkblatt Nr. 12, Teil 2 beachten.
Beton:
Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen.
Porenbeton:
Ein Grundanstrich mit Capaplex, 1 : 3 mit Wasser verdünnt.
Kalksandstein- und Ziegelsichtmauerwerk:
Ohne Vorbehandlung beschichten.
Tragfähige Beschichtungen:
Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen und Lackbeschichtungen: Lacke anrauhen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund.
Bei kritischen Untergründen wie alten Lack- und Ölfarbenanstrichen, abgebeizten Flächen etc. mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen ein Grundanstrich mit Caparol-Filtergrund grob.
Bei extrem kritischen Untergründen wie z.B. Spanplatten mit Verfärbungen und extremen Nikotinablagerungen oder Wasserflecken ein Grundanstrich mit Disbon 481 EP-Uniprimer. Im Zweifelsfall bitte Beratung von Caparol anfordern.
Nicht tragfähige Beschichtungen:
Nicht tragfähige Lack- und Dispersionsfarben- oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf schwach saugenden, glatten Flächen ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund. Auf grob porösen, sandenden bzw. saugenden Flächen ein Grundanstrich mit CapaSol LF. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB.
Leimfarbenanstriche:
Grundrein abwaschen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB.
Ungestrichene Rauhfaser-, Relief- oder Prägetapeten aus Papier:
Ohne Vorbehandlung beschichten.
Nicht festhaftende Tapeten:
Restlos entfernen, Kleister und Makulaturreste abwaschen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB.
Ungestrichene Glasgewebe-Wandbeläge:
Ein Grundanstrich mit Capaver Gewebegrundierung.
Schimmelbefallene Stellen:
Schimmelbelag entfernen. Flächen mit Capatox, unverdünnt, durchwaschen und gut trocknen lassen.
Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß oder Fettflecken:
Ein absperrender Grundanstrich mit Caparol-Filtergrund grob (Technische Information Nr. 845).
Kleine Fehlstellen:
Nach entsprechender Vorarbeit mit Caparol-Akkordspachtel nach Verarbeitungsvorschrift ausbessern.
Bitte beachten:
Sollte Disbon 481 EP-Uniprimer zum Einsatz kommen, dürfen die Flächen frühestens nach 12 Stunden überarbeitet werden. Dichte Untergründen und extremen raumklimatische Bedingungen können die Trockenzeit von VarioColl plus VarioChips erheblich verlängern.
Bei der Anwendung von Caparol-Tiefgrund TB im Innenbereich kann ein typischer Lösemittelgeruch auftreten. Deshalb für gute Lüftung sorgen. In sensiblen Bereichen den aromatenfreien, geruchsarmen AmphiSilan-Putzfestiger anwenden. Wegen der längeren Offenzeit und damit längeren Einwirkzeit auf wasserlösliche Inhaltstoffe im Untergrund, müssen problematische Untergründe vorher mit Caparol-Filtergrund grob isoliert werden. Bei der Überarbeitung von gipshaltigen Spachtelmassen kann es aufgrund von langanhaltender Feuchteeinwirkung zu Anquellung, Blasenbildung und Abplatzungen kommen. Deshalb ist für eine rasche Trocknung durch ausreichende Lüftung und Temperatur zu sorgen. Merkblatt Nr.2 "Verspachtelung von Gipsplatten" Bundesverband der Gips- und Gipsplattenindustrie beachten.
Material aufrollen oder aufstreichen
Airless spritzen (Kolbenpumpen: Düsengröße 0,021–0,025 Inch und Spritzdruck 170–190 bar; Membranpumpen: Düsengröße 0,021–0,026 Inch und Spritzdruck 150–180 bar).
Satt und gleichmäßig auftragen, damit die benötigte Schichtstärke zur Einbettung der VarioChips erreicht wird. Auftrag mit einer mittelflorigen Lammfellrolle oder im Airless-Verfahren vornehmen. Einige VarioChips-Designs müssen in abgetöntem VarioColl eingebettet werden (siehe entsprechende Tabelle TI Nr. 810)
Je nach Untergrund:
ca. 280 ml/m2 bei Rollauftrag,
ca. 350 ml/m2 bei Airless-Verarbeitung.
Exakte Verbrauchswerte durch Probeauftrag ermitteln.
mindestens +5 °C für Umluft und Untergrund.
Bei +20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte nach ca. 24 Stunden überstreichbar. Bei kühlerer Temperatur bzw. höherer Luftfeuchte ist eine längere Trockenzeit erforderlich.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.