Untergründe der Mörtelgruppe PII, PIII, Fertigputze der Mörtelgruppe PIV sowie Gipsbauplatten, Gipskartonplatten und Beton.
Qualitätsanforderung an den Untergrund: Gipsputz und Gipsbauplatten Qualitätsstufe Q3
Andere Untergründe sollten mindestens poren- und lunkerfrei sein und die erhöhten Anforderungen der DIN 18202 (Maßtoleranzen im Hochbau) erfüllen.
Die Untergründe müssen trocken, sauber, tragfähig und frei von Verschmutzungen sowie trennenden Substanzen sein.
VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Hinweis:
Rauhe und ungleichmäßig strukturierte Untergründe müssen mit Caparol Akkordspachtel fein oder mittel bzw. AkkordLeichtspachtel geglättet werden.
Putze der Mörtelgruppen PII u. PIII:
Feste, normal saugende Putze mit Caparol-Haftgrund vorbehandeln. Auf leicht sandenden, saugenden Putzen ein Grundanstrich mit CapaSol LF. Auf stärker sandenden Putzen ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger.
Gips- und Fertigputze der Mörtelgruppe PIV:
Gipsputze mit Sinterhaut schleifen, entstauben, Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund.
Gipsbauplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Weiche und geschliffene Gipsspachtelstellen mit CapaSol LF festigen. Bei stärkerem Saugverhalten ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger. Auf normal saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund.
Gipskartonplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Weiche und geschliffene Gipsspachtelstellen mit CapaSol LF festigen. Bei stärkerem Saugverhalten ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger. Auf normal saugenden Flächen ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen ein Grundanstrich mit Caparol AquaSperrgrund. BFS-Merkblatt Nr. 12, Teil 2 beachten.
Beton:
Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen. Bei starkem Saugverhalten ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger. Auf normal saugenden flächen ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund.
Tragfähige Beschichtungen:
Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt mit Indeko-plus zwischenbeschichten. Glänzende Oberflächen und Lackbeschichtungen anrauhen, ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund.
Nicht tragfähige Beschichtungen:
Nicht tragfähige Lack- und Dispersionsfarben oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf grob porösen, sandenden bzw. saugenden Flächen ein Grundanstrich mit CapaSol LF. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger.
Leimfarbenanstriche:
Grundrein abwaschen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger.
Rauhfaser-, Relief- oder Prägetapeten aus Papier, nicht festhaftende Tapeten:
Restlos entfernen. Kleister und Makulaturreste abwaschen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB bzw. AmphiSilan-Putzfestiger.
Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Ruß- oder Fettflecken:
Nikotinverschmutzungen sowie Ruß- oder Fettflecken mit Wasser, unter Zusatz fettlösender Haushaltsreinigungsmittel abwaschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten reinigen. Ein isolierender Grundanstrich mit Caparol AquaSperrgrund (Technische Information Nr. 384).
Holz- und Holzwerkstoffe:
Ein Grundanstrich mit Capacryl Holz-IsoGrund. Auf mit Melaminharz werkseitig beschichteten Platten ein Grundanstrich mit Capacryl-Haftprimer.
Fehlstellen:
Nach entsprechender Vorarbeit mit Caparol-Akkordspachtel nach Verarbeitungsvorschrift ausbessern und gegebenenfalls nachgrundieren.
Beachten:
Bei Anwendung von Caparol-Tiefgrund TB im Innenbereich kann ein typischer Lösemittelgeruch auftreten. Deshalb für gute Belüftung sorgen. In sensiblen Bereichen den aromatenfreien, geruchsarmen AmphiSilan-Putzfestiger anwenden.
Die ArteTwin Spachteltechnik basiert auf der Verwendung zweier Werkstoffe in einem Spachtelgang (Twintechnik). ArteTwin Basic und ArteTwin Effect sind verarbeitungsfertig eingestellt und werden mit der ArteTwin Spezialkelle aufgespachtelt. Je nach gewünschter Optik können die Werkstoffe gleichzeitig oder durch Überarbeitung nach der Trocknung der ersten Spachtelschicht beliebig kombiniert und eingearbeitet werden. Die Verarbeitung von ArteTwin erfolgt in mindestens 3 Arbeitsphasen.
Erste Arbeitsphase
In der ersten Arbeitsphase wird der vorbereitete Untergrund deckend mit Indeko-plus gestrichen. Um Rollstrukturen zu vermeiden, muss die Fläche zwingend mit der Bürste nachgearbeitet werden. Dieser Arbeitsgang ist für das Gelingen der ArteTwin Technik entscheidend, andere Beschichtungsstoffe sind ungeeignet.
Zweite Arbeitsphase
Die zweite Arbeitsphase besteht darin, dass der komplette Untergrund vollflächig mit ArteTwin Basic im gewünschten Farbton der Endbeschichtung überzogen wird. Eine Zweifarbigkeit ist in diesem Arbeitsgang noch nicht zwingend erforderlich. Für schwer zugängliche Bereiche wie z.B. Innenecken sollten geeignete Werkzeuge (weiche Pinsel) benutzt werden.
Dritte Arbeitsphase
In der dritten Arbeitsphase wird ArteTwin in unterschiedlichen Farbtönen in einem Arbeitsgang aufgebracht.
Hierzu können zwei unterschiedliche ArteTwin Basic Farbtöne oder ArteTwin Basic in Verbindung mit ArteTwin Effect Gold oder Silber auf der ArteTwin Kelle nebeneinander gelegt und mit wenig Druck auf die Wandfläche aufgefleckt werden. Das Aufflecken des Materials hat "satt" zu erfolgen, um ein Ineinanderziehen der Flecken zu einer homogenen Oberfläche zu ermöglichen.
Nach einer Ablüftzeit von 15 - 60 Minuten (je nach Temperatur und Luftfeuchte) kann mit der ArteTwin Kelle die Oberfläche nochmals leicht nachgezogen werden, um die effekttypischen weißen Pigmentteilchen zum Vorschein zu bringen. So entsteht die einzigartige Optik der ArteTwin Technik. Für schwer zugängliche Bereiche wie z.B. Innenecken sollten geeignete Werkzeuge (weiche Pinsel) benutzt werden.
Wenn zusätzliche Perlglanzeffekte gewünscht sind, kann nach Trocknung der Spachtelschicht ArteTwin Effect Gold bzw. Silber ganzflächig aufgespachtelt werden.
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Erste Arbeitsphase:
Nach Untergrundvorbereitung erfolgt ein Grundanstrich mit Indeko-plus.
Um Rollstrukturen zu vermeiden, muss die Fläche nachgebürstet werden.
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Zweite Arbeitsphase:
Werkstoffe nebeneinander auf der ArteTwin Spezialkelle anordnen.
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Vollflächige Grundspachtelung mit ArteTwin Basic im gewünschten Farbton. |
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Anschließend werden die Flecken zu einer homogenen Oberfläche ineinander verzogen.
Beim Spachteln ist darauf zu achten, dass keine Kratzgeräusche zu hören sind und die Kelle sanft über die Oberfläche gleiten kann!
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Dritte Arbeitsphase:
ArteTwin Basic + ArteTwin Basic oder ArteTwin Basic + ArteTwin Effect wie in der zweiten Arbeitsphase in kleinen Mengen auf die ArteTwin Kelle nebeneinander legen, "satt" aufflecken und anschließend zu einer homogenen Fläche ineinander ziehen. Der Richtungswechsel bei der Kellenführung beeinflusst hierbei das Gesamtbild der Oberflächenoptik.
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Nach Trocknung der Spachtelschicht kann ArteTwin Effect Gold oder Silber ganzflächig aufgespachtelt werden. |
Zweite Arbeitsphase:Ca. 250 – 300 g/m²/je Farbton (bei einfarbiger Spachtelung kann der Verbrauch bei ca. 500 g/m² liegen)
Dritte Arbeitsphase:
ArteTwin Basic / ArteTwin Basic: ca. 150 bis 300 g/m²/je Farbton
ArteTwin Basic / ArteTwin Effect: ca. 300 ml Basic und 150 ml/m² Effect
Zusätzlicher Überzug mit ArteTwin Effect: ca 50 bis 150 ml/m²
Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung vor Ort ermitteln
Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+5 ºC für Umluft und Untergrund.
Bei +20 °C und 65 % relativer Luftfeuchte nach ca. 6 Stunden oberflächentrocken. Bei mehrlagiger Arbeitstechnik Trockenzeiten bis zu 12 Stunden zwischen den einzelnen Beschichtungen einhalten.
ArteTwin Kelle:
Speziell entwickelte Kunststoffkelle mit abgerundeten Ecken und austauschbarem Kellenblatt. Abgearbeitete Kellenblätter können einfach ausgetauscht werden. Bei der Verarbeitung der ArteTwin-Technik ausschließlich die ArteTwin Spezialkelle verwenden, andere Spachtelwerkzeuge sind nicht geeignet.
Nach Gebrauch mit Wasser evtl. unter Zunahme von Spülmittel.
Je nach Auftragsmenge und Arbeitstechnik können stark bis weniger stark sichtbare Verarbeitungsstrukturen entstehen. Völlig glatte Oberflächen können mit ArteTwin nicht erzielt werden. Um Oberflächenglätte sowie höhere Reinigungsfähigkeit zu erreichen, kann ArteTwin zusätzlich mit Deco-Lasur überarbeitet werden. Hierzu wird Deco-Lasur mit der ArteTwin Spezialkelle unverdünnt aufgespachtelt.