Die Untergründe müssen frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein.
VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Die Art der Untergrundvorbereitung ist abhängig vom vorliegenden Untergrund und dessen Beschaffenheit. Deshalb sind die entsprechenden Technischen Informationen zu beachten.
Gestaltungshinweise:
Transparente Farben werden entscheidend beeinflußt durch Farbton, Saugvermögen und Beschaffenheit des Untergrundes, Schichtdicke und Verdünnungsgrad der Lasur, das verwendete Werkzeug sowie die individuelle Handschrift des Verarbeiters. Musterlegungen sind aus diesem Grund unabdingbar.
Die Kontrastwirkung ist hoch, wenn bei heller Zwischenbeschichtung der aufgetragene Lasurfarbton dunkel gehalten wird.
Zur Ausführung des Lasurauftrages mit Deco-Lasur glänzend eignen sich eingearbeitete Malerbürsten, Stupfpinsel, Naturschwamm oder Lappen. Die Auswahl ist abhängig von der gewünschten Lasiertechnik.
Zwischenbeschichtung:
Im Innenbereich mit Caparol-Haftgrund, Putzgrund 610, MultiStructurStyle oder Amphibolin. Matte Innendispersionsfarben sind wegen des Saugvermögens nicht geeignet (Gefahr von Ansätzen). Die zu lasierenden Flächen müssen nach der Zwischenbeschichtung frei von Farbkontrasten und gleichmäßig saugend sein.
Schlußbeschichtung:
1–3 Lasuraufträge mit Deco-Lasur glänzend abgetönt über ColorExpress, mit CaparolColor Vollton- und Abtönfarben (ehem. Alpinacolor) oder AVA – Amphibolin Vollton- und Abtönfarben. Zur Einstellung der Verarbeitungskonsistenz kann Deco-Lasur glänzend mit max. 20 % CapaSol LF verdünnt werden.
Wird FantasticFleece (TI-Nr. 891) als Lasurträger gewählt, bitte unbedingt die entsprechenden Technischen Informationen beachten. Um einen erhöhten Glanzgrad zu erreichen, kann mit einem zweiten Bürstenauftrag Deco-Lasur glänzend -neutral-, wie vor beschrieben, appliziert werden. Für zusätzliche Perlglanzeffekte können je nach gewünschtem Effekt 1–7 % Effektpigmente (siehe TI Nr. 816) zugegeben werden. Perlglanzpigmente gleichmäßig einrühren.
Ca. 80–200 ml/m2 für eine Beschichtung. Je nach Saugfähigkeit und Struktur des Untergrundes erhöht sich dieser Verbrauch.
Bei diesen Verbrauchszahlen handelt es sich um Richtwerte. Der exakte Verbrauch ist durch Probebeschichtung direkt am Objekt zu ermitteln.
Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+5 °C für Umluft und Untergrund.
Je nach Lasurtechnik naß-in-naß arbeiten oder Trockenzeiten bis zu 12 Stunden zwischen den einzelnen Beschichtungen einhalten. Bei kühler und feuchter Witterung ergeben sich entsprechend längere Trocknungszeiten.
Nach Gebrauch mit Wasser evtl. unter Zusatz von Spülmittel.
Nicht auf waagerechten Flächen mit Wasserbelastung einsetzen. Um Walzstrukturen zu vermeiden, sollte die Grund- bzw. Zwischenbeschichtung im Bürstauftrag erfolgen.