Melaminharzoberflächen, Hart-PVC, Pulverbeschichtungen*, tragfähige 2K-Altbeschichtungen, Eisen, Stahl, Aluminium (kein anodisiertes Aluminium bzw. Eloxal!), Zinkblech, feuerverzinkter Stahl sowie viele andere Untergründe nach vorheriger Haftprobe.
* Aufgrund der Vielzahl unterschiedlich formulierter Pulverbeschichtungen wird zuvor grundsätzlich eine Haftprobe empfohlen.
Der Untergrund muß tragfähig, trocken, sauber, fest und frei von trennenden Substanzen sein.
Melaminharzoberflächen:
Anschleifen, Reinigen.
Hart-PVC:
Ammoniakalische Netzmittelwäsche nach BFS-Merkblatt Nr. 22.
Pulverbeschichtungen:
Anschleifen, Reinigen. Tragfähige 2K-Altbeschichtungen: Anschleifen, Reinigen.
Zinkblech und feuerverzinkter Stahl:
Ammoniakalische Netzmittelwäsche oder Sweepstrahlen nach BFS-Merkblatt Nr. 5.
Aluminium:
Schleifen mit Schleifvlies und Reinigung mit Nitroverdünnung oder phosphorsaure Reinigung nach BFS-Merkblatt Nr. 6.
Eisen und Stahl:
Entrosten durch Strahlen auf den Reinheitsgrad SA 21/2 nach DIN EN ISO 12944 Teil 4.
Grundmasse : Härter = 9 : 1 Gewichtsteile
Capalac 2K-EP-Haftgrund kann gestrichen, gerollt oder gespritzt werden. Härter der Grundmasse zugeben. Von Hand oder mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/Min.) intensiv mischen.
Danach in ein anderes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich mischen, bis ein schlierenfreier, gleichmäßiger Farbton entsteht.
Die Materialtemperatur der beiden Komponenten sollte 15–20 °C betragen.
Bei Roll- oder Streichauftrag nicht verdünnen. Für den Spritzauftrag bei Bedarf mit Disboxid 419 Verdünner auf Spritzkonsistenz einstellen. Nach einer Trockenzeit von mind. 16 Stunden müssen weitere Beschichtungen bis max. 24 Stunden nach dem Auftrag aufgebracht werden damit keine Haftungsprobleme auftreten. Bei längeren Wartezeiten als 24 Stunden muß die Oberfläche von Capalac 2K-EP-Haftgrund angeschliffen werden.
Aktivieren der Sprühdose
Vor dem Aktivieren der Dose, diese mindestens 2 Minuten gründlich schütteln. Die innenliegenden Metallkugeln müssen hörbar sein.
Um die Dose zu aktivieren, ist der in der Kappe befindliche rote Druckkopf zu entnehmen und auf den Stift im Dosenboden aufzusetzen. Die Dose dann kopfüber mit Kappe auf einen festen Untergrund stellen. Der rote Auslöseknopf wird dann mit dem Handballen fest bis zum Anschlag eingedrückt.
Achtung: Die Dose muß nach dem Aktivieren erneut mindestens 2 Minuten gründlich geschüttelt werden, damit sich der Härter gleichmäßig verteilen kann.
Der Spritzabstand zur Bauteiloberfläche sollte 20–30 cm betragen.
Die Flächen gleichmäßig dünn im Kreuzgang sprühen. Nach einer Trockenzeit von mind. 16 Stunden müssen weitere Beschichtungen bis max. 24 Stunden nach dem Auftrag aufgebracht werden damit keine Haftungsprobleme auftreten. Bei längeren Wartezeiten als 24 Std. muß die Oberfläche von Capalac 2K-EP-Haftgrund angeschliffen werden.
| Untergrund |
Einsatz |
Untergrund- vorbereitung |
Grundierung |
Zwischenbeschichtung |
Schlußbeschichtung |
Melaminharz- oberflächen |
innen |
anschleifen |
Capalac 2K-EP-Haftgrund |
Capalac oder Capacryl Weiß- oder Buntlacke |
Capalac oder Capacryl Weiß- oder Buntlacke |
| Hart-PVC |
innen/außen |
BFS Nr. 22 |
Pulver- beschichtungen |
innen/außen |
anschleifen, reinigen |
Zinkblech, feuerverzinkter Stahl |
innen/außen |
BFS-Nr. 5 |
| Eisen, Stahl |
innen/außen
|
SA 21/2, DIN EN ISO 12944 T 4 |
| Aluminium |
innen/außen |
BFS-Nr. 6 |
| Tragfähige 2K-Altbeschichtungen |
innen/außen |
anschleifen, reinigen |
Ca. 120–170 g/m2
Bei Spritzauftrag ca. 30 % höherer Verbrauch. Sprühdose: ca. 1,5 m2/Dose. Der Verbrauchswert ist ein Anhaltswert, der je nach Untergrund, Schichtdickenauftrag und Sprühabstand variiert.
(Topfzeit)
- Kombi-Gebinde:
Ca. 8 Stunden bei 20 °C. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
- Sprühdose:
Ca. 4 Tage bei 20 °C. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.
Bei längeren Arbeitsunterbrechungen innerhalb der Topfzeit Düsenventil leersprühen. Dose auf den Kopf drehen und Düsenventil betätigen bis kein Material mehr austritt.
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 8 °C, max. 30 °C
Die rel. Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht übersteigen. Taupunkttemperatur beachten.
Staubtrocken: nach ca. 40 Min. (Sprühdose: 10 Minuten). Überstreichbar: frühestens nach 16 jedoch innerhalb von 24 Stunden mit sich selbst oder Decklacken beschichten. Nach mehr als 24 Stunden ist ein Anschleifen der Oberfläche erforderlich.
Die angegebenen Werte sind Anhaltswerte bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit.
Höhere Temperaturen, z.B. durch Sonneneinstrahlung, verkürzen die Aushärtungszeit deutlich. Die Endbeschichtung muß deshalb entsprechend früher aufgebracht oder die Grundierung durch Anschleifen vorbereitet werden.
Nach Gebrauch mit Disboxid 419 Verdünner.