Die Untergründe müssen frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten. Je nach vorliegendem Untergrund und dessen Beschaffenheit ist vor dem Spachtelauftrag eine geeignete Grundbeschichtung aufzubringen (siehe hierzu Technische Information Nr. 650 „Grundiermittel von Caparol“). Glänzende, tragfähige Altbeschichtungen vorher anrauhen.
Spritzauftrag: Rationell und wirtschaftlich ist die Beschichtung gerade in Verbindung mit leistungsstarken Spritzgeräten von Wand- und Deckenflächen.
Abdeckvorrichtungen: Zum Abdecken der Fenster- und Türöffnungen haben sich paßgenau gefertigte Holzrahmen, bespannt mit Plastikfolie, bewährt. Bodenabdeckungen sollten mit schweren Abdeckmaterialien erfolgen.
Arbeitsablauf: Vollflächiger, satter Spritzauftrag mit Caparol-Akkordspachtel KF, unverdünnt, und sofortiges Planglätten mit einem geeigneten Stahlglätter. Caparol-Akkordspachtel KF ist nach der Antrocknung schleifbar. Aufgrund der höheren Feuchtigkeitsbeständigkeit sollte Caparol-Akkordspachtel KF innerhalb 7 Tage geschliffen werden. Während der ersten 2 Tage läßt sich die Spachtelmasse besonders effizient schleifen. Schleifgitter wie „Abranet“ der Firma Mirka ermöglichen eine effektivere Arbeitsleistung.
Geeignete Spritzgeräte: Caparol-Akkordspachtel KF ist verarbeitbar mit Putzfördergeräten und mit leistungsstarken Airless-Geräten. Bei Airless-Geräten sollten sämtliche Filter entfernt werden. Als Düsengröße haben sich Düsen mit einer Bohrung von 0,035–0,043" bewährt. Als Airless-Pistole sollten für Spachtelmassen vom jeweiligen Hersteller empfohlene Spritzpistolen eingesetzt werden. Diese Pistolen besitzen einen höheren Durchlaß und erleichtern das Auftragen der Spachtelmasse erheblich. Zum Auftragen werden ca. 150–180 bar Druck benötigt.
Überarbeitung: Mit Caparol-Akkordspachtel KF geglättete Flächen können nach guter Durchtrocknung mit allen geeigneten Caparol-Dispersions- und Latexfarben oder Capacryl-Acryllacken beschichtet werden. Vor einer Weiterbehandlung mit Sylitol-Innenfarben, plastischen Massen oder mit Glasgewebe-Wandbelägen sowie Textiltapeten und Papiertapeten ist ein Grundanstrich mit Caparol-Haftgrund, bei nachfolgenden Kunstharzputzen eine Grundierung mit Putzgrund 610 erforderlich.
ca. 1,5 kg/m²/mm Schichtdicke
Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung: +5 °C für Untergrund und Umluft. Materialtemperatur bei der Verarbeitung > +10 °C.
Abhängig von Baufeuchte, Temperatur und Schichtdicke in ca. 12–48 Stunden.
Nicht für Flächen mit sehr hoher Feuchtigkeitsbeanspruchung wie direkter Wasser- bzw. Spritzwasserbelastung oder Dauerluftfeuchtigkeiten > 70 % geeignet. Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen sind geringe Farbtonunterschiede möglich. Auf dichten, wenig saugenden Untergründen können feine Luftblasen entstehen. Diese können nach kurzer Ablüftzeit durch nochmaliges Glätten entfernt werden. Der Zeitpunkt des Nachglättens ist abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit am Objekt. Sollten nach dem Nachglätten nochmals Blasen entstehen, wurde etwas zu früh geglättet. Den Glättvorgang dann wiederholen. Bei rauhen, strukturierten Untergründen ist zur Erzielung einer glatten, ebenen Oberfläche evtl. ein Nachspachteln erforderlich. Aufgrund der höheren Festigkeit des getrockneten Materials ist ein erhöhter Schleifaufwand zu berücksichtigen. Bei der Überarbeitung von gipshaltigen Spachtelmassen kann es aufgrund von langanhaltender Feuchteeinwirkung zu Anquellung, Blasenbildung und Abplatzungen kommen. Deshalb ist für eine rasche Trocknung durch ausreichende Lüftung und Temperatur zu sorgen. Merkblatt Nr. 2 „Verspachtelung von Gipsplatten“ Bundesverband der Gips- und Gipsplattenindustrie beachten.