Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18 363, Abs. 3 beachten.
Tragfähige Putze der Mörtelgruppen PII und PIII:
Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen.
An der Oberfläche absandende Putze mit Histolith® Silikat-Fixativ grundieren, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser verdünnt, je nach Saugfähigkeit des Untergrundes.
Gerissene Putzflächen:
Nur Putzflächen mit ruhenden Putzrissen sind geeignet. Nicht geeignet sind Putzflächen mit aktiven Bewegungsrissen. Hohlstellen bedarfsweise abschlagen, Schadstellen mit Histolith® Renovierspachtel auffüllen, bei tieferen Ausbruchstellen (> 20 mm) mit Histolith® Trass-Porengrundputz.
Tragfähige Altanstriche:
Oberfläche gut reinigen. Eine Grundbeschichtung mit Putzgrund 610 auftragen.
Histolith® Renovierspachtel von Hand oder auch mit allen gängigen Putzmaschinen verarbeiten.
Bei manuellem Ansetzen das angeteigte Material ca. 5 Minuten reifen lassen und nochmals kurz durchrühren, Konsistenz ggf. mit Wasser nachstellen.
Wasserbedarf: ca. 5–6 l/Sack
Verarbeitungszeit: ca. 90 Minuten bei 20 °C und 65 % rF.
Auftrag mit Edelstahlkelle oder mit geeigneter Putzfördermaschine. Nach Nivellierung und kurzem Anziehen mit Schwammscheibe filzen oder mit Edelstahlglätter glätten. Max. Schichtdicke je Arbeitsgang: bei flächigem Auftrag 10 mm, bei einzelnen Ausbruchstellen 20 mm.
Gewebeeinbettung: Histolith® Renovierspachtel in ca. 4 mm Dicke aufziehen.
Capatect-Gewebe 650 10 cm überlappend einlegen und fest andrücken.
Danach ganzflächig überspachteln in einer Dicke von ca. 2 mm und gratfrei abglätten. Soll eine gefilzte Anstrichfläche erzielt werden, nach 24 Stunden eine zweite, ca. 3 mm dicke Schicht aufziehen und nach kurzem Anziehen gleichmäßig filzen.
Histolith® Renovierspachtel kann mit allen Histolith® Fassadenfarben beschichtet werden. Die Putzoberfläche zuvor mit Histolith® Fluat einstreichen und nachwaschen
Ca. 1300–1500 g/m²/mm Schichtdicke (Trockenmaterial) je nach Rauhigkeit des Untergrundes.
Exakte Werte sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.
Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+5 °C für Untergrund und Umluft
Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 7 Tagen überstreichbar.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen sorgfältig abdecken, betrifft insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine, Metall und Holz.