Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Neue Putze der Mörtelgruppen PIc, PII und PIII:
Standzeiten von Neuputzen vor der Beschichtung einhalten, bei der Mörtelgruppe PI mind. 4 Wochen, bei den Mörtelgruppen PII und PIII mind. 2 Wochen. Sinterhaut mit Histolith® Fluat entfernen.
Alte ungestrichene Putze und alte mineralische Anstriche:
Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Silikat-Fixativ, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes. Auf stark ausgebesserten, leicht gerissenen Untergründen (Schwindrissen) sowie auf alten Spritz- und Kratzputzen eine Zwischenbeschichtung mit Histolith® Mineralin auftragen.
Alte tragfähige, matte Dispersionsfarbenanstriche:
Oberfläche gut reinigen. Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Quarzgrund auftragen, verdünnt mit max. 10% Histolith® Silikat-Fixativ.
Putzausbesserungen:
Der Ausbesserungsmörtel muß in seiner Art und seiner Struktur dem Altputz entsprechen und vor dem Anstrich gut abgebunden und ausgehärtet sein. Alle Putzausbesserungen mit Histolith® Fluat einstreichen und nachwaschen.
Ziegelmauerwerk:
Nur Mauerwerk aus saugfähigen Ziegeln ist geeignet. Hartbrandziegel und Klinker sind nicht geeignet. Eine Probefläche anlegen und die Anstrichverträglichkeit prüfen. Oberfläche gut reinigen. Schadhafte Mörtelfugen ausbessern. Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Silikat-Fixativ, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes. Eine Zwischenbeschichtung mit Histolith® Quarzgrund auftragen.
Natursteine:
Nur saugfähige Natursteine sind als Untergrund geeignet. Eine Probefläche anlegen und die Anstrichverträglichkeit prüfen. Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen. Absandende Natursteine vor dem Anstrich mit Histolith® Steinfestiger festigen.
Beachten:
Bei Natursteinen mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen können diese auf der Anstrichoberfläche ausblühen und Flecken erzeugen.
Pilz- oder algenbefallene Flächen:
Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall naß reinigen. Nach Abtrocknung die Flächen mit Histolith® Algenentferner einlassen und trocknen lassen. Für den Anstrichaufbau ist eine vorherige Beratung durch einen Außendienstmitarbeiter oder durch unsere technische Abteilung erforderlich.
Bei denkmalgeschützten Objekten bevorzugt mit Bürstenwerkzeugen verarbeiten.
Schwach und gleichmäßig saugende mineralische Untergründe:
Eine Grundbeschichtung mit einer Mischung aus 2 RT Histolith® Außenquarz und 1 RT Histolith® Silikat-Fixativ.
Eine Schlußbeschichtung mit Histolith® Außenquarz verdünnt mit max. 5 % Histolith® Silikat-Fixativ.
Stark und ungleichmäßig saugende oder an der Oberfläche ansandende mineralische Untergründe:
Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Silikat-Fixativ, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes.
Zwischen- und eine Schlußbeschichtung:
Mit Histolith® Außenquarz verdünnt mit max. 5 % Histolith® Silikat-Fixativ.
Auf ausgebesserten Putzflächen zusätzlich eine Zwischenbeschichtung mit Histolith® Quarzgrund oder Histolith® Mineralin.
Ca. 250–300 ml/m2 auf glattem Untergrund für zwei Anstriche. Auf rauhen Flächen entsprechend mehr. Exakte Werte sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.
Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+8 °C für Untergrund und Umluft.
Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 12 Stunden oberflächentrocken und überstreichbar, nach 24 Stunden regenfest.
Bei niedriger Temperatur und höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Zur Vermeidung von Ansätzen naß in naß in einem Zug beschichten. Nicht geeignet für waagerechte oder geneigte Flächen mit Wasserbelastung.
Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen, starkem Wind, extrem hoher Luftfeuchtigkeit, Nebelnässe, Regen verarbeiten. Gegebenenfalls Gerüstnetze oder -planen anbringen. Vorsicht bei Gefahr von Nachtfrost.
Abdeckmaßnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen sorgfältig abdecken, betrifft insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine, Metall und Holz.