Alle Ränder der auszuschäumenden Fugen müssen lagestabil sowie öl-/fettfrei und tragfähig sein. Sofern Fensterbank-Hohlräume auszuschäumen sind, müssen die Fensterbänke im vorgeschriebenen Maximalabstand mit Mauerankern stabilisiert sein.
Offene Dämmplattenstöße können, gemäß DIN 55699 Verarbeitung von WDVS, bis max. 5 mm Fugenweite ausgeschäumt werden.
Alle Haftflächen vor dem Verschäumen leicht befeuchten.
Doseninhalt von 750 ml expandiert beim freien Schäumen auf ca. 40 dm3.
Temperatur, Feuchtigkeit und Hohlraumgröße (Druck) beeinflussen die Dichte und die Ergiebigkeit
Verarbeitungstemperatur:
Während der Verarbeitung und in der Härtungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5° C absinken. Optimale Dosentemperatur: 20° C.
Bleibt der Schaum drucklos in der Dosierpistole stehen, härtet er im Förderkanal, wodurch das Gerät unbrauchbar wird. Eine Reinigung ist daher unerläßlich, wenn die Dose nach Entleerung nicht unmittelbar gewechselt wird: Geleerte Füllschaum-Dose gegen Reiniger-Dose (siehe Ergänzungsprodukte) austauschen und Pistole gut durchsprühen, bis Sprühstrahl frei von Schaumresten ist.
Nach ca. 15 Minuten Einwirkung den Sprühvorgang wiederholen und die Reiniger-Dose abschrauben.
Mit einem Tuch den überschüssigen Reiniger vom Adapter entfernen. Adaptergewinde mit Vaselinespray einsprühen, um eine Verklebung zwischen Reiniger und Füllschaum-Dose zu vermeiden.
Dosierpistole stets so halten, daß sich die aufgesetzte Dose oben, der Dosierhebel unten befinden. Durch Betätigen des Abzugshebels wird der Schaumaustritt freigegeben (ggf. mit der Dosierschraube regeln). Schaummenge mit der Ventilspitze sparsam in fortlaufendem Strang in die Fuge einbringen.
Offene Stoß- und Lagerfugen zwischen Dämmplatten sind mit dem frischen Schaumstrang zu 30–40 % des Hohlraums zu befüllen, der Schaum expandiert danach zum ca. 2- bis 3-fachen Volumen. In ausgehärtetem Zustand muß der Schaum den Fugenhohlraum vollständig ausfüllen, nicht nur an der sichtbaren Oberfläche. Bei größerem Hohlraum-Volumen und dickerer Schicht (z. B. Ausschäumen unter Fensterbänken) sind mehrere Schichten unter Zwischenbefeuchtung einzubringen.
Die über die Dämmplatten-Vorderkante hervorquellenden Schaumanteile sind erst nach dem völligen Aushärten zu bearbeiten, mit einem scharfen Messer o. ä. bündig abzutrennen und ggf. beizuschleifen, so daß sich eine ebene Grundlage für die Armierungsschicht ergibt.
Arbeitsunterbrechungen – auch über längere Zeiträume – sind jederzeit möglich, solange die Dose unverändert mit der Dosierpistole verbunden bleibt. Wird jedoch eine entleerte Dose nicht sofort durch eine volle ersetzt, muß die Dosierpistole gereinigt werden. Vor dem Wechsel muß die Dose gut geleert sein – eventuelle Restmengen in einen Müllbeutel spritzen, bis kein Schaum mehr aus der Pistole kommt.
Vorbereitung des Füllschaums
Dose ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und dann kopfüber gemäß Bedienungsanleitung auf die Dosierpistole schrauben.