Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sein.
VOB, Teil C, DIN 18363, Abs. 3 beachten.
Nicht tragfähige Lack- Dispersionsfarben- oder Kunstharzputzbeschichtungen sowie nicht tragfähige mineralische Anstriche sind restlos zu entfernen.
Festhaftende Anstriche trocken oder nass reinigen.
Schimmel-, moos- oder algenbefallene Flächen mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Mit Capatox durchwaschen und die Flächen gut trocknen lassen.
Durch Industrieabgase oder Ruß verschmutzte Flächen mittels Druckwasserstrahlen mit Zusatz geeigneter Reinigungsmittel und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen.
Falls erforderlich, ist je nach Untergrund eine geeignete Caparol - Grundierung notwendig.
Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem
System 1 (EPS mit CarbonSpachtel)
1. Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem
Als Untergrund wird das Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem nach Verarbeitungsrichtlinie erstellt. Als Dämmplatten kommen Dalmatiner-Fassadendämmplatte 160 + 164, Capatect-PS-Fassadendämmplatte 600 und Capatect-Fassadendämmplatte 155 zum Einsatz.
2. Armierung mit CarbonSpachtel
Die Armierungsmasse ist jeweils in Bahnenbreite des Gewebes auf die Dämmplatten aufzutragen und das Capatect-Gewebe 650 mit ca. 10 cm Überlappung einzudrücken. Nachfolgend nass in nass überspachteln, so dass eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist. Das Gewebe muss im oberen Drittel der Armierungsschicht liegen. Die Gesamtschichtdicke muss ca. 3 mm betragen.
3. Ausgleichsspachtelung mit CarbonSpachtel
Zum beseitigen von Unebenheiten in der Armierungsschicht ist nach ausreichender Trocknung eine zusätzliche Ausgleichsspachtelung (Schichtdicke max. 1 mm) mit der verwendeten Armierungsmasse CarbonSpachtel vorzunehmen.
4. Grundierung mit CapaGrund Universal
Im Bereich vom Fassadenbild muss die Armierungsschicht nach vollständiger Trocknung mit CapaGrund Universal im Farbton Venato 25 gleichmäßig grundiert werden.
System 2 (MW mit CarboNit)
1. Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem
Als Untergrund wird das Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem nach Verarbeitungsrichtlinie erstellt. Als Dämmplatten kommen die Capatect-MW-Fassadendämmplatten 100, 101, 119 DUO plus, 149 EXTRA zum Einsatz.
2. Armierung mit CarboNit:
Die Armierungsmasse ist jeweils in Bahnenbreite des Gewebes auf die Dämmplatten aufzutragen und das Capatect-Gewebe 650 mit ca. 10 cm Überlappung einzudrücken. Nachfolgend nass in nass überspachteln, so dass eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist. Das Gewebe sollte im oberen Drittel der Armierungsschicht liegen. Die Gesamtschichtdicke muss ca. 5-6 mm betragen.
3. Ausgleichsspachtelung mit CarbonNit
Zum beseitigen von Unebenheiten in der Armierungsschicht ist nach ausreichender Trocknung eine zusätzliche Ausgleichsspachtelung (Schichtdicke max. 1 mm) mit der verwendeten Armierungsmasse CarboNit vorzunehmen.
4. Grundierung mit CapaGrund Universal
Im Bereich vom Fassadenbild muss die Armierungsschicht nach vollständiger Trocknung mit CapaGrund Universal im Farbton Venato 25 gleichmäßig grundiert werden.
Capatect PhotoVision Gewebe
Kleben mit Capatect-PhotoVision-Spezialkleber. Versiegeln mit Caparol TopLasur NQG
Capatect-PhotoVision-Spezialkleber mit einer Lammfellrolle satt und gleichmäßig auftragen (ca. 500 - 600 g/m²) und das Capatect-PhotoVision-Gewebe sofort in das nasse Kleberbett einlegen und mit einer weichen Nylon-Tapezierbürste gleichmäßig und blasenfrei andrücken. Immer nur so viel PhotoVision-Spezialkleber vorlegen, dass vor dem Einbetten vom PhotoVision Gewebe keine Hautbildung auf der Kleberoberfläche entsteht. Der durch das Gewebe durchtretende Kleber ist mit einer Lasurbürste zu verschlichten. Ggf. noch etwas PhotoVision-Spezialkleber vorlegen, damit das PhotoVision-Gewebe ausreichend eingebettet ist.
Sollte das Capatect PhotoVision Motiv aus mehreren Einzelteilen bestehen, so sind die einzelnen Bahnen in der Reihenfolge, wie im Verlegeplan angegeben, auf Stoß zu verlegen. Die erste PhotoVision-Gewebebahn muss exakt und gleichmäßig ausgerichtet werden.
Nach der Trocknung (frühestens jedoch nach 24 h) wird mit Caparol TopLasur NQG eine zusätzliche Schutzbeschichtung aufgetragen. Die Caparol TopLasur NQG wird hierzu satt und gleichmäßig (ca. 150 g/m²) mittels Lasurbürste aufgetragen und verteilt. Es ist darauf zu achten, dass keinerlei Fehlstellen entstehen.
Übergang zur Putzbeschichtung
Ein sauberer Übergang im Bereich PhotoVision Gewebe zu Oberputz wird wie folgt hergestellt:
Da im Anschlussbereich PhotoVision-Gewebe zu Oberputzbeschichtung der Oberputz ca. 1,5 cm auf das PhotoVision-Gewebe zu führen ist, wird dieser Bereich mit Klebeband sorgfältig abgeklebt und mit Putzgrund 610 grundiert (ggf. Farbton an die Putzbeschichtung anpassen). Nach ausreichender Trocknung und der Oberputzbeschichtung wird das Klebeband sorgfältig entfernt.
Hinweise
PhotoVision-Spezialkleber darf nur im Aussenbereich und nicht im Innenbereich eingesetzt werden.
Das Capatect-PhotoVision-Gewebe kann nicht um die Innen- oder Außenecken gelegt werden. Es ist stets im Eckbereich abzuschneiden.
Ggf. kann im Eckbereich ein Übergang mit handelsüblichen Kunststoff-Winkelprofilen (z. B. Fa. Protektor Nr. 3528) erfolgen. Die Befestigung entsprechender Profile erfolgt mittels Disbothan 235 PU-Fugendicht. Bei der Verklebung und ggf. farblichen Anpassung der Profile mittels Anstrich ist das PhotoVision-Gewebe abzukleben und zu schützen.
Detailanschlüsse müssen wie beim „normalen Tapezieren“ sorgfältig und exakt zugeschnitten und angepasst werden.
Da es sich bei PhotoVision um ein sogenanntes Schmuck- und Dekorelement handelt, ist das Format auf jeweils 12 m² zusammenhängender Fläche zu begrenzen. Gleichzeitig dürfen nicht mehr als 5 % der gesamten Fassadenfläche eines Gebäudes überschritten werden.
Auf nicht gedämmten Untergründen ist keine Formatbegrenzung einzuhalten.
Es ist darauf zu achten, dass in Abhängigkeit von der Größe des PhotoVision-Gewebes und der zu bearbeitenden Fläche ausreichend Personal vorhanden ist.
Besteht das Motiv von Capatect-PhotoVision Gewebe aus mehreren Gewebe-Einzelteilen, so sind nach dem Verlegeplan, der jeder Lieferung beiliegt, die einzelnen Stücke entsprechend anzuordnen.
Dateigröße: In Abhängigkeit der Bildgröße und des Betrachtungsabstands ist in der Regel die max. Auflösung einer 8 Megapixel - Digitalkamera ausreichend (Dateiformat JPG / TIF).
Bitte beachten Sie, daß es beim Ausdruck zu starken Farbabweichungen im Vergleich zur Darstellung am Monitor kommen kann. Falls ein exakter Farbton gewünscht wird (z. B. Firmen-Logo) kann dieser bei der Bestellung berücksichtigt werden. Grundsätzlich erhält der Kunde einen Testdruck zur Druckfreigabe.
Geringe Farbtonänderungen sind gemeinhin Stand der digitalen Produktionstechnik. Daher sind geringe Farbchangierungen innerhalb eines Farbtons zwischen zwei Bildbahnen nicht zu beanstanden. Dies gilt auch für vereinzelt sichtbare Stöße zwischen den Bildbahnen, die aufgrund der Untergrundebenheit, Materialsteifigkeit und Formstabilität nicht immer zu vermeiden sind.
Wir gehen davon aus, daß dem Kunden die Bildrechte für die eingereichten Motive vorliegen.
Angrenzende Oberputze
- Capatect-Fassadenputz K + R
- AmphiSilan-Fassadenputz K + R
- ThermoSan-Fassadenputz NQG
Weitere Untergründe für PhotoVision
- Beton, unbeschichtet
- Unterputze der Mörtelgruppen PII + PIII nach DIN V 18550
- matte, tragfähige Dispersionsfarben-Beschichtungen
- tragfähige Silikatbeschichtungen
Die entsprechenden Untergründe können ebenfalls mit Capatect-PhotoVision beschichtet werden. Es muss aber auch hier grundsätzlich eine Armierungsschicht mit CarbonSpachtel oder CarboNit in oben angeführtem Systemaufbau und Grundierung mit CapaGrund Universal (Farbton Venato 25) aufgebracht werden.
Capatect-PhotoVision Spezialkleber: Kleben ca. 500-600 g/m²
Caparol TopLasur NQG: Versiegeln ca. 150 g/m²
Capatect-PhotoVision-Gewebe: 1 m²/m²
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5° C absinken und über +30° C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt „Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen“ vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Bei der Versiegelung mit Caparol TopLasur NQG darf die Temperatur nicht unter +8° C während der Verarbeitung und der Trocknungsphase absinken.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Gebindeinhalt mit einem langsam laufenden Rührwerk gründlich aufrühren.