Der Untergrund muß eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sein.
Neuen Armierungsspachtel mindestens 48 Stunden trocknen lassen.
Den Putz mit einer Edelstahlkelle oder mit einer geeigneten Feinputz-Spritzmaschine vollflächig auftragen und auf Körnung abziehen. Unmittelbar danach mit einer Kunststofftraufel oder mit einem PU-Brett die Kratzputze gleichmäßig rund abscheiben, die Reibeputze wahlweise waagerecht, senkrecht oder rund strukturieren.
Die Wahl des Werkzeuges beeinflußt den Charakter der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten.
Beim Spritzauftrag ist die zu wählende Düse abhängig von der Korngröße. Der Arbeitsdruck sollte
0,3–0,4 MPa (3–4 bar) betragen. Beim Spritzauftrag ist besonders sorgfältig darauf zu achten, daß ein gleichmäßiger Materialauftrag erfolgt und Überlappungen an den Gerüstlagen vermieden werden.
Zur Erzielung einer gleichmäßigen Struktur sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausgeführt werden, um Struktur-Abweichungen durch unterschiedliche „Handschriften“ zu vermeiden.
Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine genügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen und naß in naß zügig durchzuarbeiten.
Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material gleicher Produktionsnummern verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produktionsnummern vorher untereinander mischen.
| Produkt-Nr. |
Bezeichnung |
Struktur |
Körnung (mm) |
ca. Verbrauch (kg/m2) |
| 860 |
Capatect-CS-Strukturputz R15 |
Reibeputz-Struktur |
1,5 |
2,7 |
| 860 |
Capatect-CS-Strukturputz R20 |
Reibeputz-Struktur |
2,0 |
3,5 |
| 860 |
Capatect-CS-Strukturputz R30 |
Reibeputz-Struktur |
3,0 |
4,5 |
| 870 |
Capatect-CS-Strukturputz K15 |
Kratzputz-Struktur |
1,5 |
2,7 |
| 870 |
Capatect-CS-Strukturputz K20 |
Kratzputz-Struktur |
2,0 |
3,5 |
| 870 |
Capatect-CS-Strukturputz K30 |
Kratzputz-Struktur |
3,0 |
4,1 |
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +8° C und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Die Trocknungszeit beträgt je nach Witterung ca. 12–48 Stunden und ist abhängig von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit.
Der Putz trocknet durch chemische Reaktion und physikalisch, d.h. durch Verkieselung mit dem Untergrund und Verdunstung des Anmachwassers. Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Vorbereiten des Materials
Gebindeinhalt mit einem langsam laufenden Rührwerk gründlich aufrühren.
Zur Konsistenzregulierung kann max. 1 % Wasser zugegeben werden. Zum Umrühren keine Aluminiumquirle verwenden, da sonst die Gefahr der Verfärbung besteht.
Bei der Anwendung und Ausführung die DIN 18363 sowie DIN 18350, VOB, Teil C beachten.