Der Untergrund muß eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sein.
Neue Grundputze sollten mit einem Putzkamm o.ä. waagerecht aufgerauht werden und abgebunden und trocken sein. Standzeit ca. 1 Tag je mm Auftragsdicke, witterungsabhängig.
Beim Einsatz innerhalb der Capatect-WDV-Systeme muß die Armierungsschicht aus Capatect-Armierungsputz 133 waagrecht durchgekämmt, abgebunden und trocken sein.
Standzeit ca. 1 Tag je mm Auftragsdicke, witterungsabhängig.
Je nach Temperatur und Saugverhalten ist der Untergrund mit Sylitol-Konzentrat 111 zu grundieren.
Den Naßmörtel von Hand oder mit einer geeigneten Putzmaschine auftragen und in gleichmäßiger Schichtdicke von ≥ 14 mm einebnen.
Nach genügender Erhärtung die komplette Oberfläche ohne Unterbrechung mit dem Edelkratzputz-Striegel kratzen. Das Korn muß springen und darf nicht am Striegel hängenbleiben. Die Endschichtdicke von 10 mm darf nicht unterschritten werden.
Zur Erzielung einer gleichmäßigen Oberfläche sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausgeführt werden, um Struktur-Abweichungen durch unterschiedliche „Handschriften“ zu vermeiden.
Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbton-Schwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Produktionsnummer verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produktionsnummern vorher untereinander mischen.
Ca. 18 kg Trockenmörtel je m² bei 14 mm Auftragsdicke und ca. 10 mm Enddicke. = ca. 1,4 m2 je 25 kg-Sack.
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwundverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit ist der Putz nach 24 Stunden oberflächentrocken. Durchgetrocknet und belastbar nach 7 Tagen.
Der Putz trocknet durch Hydratation und physikalisch, d. h. durch Verdunstung des Anmachwassers.
Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Capatect-Edelkratzputz kann mit allen gängigen Durchlaufmischern, Schnecken-Förderpumpen und Putzmaschinen verarbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden. Die Mischzeit beträgt im Zwangsmischer oder mit dem Handrührgerät 3–4 Minuten. Auf gleiche Mischzeit ist zu achten, da die gleichbleibende Konsistenz des Naßmörtels Voraussetzung für die später einwandfreie und gleichmäßige Putzoberfläche ist.
Wasserbedarf ca. 6–6,5 l je 25 kg-Sack.
Für den Maschinenauftrag sind für Kratzputz ausgerüstete Putzmaschinen geeignet.
Beispiel für Maschinenausrüstung
Putzmaschine PFT G4, Rotor/Stator D8-1,5 evtl. Nachmischer erforderlich
Wichtige Daten:
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen. Bitte unbedingt die Richtlinien des Maschinenherstellers beachten!
Elektro-Anschluß:
jeweils 400 V Drehstrom / 32 A (Baustromverteiler mit FI-Schutzschalter)
Wasser-Anschluß:
Schlauch 3/4˝ mit GEKA, erforderlicher Wasserdruck bei laufender Maschine mindestens 2,5 bar
Wasserdurchfluß:
ca. 420 l/h. Die gewünschte Konsistenz ist am Feinregulierventil der Wasserarmatur des Mischers einzustellen.
Förderschläuche:
Innen-∅ 35 mm, je 13,3 m
Förderweite:
Maximale Förderweite ca. 30 m (objektbezogen und temperaturabhängig zu optimieren)
Spritzgerät:
Feinputzgerät Düsendurchmesser: 16 mm
Hinweis:
Der praktische Wasserbedarf kann insbesondere bei eingefärbten Putzen schwanken. Für jeden Sack die gleiche Wassermenge verwenden, da sich sonst Unterschiede in Struktur oder Farbton ergeben können.