Für den Einsatz als Kleber:
Mauerwerk, Beton oder festhaftende Anstriche müssen sauber, trocken und tragfähig sein.
Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z. B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate sind zu entfernen. Schadhafte, blätternde Altanstriche und Strukturputze sind weitmöglichst zu entfernen. Putzhohlstellen sind abzuschlagen und flächenbündig beizuputzen.
Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen sind gründlichst bis zur festen Substanz zu reinigen und mit Sylitol-Konzentrat 111 zu grundieren.
Für den Einsatz als Armierungsmörtel:
Eventuell vorhandene Versätze an den Stößen von Schaumsilikat-Dämmstoffplatten sind vorher abzuschleifen. Anhaftender Schleifstaub ist zu entfernen.
Je 25 kg-Sack die erforderliche Menge kaltes, sauberes Wasser (9–10 l) in einen Mörtelkübel geben und den Trockenmörtel langsam zugeben. Mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk oder Zwangsmischer mischen und zu einer klumpenfreien Masse anteigen.
Nicht mehr Material anmischen, als innerhalb von 2 Stunden verarbeitet werden kann. Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.
Dämmplattenverklebung:
Ca. 4 bis 5 kg/m2 bei planebenem Untergrund
Armierungsschicht:
Mind. 5,5 kg/m2 bei einer Mindestschichtdicke von 5 mm.
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.
Verarbeitungstemperatur:
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C absinken und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt „Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen“ vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Die Verdübelung sollte erst nach ausreichender Verfestigung des Kleberbettes – d. h. nach ca. 1 Tag – erfolgen. Der Kleber ist durchgetrocknet und belastbar nach 1–2 Tagen.
Vor einer weiteren Überarbeitung der Armierungsschicht ist eine Wartezeit von mind. 48 Stunden einzuhalten (abhängig von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit).
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Nach dem Anbringen des Eckschutzes an Fensterleibungen und Kanten, sowie der Diagonalarmierung an den Ecken von Fassadenöffnungen ist die Spachtelmasse jeweils in Bahnenbreite des Gewebes auf die Dämmplatten aufzutragen und das Capatect-Gewebe 650 mit ca. 10 cm Überlappung einzudrücken.
Nachfolgend naß in naß überspachteln, so daß eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist. Die Gesamtschichtdicke muß 5–7 mm betragen.
Die Dämmplatten sind entweder mit der Zahnspachtel vollflächig zu beschichten oder durch wulstförmiges Auftragen am Plattenrand und in der Fläche so mit Klebemörtel zu versehen, dass die Klebekontaktfläche mehr als 70 % beträgt. Die Kleberauftragsmenge und die Steghöhe ist nach den Untergrundtoleranzen zu variieren. Unebenheiten bis ± 1 cm können im Klebebett ausgeglichen werden. Die Dämmplatten im Verband von unten nach oben preßgestoßen verkleben und gut andrücken. Keine Klebemasse in die Plattenstöße bringen.
Auf flucht- und lotrechte Verlegung achten.
Der Capatect-CS-Klebe- und Armierungsmörtel ist nicht für die Verklebung der Capatect-PF-Fassadendämmplatte 122 geeignet.
Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen.