Vor dem Aufbringen der Strukturputzlage ist die Armierungsschicht je nach Witterung und Saugverhalten ggf. mit Sylitol-Konzentrat 111 (2 : 1 mit Wasser verdünnt) zu grundieren.
Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen. Bei der Anwendung und Ausführung die DIN V 18550 sowie DIN 18350, VOB, Teil C beachten.
Mauerwerk, Beton oder festhaftende Anstriche müssen sauber, trocken und tragfähig sein. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z.B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate sind zu entfernen.
Schadhafte, blätternde Altanstriche und Strukturputze sind weitmöglichst zu entfernen. Putzhohlstellen sind abzuschlagen und flächenbündig beizuputzen. Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen sind gründlichst bis zur festen Substanz zu reinigen und mit Sylitol-Konzentrat 111 zu grundieren.
Capatect-Klebe- und Armierungsmasse 133 Leicht kann mit allen gängigen Durchlaufmischern, Schneckenförderpumpen und Putzmaschinen verarbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden. Ca. 5 Minuten reifen lassen und nochmals kurz durchrühren. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen.
Wasserbedarf ca. 8–9 l je 25 kg-Sack.
Witterungsabhängig beträgt die Verarbeitungszeit bei manuell angeteigtem Material ca. 2 bis 2,5 Stunden (Topfzeit), bei maschineller Förderung maximal 60 Minuten. Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.
Verklebung:
3,0–3,5 kg/m2
Armierung:
Je mm Schichtdicke ca. 1,1 kg/m2.
Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte; Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 ° C und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit ist die Armierungsputzschicht nach 24 Stunden oberflächentrocken. Die Durchtrocknungszeit beträgt pro mm Auftragsdicke 1 Tag.
Capatect-Klebe- und Armierungsmasse 133 Leicht trocknet durch Hydratation und physikalisch, d.h. durch Verdunstung des Anmachwassers. Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Beispiel für Maschinenausrüstung
Durchlaufmischer Berö Calypso 15 mit Standard-Dosier- bzw. Mischwelle und Förderpumpe Berö Speedy 15 mit Schneckenteil 1/1 Leistung.
Wichtige Daten:
Bitte unbedingt die Richtlinien des Maschinenherstellers beachten!
Elektro-Anschluß:
jeweils 400 V Drehstrom/16 A (Baustromverteiler mit FI-Schutzschalter)
Wasseranschluß:
Schlauch 3/4" mit GEKA, erforderlicher Wasserdruck bei laufender Maschine mindestens 2,5 bar
Wasserdurchfluß:
Ca. 330 l/h
Die gewünschte Konsistenz ist am Feinregulierventil der Wasserarmatur des Mischers einzustellen.
Förderschläuche:
Anfangsschläuche – Innen-∅ 35 mm, je 13,3 m Endschlauch – Innen-∅ 25 mm, 10,0 m
Förderwege:
Maximale Förderweite ca. 50 m (objektbezogen und temperaturabhängig zu optimieren)
Spritzgerät:
Düsen-∅ 10 mm
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen!
(Hand- oder Maschinenauftrag)
Nach dem Anbringen des Kantenschutzes an Fensterlaibungen und Kanten, sowie der Diagonalarmierung an den Ecken von Fassadenöffnungen ist die Armierungsmasse jeweils in Breite der Gewebebahnen aufzutragen und das Capatect-Gewebe 650 mit mind. 10 cm Überlappung einzudrücken.
Nachfolgend naß in naß überspachteln, so daß eine vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist.
Das Material ist in gleichmäßiger Schichtdicke von mindestens 5 mm und max. 10 mm zu verarbeiten.
Soll nachfolgend der Capatect-Edelkratzputz K40 aufgetragen werden, ist eine Schichtdicke von 8 mm zu erstellen. Die noch nasse Oberfläche ist dafür mit einer 6 mm-Zahnkelle waagerecht zu durchkämmen.
Auf den Dämmstoffplatten ist rückseitig Klebemörtel punktweise aufzubringen (ca. 20 % der Fläche). (nur bei Schienenbefestigung)