Der Untergrund muß eben, sauber, trocken, fest, tragfähig, frei von trennenden Substanzen und schwach saugend sein.
Je nach Auftragsverfahren (abhängig von der Auftragsdicke und der Ebenheit des Untergrundes)
Rollenauftrag:
Ca. 2,0 kg/m2
Zahnkellenauftrag:
Ca. 2,5 kg/m2
Während der Verarbeitung- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Merkblatt "Verputzen bei hohen und tiefen Temperaturen" vom Deutschen Stuckgewerbebund.
Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit je nach Auftragsdicke ca. 24 Stunden.
Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten.
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
Vorbereiten des Materials
Der Capatect-Rollkleber 615 ist für den Zahnkellenauftrag ohne weitere Zusätze verarbeitungsfertig eingestellt.
Er muß nur mit einem langsam laufenden Rührwerk kurz aufgerührt werden. Falls erforderlich, die Konsistenz mit etwas Wasser nachstellen.
Beim Auftrag mit der Lammfellrolle ist die Konsistenz nötigenfalls durch geringfügige Wasserzugabe (max. 2 %) verarbeitungsgerecht einzustellen.
Im Regelfall wird der Capatect-Rollkleber 615 auf den Untergrund aufgetragen.
Zahnkellenauftrag:
Beim Zahnkellenauftrag ist der Kleber zunächst gleichmäßig aufzuziehen und dann mit einer 6 x 4 mm Zahnkelle durchzukämmen. Das Auftragsverfahren ist optimal an vertikalen Flächen anzuwenden.
Rollenauftrag:
Der Kleberauftrag erfolgt durch gleichmäßiges Verteilen mit der Lammfellrolle, so daß eine gute Benetzung des Untergrundes erfolgt. Vorzugsweise ist diese Klebemethode bei liegenden Wandflächen anzuwenden (z.B. werkseitige Beschichtung von Fertighaus-Elementen).
Bei beiden Verfahren jeweils nur soviel Kleberfläche vorlegen, wie unmittelbar mit Dämmplatten belegt werden kann. Die offene Zeit beträgt bei 20 °C ca. 15 Minuten. Bei erhöhter Untergrund-Saugfähigkeit, Temperatur, Luftbewegung sowie Sonneneinstrahlung trocknet der Kleber relativ schnell ab. Dadurch können Haftungsprobleme auftreten.
Der Kleberauftrag kann auch nach beiden Verfahren vollflächig direkt auf die Dämmplatten erfolgen.
Die Dämmplatten sind mit leicht schiebender Bewegung fest an den Untergrund anzudrücken, so daß eine satte Kleberverbindung zustande kommt. Der hierbei seitlich austretende Kleber ist mit einer Spachtel zu entfernen. Bei der ersten Dämmplattenreihe in der Sockelschiene ist darauf zu achten, daß die Platten fest an der vorderen Aufkantung der Schiene anliegen. Keinesfalls darf hier durch zu wenig Kleberauftrag die Schiene vorstehen.
Die Dämmplattenverklebung hat stets im Verband zu erfolgen.