Mineralische Untergründe, Altputze sowie Altanstriche oder -beschichtungen. Auch ein für das Klebeverfahren nicht ausreichend tragfähiger Untergrund kann mit der Schienenbefestigung verkleidet werden.
Der Wandbaustoff muß für die Aufnahme der Schienendübelung die notwendige Festigkeit aufweisen. Mauerwerk, Beton oder Altputze dürfen nicht durchnäßt sein. Vorstehende Mörtelgrate sind zu entfernen. Größere Putzhohlstellen sind abzuschlagen und flächenbündig beizuputzen. Unebenheiten bis 3 cm können durch Unterlegen von Capatect-Distanzstücken ausgeglichen werden.
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5° C und über +30° C liegen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Kommentar ATV DIN 18 345 Punkt 3.1.3 ungeeignete klimatische Bedingungen.
Zunächst wird in Sockelhöhe die Capatect-Sockelschiene angebracht. Die erste Dämmplattenreihe wird rückseitig mit einem Klebersteg unterfüttert in die Sockelschiene eingestellt. Die system zugehörige Klebermasse plattenmittig als Batzen (Durchmesser 20–25 cm = ca. 20 % Flächenanteil) auf die Plattenrückseite auftragen. In die senkrechten Stoßfugen der Dämmplatten sind die Capatect-Verbindungsstücke 633/00 einzufügen. Nach der ersten Plattenreihe sind die Capatect-Halteleisten 632/00 in die waagerechte Nut einzulegen und alle 30 cm mit bauaufsichtlich zugelassenen Capatect-Universal-Montage-Schraubdübeln bzw. mit Capatect-Universal-Montage-Schlagdübeln, zu befestigen. Die nächste Plattenreihe kann dann sinngemäß mit im Verband versetzten Fugen verlegt werden.
Der jeweils erforderliche Dübeltyp für die Schienenbefestigung ist gemäß Dübel-Zulassung in Abhängigkeit vom Wandbaustoff und von der notwendigen Verankerungstiefe zu wählen.
Es ist jeweils auf exakte flucht- und lotrechte Befestigung zu achten. Die Profilschienen dürfen nicht verzogen werden, Untergrundtoleranzen sind nötigenfalls mit den Capatect-Distanzstücken auszugleichen. Die Halteleisten sollen untereinander eine offene Stoßfuge von 2–3 mm aufweisen. Die Dämmplattenstöße müssen absolut dicht und exakt ausgeführt werden.
Eventuell entstehende Fugen mit Dämmstoffstreifen, ggf. auch mit Capatect-Füllschaum B1 (max. 5 mm), ausfüllen. Bei Plattenzuschnitten (Paßstücken), z. B. unter Fensterbänken oder Dachvorsprüngen, ist die erforderliche Nut nachträglich mit dem Nutenhobel einzuschneiden und gegebenenfalls die Halteleiste auch für die senkrechten Stöße einzusetzen. An Kanten und Laibungen ist die Capatect-Anfangsleiste zu verwenden. Bei Anpaßarbeiten, zum Beispiel an Fenster- und Türlaibungen und Kanten, sind die Platten im Bedarfsfall herkömmlich mit der systemzugehörigen Klebermasse anzukleben.
Die weiteren Angaben zur Dübelung in der WDVS-Verarbeitungsanleitung beachten.