Die Capatect-Perimeterdämmplatten dürfen zur Wärmedämmung erdberührender Bauteilflächen außerhalb der Bauwerksabdichtung verwendet werden. Sie sind nicht einsetzbar auf lösemittelhaltigen Abdichtungsmassen, und nicht geeignet zur Verwendung unter statisch tragenden Bauteilen.
Oberhalb des Erdreichs können sie auf neubaugleichen mineralischen Untergründen, festen Altputzen, tragfähigen Altanstrichen oder -beschichtungen aufgebracht werden.
Die Anwendung im Kapillarsaum des Grundwassers, im Bereich von drückendem Wasser und im Wandbereich, in Tiefen > 3 m, ist nicht zulässig. Bei Vorhandensein von bindigen oder geschichteten Böden, bei denen Stau- oder Schichtenwasser auftreten kann, ist eine Dränung nach DIN 4095 vorzusehen.
Voraussetzung für das Anbringen einer Perimeterdämmung ist eine bauseits vorhandene, auf die am Objekt vorherrschenden Belastungen abgestimmte Feuchtigkeitsabdichtung. Entsprechend den Vorgaben der DIN 18195 ist die vertikale Feuchtigkeitsabdichtung bis ca. 30 cm über die Erdreichoberkante zu führen.
Hinsichtlich der Ebenheit des Untergrundes ist die DIN 18202 einzuhalten.
Auf Verlegeflächen oberhalb der Abdichtung muß Mauerwerk, Beton, Putz oder festhaftender Anstrich sauber, trocken und tragfähig sein. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z. B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate sind zu entfernen.
Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze sind weitmöglichst zu entfernen. Putzhohlstellen sind abzuschlagen und flächenbündig beizuputzen. Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen sind gründlichst bis zur festen Substanz zu reinigen und mit Sylitol-Konzentrat 111 zu grundieren.
1 m2/m2
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf den Kommentar ATV DIN 18345 Punkt 3.1.3 ungeeignete klimatische Bedingungen. Nicht in Verbindung mit aromatischen Lösemitteln bringen.
Die Dämmplatten-Klebung erfolgt auf bituminösen Abdichtungen mit:
Capatect-Klebe- und Dichtungsmasse 114
Capatect-SockelFlex
Auf mineralischen Untergründen mit:
Capatect-Klebe- und Spachtelmasse 190
Capatect-Klebe- und Armierungsmasse 186M
Capatect-Dämmkleber 185
Capatect-Klebe- und Armierungsmasse 133 Leicht
Im erdberührenden Bereich ist die angeteigte Klebermasse punktförmig (mindestens 6 Batzen pro Platte) auf die Plattenrückseite aufzutragen.
Im sichtbaren Sockelbereich über dem Gelände erfolgt der Kleberauftrag in der Wulst-Punkt-Methode (am Rand umlaufend ca. 5 cm breite Streifen, plattenmittig 3 handtellergroße Batzen) auf der Plattenrückseite (Klebekontaktfläche > 40 %).
Die Platten sind mit leicht schiebender Bewegung fest an den Untergrund anzudrücken, so daß eine satte Klebeverbindung zustande kommt. Die Dämmplatten im Verband von unten nach oben preßgestoßen verkleben und gut andrücken. Keine Klebemasse in die Plattenstöße bringen; seitlich austretende Klebermasse ist mit einem Spachtel zu entfernen. Auf flucht- und lotrechte Verlegung achten. Eventuell entstehende Fugen mit Dämmstoffstreifen ausfüllen. Im Bereich oberhalb des Geländes kann es von Vorteil sein, die Dämmplatten zu dübeln. Mit dieser mechanischen Zusatzbefestigung wird weitestgehend vermieden, daß die Platten beim späteren Verdichten des Erdreiches nach unten gezogen werden.
Sockelbeschichtung:
Die ins Erdreich einbindenden Perimeterdämmplatten bleiben unbeschichtet. Nach ausreichender Erhärtung des Kleberbettes wird in der sichtbaren Sockelfläche die Armierungsschicht und der Oberputz analog dem eingesetzten Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem aufgebracht.
Der in das Erdreich einbindende Bereich der Putzbeschichtung ist bis 5 cm über GOK mit Capatect-SockelFlex zu beschichten.