1. Gelochte Unterdecke1.1 Unterkonstruktion und DecklageVor Montagebeginn ist die Verlegerichtung der Decke festzulegen, je nach Lichteinfall. Optimal ist, Plattenlängsfuge in Richtung des Lichteinfalls.
Unterdecke nach DIN 18168 Unterkonstruktion erstellt nach Herstellerangaben aus CD Profilen 60/27 mit entsprechenden Kreuz- und Längsverbindern, drucksteif abgehängt mit Nonius-Hängern, befestigt mit zugelassenen genormten Dübeln/ Schrauben. Die Abstände a, b und c, (siehe Abb. 1) sind nach Angaben des Systemherstellers einzuhalten. Deckeneinbauten, wie Leuchten, Lautsprecher, Lüftung, usw. sind separat oder am Grobrost der UK zu befestigen.
Dehnfugen sind nach Angaben des Deckenherstellers und nach baulichen Gegebenheiten einzubauen.
Die Stöße der Platten sind nach Angaben des Plattenherstellers auszuführen (z.B. spachteln, stumpf stoßen).
Vor dem weiteren Beschichten der Oberfläche ist zu prüfen, ob alle Stöße, Einbauten, Aussparungen, usw. planeben sind. Die Oberfläche muß staubfrei, frei von Trennmitteln und sonstigen Verunreinigungen sein.
1.2 Anschlüsse an flankierende Bauteile und WandanschlüsseUm unterschiedliche Druckverhältnisse zwischen Deckenhohlraum und Nutzraum zu vermeiden, ist grundsätzlich für eine Hinterlüftung der Decke zu sorgen.
Dies geschieht über eine Schattenfuge deren offener Querschnitt min. 0,8 % der Deckenfläche betragen muß. Erreicht wird dies meist durch eine Schattenfuge von ca. 2 cm.
2. Grundierung der Decklage2.1 Vorbereiten des UntergrundesDer Untergrund muß frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. Der Putzauftrag kaschiert keine unsauber ausgeführten Stellen. Achten Sie bitte auf sorgfältige Arbeit um Schattenbildung durch Streiflichteinfall zu vermeiden.
2.2 Auftrag der GrundierungUnverdünnt mit Lammfellwalze (13 mm) auftragen.
2.3 Verbrauchca. 100–150 ml/m
22.4 VerarbeitungstemperaturUntere Temperaturgrenze der Verarbeitung und Trocknung ist +5 °C.
2.5 TrockenzeitBei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach ca. 12 Stunden überarbeitbar. Bei niedrigeren Temperaturen entsprechend längere Trocknungszeiten.
3. Vliesbeschichtung der Decklage3.1 LeimauftragCapacoll GK satt und gleichmäßig mit einer Lammfellrolle (13 mm) auftragen, CapaCoustic Premium Vlies sofort in das nasse Kleberbett einlegen und mit Tapezierspachtel oder Moosgummiwalze andrücken.
3.2 VerlegeartDas Vlies ist Stoß an Stoß zu verlegen, es ist darauf zu achten, daß der Vliesstoß den Plattenstoß um min. 10 cm überlappt.
3.3 VerbrauchCapacoll GK Kleber ca. 200 g/m
23.4 VerarbeitungstemperaturCapacoll GK Kleber. Untere Temperaturgrenze der Verarbeitung und Trocknung ist +5 °C.
3.5 TrocknungszeitBei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach ca. 6–12 Stunden trocken und überarbeitbar. Durchgetrocknet nach 3 Tagen. Bei niedrigeren Temperaturen entsprechend längere Trocknungszeiten.
4. Akustikputzbeschichtung4.1 PutzvorbereitungGründliches Aufrühren (ca. 3 Minuten) des CapaCoustic Spritzputz 1 mm mit einem geeigneten und sauberen Rührwerk.
4.2 BeschichtungDie Beschichtung mit CapaCoustic Spritzputz 1 mm wird in zwei zeitlich versetzten Arbeitsgängen mit Zwischentrocknung von ca. 4–5 Stunden vorgenommen. Der Putzauftrag ist in kreisenden Bewegungen und im Kreuzgang vorzunehmen.
4.3 Maschinen-Technik
Für die Beschichtung der Decke sind Putzspritzanlagen mit Förderschnecken zu verwenden. Die Luftleistung des Kompressors sollte min. 600–800 l/min betragen (z.B. Fa. Strobel) Putzrohr mit 6,5 mm Düse.
4.4 Verbrauch
Gesamtauftragsmenge ca. 2 kg/m2
4.5 Verarbeitungstemperatur
Die Raumtemperatur darf während der Beschichtung nicht unter 12 °C, die rel. Luftfeuchte nicht über 70 % liegen.
4.6 Trocknungszeiten
Zwischen den Beschichtungen ist eine Trocknungszeit von 4–5 Stunden einzuhalten, die Endfestigkeit ist je nach Belüftung und Temperatur nach ca. 12 Stunden erreicht.
| Abb. 2: Detail Schattenfuge mit Wandanschlußprofil |
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Die Verarbeitungstemperaturen dürfen nicht unter 12 °C liegen. Die relative Luftfeuchte sollte mind. 30 % jedoch max. 70 % betragen!
Vor Beginn der Montage sollte die Verlegerichtung entsprechend dem Lichteinfall festgelegt werden.
Anordnung der Plattenlängsfugen unter Berücksichtigung des Lichteinfalls (-90° zum Fenster).
Die Unterkonstruktion inklusive der Deckenscheibe darf, sowohl im Wandbereich als auch an sonstigen flankierenden Bauteilen, nicht festgesetzt werden. Keine kraftschlüssige Verbindung durch Verschrauben oder Festsetzen.
Deckeneinbauten, wie Leuchten, Lüftungskanäle und Revisionsbereiche, sind vor Montagebeginn zu berücksichtigen und dürfen die Deckenplatten nicht belasten und sind separat, oder über die Unterkonstruktion abzutragen. Nach der Beschichtung ist umgehend für eine ausreichende Belüftung/Entfeuchtung der Räume zu sorgen.
Kein schockartiges Aufheizen oder Abkühlen der Räume während der Montage und Trocknungszeit. Dies kann zu Rißbildung führen.
Unterschiedliche Druckverhältnisse zwischen Deckenhohlraum und Nutzraum sind zu vermeiden, da dies auf Grund der physikalischen Eigenschaften des Deckensystems zu Verschmutzungen der Oberfläche führen kann. Dies ist durch entsprechend dimensionierte offene Schattenfugen zu den angrenzenden Bauteilen zu erreichen. Zudem ist zu beachten, daß im dahinter liegenden hinterlüfteten Deckenhohlraum die gleichen klimatischen Bedingungen herrschen wie im Raum selbst, da es sonst zu Kondensatbildung und dadurch zu Verschmutzungen an der Oberfläche kommen kann.