 |
| Gedämmte Fassade, pittoreskes Flair |
Daß energiesparende Fassadendämmung und Denkmalpflege nicht automatisch in einem natürlichen Spannungsverhältnis zueinander stehen, beweist die jüngste Restaurierung eines Gebäudes im Bremer Schnoorviertel.
Das dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus (links) bildet zusammen mit dem Gasthof zum Kaiser Friedrich für die vom Markt kommenden Besucher das Eingangstor zur Gassenwelt des Schnoorviertels |
Die wichtigste Forderung des Denkmalamtes war, das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes nach der Sanierung wiederherzustellen. So mussten von Profilen, Gesimsen, Konsolen und Fensteranschlüssen Detailanzeichnungen angefertigt werden, die als Vorlage für die in die Fassade einzuarbeitenden Nachbildungen dienten. Beschlossen wurde das Anbringen eines ursprünglich zu einem anderen Gebäude gehörigen Frieses aus dem Jahre 1862 an der Giebelseite. Besonderen Wert legte die Denkmalpflege im Interesse der Stimmigkeit des Ensembles auf die weitgehende Annäherung des Neuputzes an die ursprünglich vorhandene Putzstruktur.
Voraussetzung für die Zustimmung des Bremer Denkmalamtes zur Fassadendämmung war die Wiederherstellung der vorhandenen Profile, Gesimse, Konsolen und Fensteranschlüsse. Unter anderem mussten 80 unterschiedliche Fensterbankprofile und 40 Meter Gesimse angefertigt werden. |
Bei der detailgetreuen Wiederherstellung der Fassadenelemente entschied sich der Verarbeiter in Übereinstimmung mit dem Bauherrn für den Werkstoff Capapor. Die Profile sind echte Leichtgewichte und können in den unterschiedlichsten Formen und Abmessungen hergestellt werden. |
Über das außergewöhnliche Objekt informiert der Bericht bei Referenzobjekte/Baudenkmäler.
|
| zurück |