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| Im Herzen Schwabings, direkt am Wedekindplatz, ist mit den Feilitzsch-Höfen ein Wohnblock entstanden, der das Niveau und den bourgeoisen Flair des alten Schwabing aufgreift und weiterentwickelt. |
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Wohnen im Mythos
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Freilitzsch-Höfe lassen den bourgeoisen Flair des alten Schwabing aufleben
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| Künstler-, Studenten- und Vergnügungsviertel, Flaniermeile oder auch Boulevard der Eitelkeiten – das sind nur einige der Gesichter des weltbekannten Münchner Stadtteils Schwabing. Zu Beginn des 20. Jahrhundert lebten hier viele Künstler und Literaten, unter ihnen Thomas Mann, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Etwas vom Geist früherer Zeiten läßt sich bei einem Spaziergang durch die ruhigen Seitenstraßen mit ihren gut erhaltenen Altbauten, Jugendstil-Fassaden und schmucken Vorgärten erahnen. Kunst und Kultur sind noch immer mit Schwabing verbunden, gegenüber dem raumgreifenden Partyleben aber etwas in den Hintergrund getreten. Umso bedeutender sind anspruchsvolle Bauvorhaben, die architektonisch wie städtebaulich Zeichen setzen und damit ihren Beitrag zur Aufwertung des Quartiers leisten. |
Mitten in Altschwabing
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| Im Herzen Schwabings, direkt am Wedekindplatz, ist mit den Feilitzsch-Höfen ein Wohnblock entstanden, der das Niveau und den bourgeoisen Flair des alten Schwabing aufgreift und weiterentwickelt. Max Amann und Dr. Peter Wasner, die Geschäftsführer der EIWOBAU München, sind stolz auf „ihr “ Bauwerk. „Ein Liebhaberprojekt“ seien die Feilitzschhöfe, „fürs schnelle Geldmachen eher ungeeignet“. 1,395 Millionen Euro kostet eine Vierzimmer-Penthouse-Wohnung im dritten Stock – bei 195 Quadratmetern ist das auch für Münchner Verhältnisse kein Sonderangebot. „Aber wir haben italienische Käufer, die von den Feilitzschhöfen begeistert sind – in Mailand kostet so eine Wohnung das Doppelte“, weiß Wasner. |
Eleganter Block
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Um ein Stück historisches Schwabing zu erhalten, blieb auf Wunsch des Investors der Altbau der ehemaligen Brauerei erhalten. Durch eine Aufstockung wurde die wirtschaftliche Grundlage für den Erhalt der großzügigen, hohen Innenräume geschaffen. Hier entstand die „Arte-Fabrik“ mit der Produktionsfirma Constantin Film, Szene-Gastronomie und einem Fitnessstudio sowie Kinos und Kleinkunstbühne.
Die Wohnanlage besteht aus zwei Baukörpern über einer dreigeschossigen Tiefgarage; 73 Wohnungen mit individuellen Grundrissen werden ergänzt durch ein Altenservice-Zentrum der Stadt München und ein kleines Ladengeschäft. Die beiden Gebäudeteile gruppieren sich um einen begrünten Innenhof und sind sowohl aufgrund ihrer unterschiedlichen Farbigkeit wie Gebäudehöhe sehr gut ablesbar. Die Volumina der architektonisch klaren und sachlichen Baukörper werden durch differenzierte, frei gesetzte Einschnitte, Aushöhlungen und Ausstülpungen für Fenster, Loggien und Balkone gegliedert. Die Anordnung der Gebäude schafft eine räumliche Verknüpfung mit der Nachbarschaft und orientiert sich dabei am Maßstab der kleinteiligen Bebauung des alten Schwabing. Das viergeschossige Gebäude grenzt an die Franz- und Siegesstraße und ist in einem warmen Rotton gehalten, während der daran anschließende winkelförmige, ockerfarbene Bau die Feilitzschstraße flankiert. Die Neubauten halten Abstand zum aufgestockten Altbau; die Trennfuge schafft einen keilförmigen Fußgängerweg als stadträumlich spannende Situation. |
Edle Steine
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Die Fassaden des verputzten Mauerwerksbaus sind über zwei Geschosse mit einer großformatigen, hinterlüfteten Naturstein-Leichtfassade verkleidet, deren horizontale wie vertikale Teilungen im Zusammenklang mit den unterschiedlichen, überwiegend raumhohen Fensterformaten und der natürlichen, nicht unterbrochenen Steinstruktur als lebendiges Wandbild erscheinen. „Besondere Gestaltungsmerkmale sind außerdem unsichtbar befestigte, flächenbündig gesetzte farbige Glaspaneele, die Fensterrahmen und -anschlüsse verdecken sowie die für Natursteinfassaden ungewöhnliche Größe der Einzelelemente aus rotem und ockerfarbenem Travertin von bis zu 3300 x 1650 Millimeter“, so Caparol-Fachmann Georg Seimel.
„Die Maße der Platten stellten besondere Herausforderungen an den Transport und die Montage,“ berichtet Heinrich Heuser, Geschäftsführer der Firma Hörmannshofer Fassaden GmbH. „Die Anlieferung durch die schmalen Altstadtstraßen und die sehr begrenzten Stellflächen verlangten von den Lenkern der Zulieferfahrzeuge großes fahrerisches Können und Einsatzbereitschaft. Eine Baustelle in einer so engen städtebaulichen Situation erfordert Toleranz und Geduld, nicht nur von allen am Bau beschäftigten Handwerkern, sondern auch von den Anliegern.“
Bei der Steinfassade entschied sich die EIWOBAU München für die Capatect Naturstein-Leichtfassade von Lithodecor. Sie verbindet die positiven Eigenschaften einer hinterlüfteten Fassade mit der hochwertigen Oberfläche von Naturstein. Die Fassadenplatten sind etwa um zwei Drittel leichter als vergleichbare massive Natursteinplatten. Möglich wird diese Leichtigkeit durch ein erprobtes Produktionsverfahren: Auf einer Unterkonstruktion aus Aluminium kommen ausgewählte großformatige Natursteinplatten auf einem Blähtonträger als vorgehängte Fassade zum Einsatz.
Die Ausführung der Übereckverbindung auf Gehrung und die verwendeten Steinsorten ergeben einen überaus wertigen Gesamteindruck. „Die Steine und ihre Anmutung waren uns sehr wichtig. Wir sind zusammen mit Gottfried Runge, dem Werkleiter von Lithodecor, auf die Natursteinmesse nach Verona gefahren und haben uns dort für einen ockerfarbenen peruanischen Travertin und einen terracottaroten Travertin aus Persien entschieden“, erläutert Max Amann. „Der Stein wurde in Blöcken geliefert, von Lithodecor in zehn Millimeter starke Platten gesägt und auf das Trägermaterial appliziert.“ Das mit der Werkplanung beauftragte SAM Architekturbüro aus München entwickelte insgesamt 18 verschiedene Fassadendetails, um unterschiedliche Anschlüsse und Materialstärken auszugleichen und zu integrieren.
Die Feilitzsch-Höfe bilden zusammen mit dem Bestand ein charaktervolles Ensemble und sind so ein wichtiger Baustein in der kulturellen und architektonischen Weiterentwicklung des alten Schwabing. |
Fotos/Grafik: Lithodecor/Caparol-Firmengruppe
<b>Werk- und Detailplanung</b>
SAM Architekturbüro, München
<a href="http://www.sam-architekten.de">www.sam-architekten.de</a>
<b>Bauherr und Bauleitung</b>
EIWOBAU München GmbH, München
<a href="http://www.eiwobau-muenchen.de">www.eiwobau-muenchen.de</a>
<b>Fassade</b>
LIFS Lithodecor Innovative Fassaden Systeme GmbH & Co KG
(Caparol-Firmengruppe)
Capatec-Naturstein-Leichtfassade
<a href="http://www.lithodecor.de">www.lithodecor.de</a>
<b>Verarbeiter</b>
Hörmannshofer Fassaden Süd GmbH, Schwabenstr. 114, 87616 Marktoberdorf
<a href="http://www.hoermannshofer.de">www.hoermannshofer.de</a> |
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