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| Von der Jury des Fassadenwettbewerbs in Bonn ausgezeichnet: Historischer Achtgeschosser nach der Modernisierung. |
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Fassaden-Preis für anspruchsvoll gestaltete Sanierung
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Drei Achtgeschosser behutsam modernisiert
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| Die drei achtgeschossigen Wohnhäuser im Bonner Pappelweg 65, 67 und 69 wurden in den Jahren 2003 und 2004 mit hohem materialästhetischem Anspruch saniert, ohne dabei ihr historisches Erscheinungsbild der 60er Jahre zu verlieren. Bauherr dieser Maßnahme ist die Wohnbau-GmbH (Philosophenring 2, 53177 Bonn), die insgesamt 17.000 Wohneinheiten betreut. 88 davon wurden 1968 im Pappelweg 65-69 erbaut. Nach der Modernisierung erhielten sie 2004 einen von fünf in Bonn vergebenen ersten Fassadenpreisen. |
Die Jury-Begründung
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Das Wohnhaus lag der Jury des Fassadenwettbewerbes gerade wegen seines in Größe und Fassadenbild aus dem gewohnten Rahmen herausfallenden Erscheinungsbildes besonders am Herzen. Es ist ein Beispiel für individuell und anspruchsvoll gestaltete Sanierung im Mehrfamilienwohnungsbau. Mit hohem gestalterischen und materialästhetischen Anspruch wurde dieses verhältnismäßig junge, doch bereits historische Wohnhaus modernisiert.
Vereinzelte moderne Zutaten ergänzen und bereichern das gelungene Gesamtbild dieses schlichten Baukörpers. So wird das regelmäßig wiederkehrende Fensterraster durch effektvoll horizontal gelegte durchlaufende Glasfensterbänder gegliedert, während das vertikale Fassadenband des Treppenhauses eine harmonische Verknüpfung und Vernetzung der Fassade bewirkt. Vorbildlich ist hier, wie dieser zeitlos schöne Wohnblock nach sorgfältig konzipierter Sanierung noch sein historisches, typisches Erscheinungsbild bewahrt hat. |
Alle Wohnungen vermietet
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| Projektleiter der Sanierung war Dipl.-Ing. Manfred Launhardt. Er verdeutlicht: „Die dunklen Fassaden der Laubenganghäuser waren nicht mehr attraktiv, so daß sich Mietinteressenten bei Besichtigungsterminen davon abschrecken ließen. Zum Teil wurden die ansonsten schönen Maisonettewohnungen mit Blick auf das Rheintal gar nicht besichtigt. Das ist heute ganz anders, denn Leerstände gibt es in den drei Wohnhäusern nicht mehr. Schon beim Betreten der neu errichteten und mit Glas und Edelstahl gestalteten Eingangsgebäude ist der Besucher angenehm überrascht. Vor dem Zutritt zu den Wohnungen in den oberen Geschossen hat er eine herrliche Aussicht auf das Siebengebirge. Früher war das leider nicht möglich. Wir haben daher die alte dunkel getönte Ornamentverglasung ersetzt durch eine neue Alu-Fassade mit Klarglas (bis zur Brüstungshöhe poliertes Glas). Die kleinen und gedrungen wirkenden Eingangsbereiche wurden abgerissen und völlig neu gestaltet. Sie sind jetzt zwei Geschosse hoch und damit an die Proportionen der Baukörper angepaßt. Die Innenräume der Eingangsgalerien sind durch viel Licht und Edelstahl geprägt. Zusätzlich haben wir sie beim Haus Pappelweg 67 mit gelben Grundtönen akzentuiert, beim Haus Pappelweg 69 mit roten.“ |
Attraktivitätssteigerung
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Im Haus Pappelweg 65 wird die Fassade durch vorgesetzte Glaselemente in den Treppenhausbereichen geprägt, die abends blau leuchten. Die Wohnungen erhielten neue Holz-/Aluverbundfenster. Auch hier sind dezente Farbakzente integriert. Natürlich wurden im Zuge der Neugestaltung die Außenanlagen ebenfalls erneuert. Besonders elegant wirken die Betonflächen in den Eingangsbereichen, die auf Vorschlag und Anleitung von Caparol-Fachberater Bernd Hauröder mittelgrau mit Deco-Lasur gestaltet wurden - einer anspruchsvollen Oberflächentechnik, die sich in den Eingangsgalerien wiederholt.
Die Fassaden bestanden aus mit einer geeigneten Altbeschichtung ausgestatteten Eternitplatten. Hier war es nötig, die Bekleidung in Teilbereichen zu ergänzen, um Versprünge zu überdecken. Neu beschichtet wurden sie zweimal mit lösemittelhaltigem Methacrylatharz (Disbocret 532 Color) in einem hellgrauen Farbton aus der Kollektion 3D-System. Dieser Werkstoff dringt tief ein, erzielt hohe Schichtdicken, ist alkali- und UV-beständig, wasserdampfdiffsionsoffen, schadgasbremsend gegen CO2 und SO2 sowie ohne sichtbare Eigenstruktur auftrocknend. |
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