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| Das unterste Geschoss passt sich perfekt in die Hanglage ein. |
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Moderner Loft im Bauhausstil
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Von Living X inspiriert, findet eine Bauherrin in Trier ihr „ideales“ Haus
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| Christina Büch hat lange nach ihrem idealen Haus gesucht, bis sie die Häuser des Architekturbüros GAS-Sahner aus Stuttgart entdeckte. Daraufhin besichtigte sie das von den Architekten entworfene Musterhaus Living X in Leinfelden-Echterdingen und war begeistert. Living X ist ein Systemhaus der LBS, das vor allem auf die Bedürfnisse der jüngeren Generation zugeschnitten und flexibel mit variablen Innenräumen und Grundrissen aufgebaut ist. Im Rahmen des Projektes sollten moderne Architektur mit neuen Materialien und umweltbewusster innovativer Technik kombiniert werden. Das Projekt wurde 1997 im Rahmen eines Architektenwettbewerbes ausgeschrieben, den das Büro von Professor Georg Sahner mit einem überzeugenden Entwurf gewann (www.gas-sahner-architekten.de). Das Haus der Bauherrin ist eine Weiterentwicklung dieses Systemhauses. Durch die starke Hanglage entstand hierbei ein zusätzliches Geschoss. Ökologisch gesehen entspricht das Niedrigenergiehaus modernen Bedürfnissen und besitzt eine hochwertige Heiz- und Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung. Über diese Anlage wird das Haus mit Frischluft versorgt, die Fußbodenheizung und Warmwasserversorgung geregelt. |
Architektur und Interieur: perfekt aufeinander abgestimmt
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Architektonisch lehnt sich das Gebäude an die Bautradition der deutschen Moderne an. Es ist funktional und von schlichter klassischer Eleganz: „Das Haus hat eine hervorragende Struktur, wenn man moderne Architektur mag, die an die Bauhaus-Tradition anknüpft“, so Christina Büch. Das T-förmige Gebäude zieht sich mit seinen zwei quer gestellten Riegeln über drei Geschosse, wobei es sich harmonisch in die Landschaft und Topografie einpasst. Es besteht aus einem dunkelbraunen Hauptkubus – dem „Schokoladenriegel“, der auf einem ebenerdigen Hanggeschoss „sitzt“, in dem sich eine zusätzliche, 35 m2 große Einliegerwohnung befindet. Das Erdgeschoss des Hauptgebäudes beherbergt die Bereiche Küche, Essen und Wohnen, der mittlere Gebäudeteil Bad und Schlafräume. Im oberen Geschoss gibt es ein Arbeitsstudio und ein Atelier. Die insgesamt 180 m2 Wohnfläche umfassenden Räume sind loftartig offen gehalten; eine einzige Zwischenwand trennt das Gäste-WC ab. Mithin ist das Gebäude so gestaltet, dass trotz der Offenheit der Räume weder die Terrassen noch die Badbereiche von außen einsehbar sind. Erschlossen wird das loftartige Haus über eine geländerlose Treppe, die sich als Aufgang über zwei Geschosse zieht. Das Äußere des Gebäudes wurde aus dem Inneren entwickelt, so dass Architektur und Innenraumgestaltung perfekt aufeinander abgestimmt sind und eine ästhetische Einheit bilden. So passt das Interieur mit seiner nüchtern-sachlichen, minimalistischen Einrichtung zum äußeren Erscheinungsbild im Bauhausstil.
Das Farbkonzept entwickelte das Architekturbüro GAS-Sahner. Für den Hauptkörper wählte Architekt Torsten Belli ein dunkles, intensives Schokoladenbraun, das durch seine Farbgebung die Erdverbundenheit symbolisiert. Das Hanggeschoss ist in einem neutralen hellgrauen Ton gehalten. Für die Gestaltung der Terrassen wurde die kubische Form des schokoladenbraunen Riegels „aufgeschnitten“ und im Inneren mit einem leuchtenden Orange akzentuiert: „Der Baukörper wurde ausgehöhlt wie eine Frucht, die Verletzungen aufweist und in Orange ausblutet“, erläutert Belli. Die windgeschützte Terrasse im zweiten Geschoss wirkt mediterran durch den Boden, der mit Holzplanken ausgelegt ist. Durch die offen gehaltenen Seitenwände fällt Licht herein: „wie bei einem Sonnenauf- und -untergang“, schwärmt die Bauherrin. |
Farbgebung: eine technische Herausforderung
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Das dunkle Schokoladenbraun - besonders im Vergleich zum hellen Bezugswert - bedeutete eine Herausforderung: Es war zu befürchten, dass der sehr dunkle Farbton UV-Strahlen anzieht, sich die Fassade aufheizen und Risse im Putz entstehen könnten. Schließlich wagte Caparol Industrial Solutions (CIS), ein Unternehmen der Caparol-Firmengruppe, das auf individuelle, technisch innovative Produktlösungen für die industrielle Anwendung spezialisiert ist, die Realisierung des Projekts.
Die Herstellung der Fassade erfolgte in einem aufwendigen Verfahren, berichtet Projektleiter Stefan Berbner von CIS. So wurden die von Kastell-Haus (www.kastell.de) gelieferten Fertigteile aus Leichtbeton zunächst mit einem Dämm- und Unterputz versehen, der 20 mm ausgleichen musste. Anschließend folgten eine Bewährungsschicht aus einer Spachtelmasse inklusive Gewebeeinlage, dann ein Putzgrund als Haftvermittler und Caparol Amphisilan-Fassadenputz, ein strapazier- und reinigungsfähiger siliconharzgebundener Strukturputz. Abschließend wurde die Fassade mit einer speziellen siliconharzbasierten Fassadenfarbe mit lang anhaltendem Feuchtschutz und einer hohen Wasserdampfdurchlässigkeit zum Schutz vor Algen- und Pilzbefall gestrichen (Thermosan). Ausführende Firma war der Malerbetrieb Gerhard aus Thalfang (www.farben-gerhard.de).
Das in Anlehnung an Living X entstandene Haus verbindet mit seinem unkonventionellen Baukonzept in gekonnter Art ein Fertigteilhaus mit einem sehr individuellen Haus. Dabei wirkt der klassische Bauhausstil durch den offenen und loftartigen Charakter sehr modern: „Stil ist nichts Endgültiges, sondern beständiger Wandel“, sagte schon Walter Gropius. |
Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Guido Erbring |
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